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Regional Göttinger Schwimmerin startet Studium in den USA
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15:30 31.01.2018
Phillis Michelle Range vom TWG 1861 Göttingen startet 2018 ihr Studium an der Rice University in Houston, Texas. Quelle: Theodoro Da Silva
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Göttingen

Houston, Texas, heißt das nächste Zuhause der 18-Jährigen zumindest für die Studienzeit. Über ein Stipendium ist Range in das Schwimmteam der Rice-University gekommen und wird damit an einer der besten Universitäten des Landes studieren. Aber warum ausgerechnet aus dem beschaulichen Göttingen in die USA? „Als ich 15 oder 16 war, ist mir klar geworden, dass ich in die USA wollte“, sagt Range. Und das aus gutem Grund: „In Deutschland ist es recht schwer, Sport und Studium zu verbinden.“ In den USA gebe es dafür viel mehr Möglichkeiten und der Sport habe einen höheren Stellenwert an den Universitäten.

Keine einfache Entscheidung

Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin habe sie sich dann bei einem Anbieter für Stipendien informiert und sich anschließend beworben. Und sie hatte Erfolg: Rund 40 Universitäten hätten Interesse an ihr gehabt, erzählt Range. „Ich habe dann mit den Trainern geschrieben und mir Videos im Internet angeschaut“, sagt Range. Nach der Recherche zu den möglichen Studienzielen sind am Ende drei Universitäten übrig geblieben. Einfach war die Auswahl für sie nicht: „Mir ist die Entscheidung extrem schwer gefallen.“

Die Rice University in Houston, Texas. hier wird Schwimmerin Phillis Michelle Range 2018 ihr Studium beginnen. Quelle: r

In den Herbstferien sei sie dann in die USA geflogen und habe sich ihre drei Favoriten angeschaut, darunter auch die Rice University. Dabei war diese zunächst keine wirkliche Option: „Ich wollte am Anfang gar nicht draußen schwimmen.“ Draußen schwimmen? Genau! Denn die Uni im warmen Texas verfügt über eine Art Freibad für das Training. „Ich kannte das Draußen-Schwimmen nicht und war deshalb erstmal abgeneigt“, erzählt Range.

Andere Entfernung, anderes Training

Am Ende habe sie aber das Gesamtpaket überzeugt. Und draußen schwimmen war nach einem ersten Test bei ihrem Besuch Ende November bei sommerlichen 31 Grad Lufttemperatur schließlich doch „ganz cool“, wie Range sagt. Angenehmer Nebeneffekt: „Man wird braun.“

Vor allem sportlich bedeutet die Entscheidung eine Umstellung für Range, die – seit sie neun Jahre alt ist – Wettkämpfe schwimmt. In den USA wird die Entfernung in Yard gemessen, eine Bahn misst damit etwa 23 Meter, anders als 25 in Deutschland. Damit lassen sich Zeiten schwer vergleichen. „Das Training wird auf jeden Fall noch einmal schwieriger“, meint die 18-Jährige. In den USA werde mehr auf Maximalleistung trainiert, in Deutschland eher auf Ausdauer. „Ich muss mich da schon gut drauf vorbereiten“, so Range.

Phillis Michelle Range unterschreibt für ihren Platz an der Rice University Houston Quelle: r

Ob aus diesem Schritt einmal eine große internationale Karriere wird, will die 18-Jährige noch nicht beurteilen. „So weit habe ich noch gar nicht gedacht. Sportlich will ich erst einmal abwarten, wie es läuft“, sagt sie. Zunächst hofft sie, die Rice University bei den College-Meisterschaften in den USA zu vertreten.

Nach dem Abitur in diesem Jahr heißt das nächste Etappenziel Studienabschluss. Ganz sicher sei sie sich bei der Wahl des Studienfaches noch nicht, aber Psychologie und Geschichte seien heiße Kandidaten, verrät Range. 2022 wolle sie in den USA ihren Bachelor machen und bis dahin auch auf jeden Fall weiter schwimmen. „Mal schauen, wie ich mich entwickele“, sagt Range. Los geht es für sie wahrscheinlich im August. Bis dahin stehen noch ein paar Wettkämpfe auf heimischem Boden auf dem Plan. Ob Houston ihre einzige Auslandsstation bleiben wird, weiß die 18-Jährige noch nicht. „Ich würde schon gern weiter im Ausland studieren“, sagt sie.

Von Finn Lieske

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