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Regional Göttinger Sportentwicklungsplan: Alexander Frey im Interview
Sportbuzzer Sportmix Regional Göttinger Sportentwicklungsplan: Alexander Frey im Interview
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00:17 22.02.2013
Baustellen im Göttinger Sport: Mit dem Sportentwicklungsplan will sich die Stadt für die Aufgaben der nächsten Jahre rüsten – symbolisch ist hier die Sanierung des Jahnstadions zu sehen. Quelle: Pförtner
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Nachdem der Abschlussbericht des Sport-Entwicklungsplans und dessen Vorstellung im vergangenen Herbst im Sportausschuss der Stadt Göttingen ist es ruhig geworden. Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Erkenntnisse?

Das allerwichtigste ist, dass der Prozess jetzt erst richtig beginnt. Uns wurden drei Aufgabenlinien aufgezeigt. Erstens: die empfohlenen Maßnahmen auf die Realisierungsebene zu bringen. Zweitens: für die Rückkopplung unserer Arbeit an die Personen zu sorgen, die mitgearbeitet haben. Drittens: den Prozess weiterführen und die Erkenntnisse der Sportentwicklungsplanung in das Sportkonzept der Stadt einpflegen. Das alte Sportkonzept ist abgearbeitet, jetzt geht es darum, was die Sportpolitik in den nächsten 15 bis 20 Jahren in Göttingen realisiert wissen will.

Im Abschlussbericht wird empfohlen, eine Steuerungs- und Lenkungsgruppe zu initiieren. Was sind ihre Aufgaben?

Alexander Frey

Sie soll Themen auf ihre Realisierungschancen prüfen. Es sollen aber auch Methoden diskutiert werden, die Einbindung der bisher beteiligten Personen sichergestellt werden und besonders die Verbindung zu anderen Institutionen wie zum Beispiel Stadtverwaltung, den Ortsteilen oder Vereinen hergestellt werden. Wir wollen schnell Erfolge vorweisen, deswegen arbeiten wir zunächst gezielt an Projekten, die wir in eigener Verantwortung angehen können und finanziell überschaubar sind.

Und welches dieser Themen hat Priorität?

Uns ist der Wunsch nach mehr Information ins Auge gesprungen. Ich war überrascht, dass so viele Bürger sich nicht ausreichend informiert fühlen. Ich dachte, mit unserem Magazin Freizeit-Arena und unserem Internet-Auftritt sind wir gut aufgestellt. Es herrscht aber verbreitet die Meinung, dass Informationen einfacher und übersichtlicher zugänglich gemacht werden sollen.

Wie wollen Sie das umsetzen?

Wir planen einen Sport-Stadtplan für das Internet zu entwickeln. Die aufgelisteten Sportangebote sollen sich intuitiv erschließen. Sportangebote sollen mit Filtern – wie zum Beispiel nach Ortsteil oder Sportstätte – reduziert werden. Entsprechende Links führen dann direkt zu Sportanbieter.

Was für Erkenntnisse gibt es für längerfristige Projekte?

Es gibt zum einen einen starken Wunsch nach einer größeren Sportstätte in der westlichen Stadt und den Ortsteilen. Viele Fußballvereine wünschen sich mehr Kunstrasenplätze, der Fokus des nicht vereinsgebundenen Sports liegt auf einer besseren Ausweisung von Lauf- Fahrrad- und Wanderstrecken. Die zentrale Erkenntnis sei, dass sich die Bürger besonders allgemein zugängliche und generationsübergreifende Bewegungsräume wünschen. Seitens der Vereinsvertreter wurden besonders das Ehrenamt und die Modernisierung der Sportstätten angesprochen. Die Stadt erstellt einen neuen Flächennutzungsplan. In diesen müssen die Anforderungen des Sport nach Bewegungs- und Freiräumen zwingend integriert werden.

Sportkonzept

Das Sportkonzept der Stadt Göttingen stammt aus dem Jahr 1997 und ist weitestgehend abgearbeitet. Unter anderem sind der Bau des Badeparadieses und die Ausgliederung des Sport- und Bäderamtes erfolgt. Die Herausforderungen an den Sport haben sich verändert, exemplarisch werden das Älterwerden der Bevölkerung und das Aufkommen der Ganztagsschulen genannt. Aus den Erkenntnissen des Sportentwicklungsplans soll ein neues Sportkonzept erstellt werden, das die aktuellen Entwicklungen aufgreift und der Stadt Göttingen eine sportliche Vision für die nächsten zehn bis 15 Jahre gibt.

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