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Regional Göttinger Reiter Gerald Nothdurft wird Sechster
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15:34 14.05.2018
Der Göttinger Springreiter Gerald Nothdurft mit seinem Pferd Amazing beim Hamburger Derby an einem der schwierigsten Hindernisse: dem Wall. Quelle: imago/Nordphoto
Hamburg

„Ich bin schon mal Vierter geworden beim Derby mit dem selben Pferd“, erzählt der gebürtige Friedländer, der seine Pferde auf seiner Reitanlage in Grone stehen hat. Dort trainiert er nicht nur mit seinen eigenen Pferden, sondern bietet auch Boxen und Reitunterricht an. Sein Erfolgspferd Amazing, das seinem Vater gehöre, habe er selbst ausgebildet. „Ich habe Amazing seit elf Jahren“, erzählt der 34-Jährige. Die beiden kennen sich also gut. „Er ist absolut mutig und liebt die Atmosphäre mit den Zuschauern“, schwärmt Nothdurft von seinem Pferd, das beim Derby vor den rund 20 000 Zuschauern richtig Ehrgeiz entwickele. Während er beim Turnier aufdrehe, sei der Wallach sonst im Umgang sehr ruhig und brav: „Mein zweijähriger Sohn reitet schon manchmal auf ihm“, erzählt Nothdurft. Natürlich mit Hilfe.

Vertrauen an Hindernissen wie dem Wall wichtig

Dass Nothdurft und Pferd Amazing schon so lange gemeinsam sportlich unterwegs sind, schafft Vertrauen. Und das ist an Hindernissen wie dem Wall wichtig, wie Nothdurft erklärt: „Das Pferd muss Vertrauen haben, erst raufzuspringen, und dann vorsichtig genug sein, um langsam herunterzugehen“, sagt er über die Herausforderungen des Walls. „Und dann muss es mit Mut über die Planke springen, fast aus dem Stand“, so Nothdurft, der für den Reitverein in Moringen startet. „Da wird eine Menge Elastizität vom Pferd verlangt, das ist nicht ohne.“

Die Hindernisabfolge mit dem Wall und der Planke hat bei ihm und Amazing gut geklappt. Seine vier Fehlerpunkte, mit denen er auf Platz sechs landete, kamen erst am Sprung danach, einem Trakehner-Graben. „Da habe ich mich innerlich noch zu lange gefreut, dass wir über die Planke gekommen sind“, gibt Nothdurft zu.

Bereits mehrere Derby-Starts

Etwas Routine habe er beim Derby-Parcours schon, auch wenn es jedes Mal wieder eine große Herausforderung sei. Neben seinem ersten Derby-Erfolg 2014 startete er in den vergangenen Jahren weitere zwei Male in Hamburg: „Einmal bin ich beim Wall mit meinem Pferd gestürzt“, erzählt er. Die Verletzung des Pferdes sei glücklicherweise zwei Wochen später wieder verheilt gewesen. Ein weiteres Mal schied er nach dem Wall an der Planke aus. Im vergangenen Jahr habe er nicht antreten können, weil sein Pferd verletzt gewesen sei.

Doch dieses Jahr hat es wieder geklappt – und das sehr erfolgreich. „Seit Weihnachten habe ich intensiv dafür trainiert“, erzählt Nothdurft. Vor allem an der Kondition und am Bergauf-Galoppieren habe er mit Amazing gearbeitet, außerdem sei er vor etwa zwei Wochen beim Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen gestartet. „Da hatte ich acht Fehlerpunkte, das war schon ganz gut“, sagt er. Aber genau auf den Punkt jetzt zum Derby sei Amazing fit und in Topform gewesen.

Auch Nachwuchspferd Perry KHR ist erfolgreich beim Derby

Auch mit seinem siebenjährigen Nachwuchspferd Perry KHR war Nothdurft erfolgreich: „Wir sind beim Speed-Derby Siebter geworden“, erzählt er stolz. Sein Pferd sei das jüngste in dieser Prüfung gewesen. „Das hat er souverän gelöst“, sagt er. Im Speed-Derby seien ebenfalls Hindernisse wie der Wall – auf einem einfacheren Weg – und das Pulvermanns Grab enthalten.

Wenn alles passt, will Nothdurft im nächsten Jahr wieder beim Derby mitreiten – wieder mit Amazing. „Ich möchte mit Amazing nur noch gezielt Turniere wie das Derby reiten und ihn sonst schonen“, sagt der Reiter über sein 14-jähriges Top-Pferd. So erhoffe er sich, dass der Wallach noch drei oder vier Jahre erfolgreich starten können. „Heute morgen ist er jedenfalls schon wieder freudig über die Wiese galoppiert.“

Von Hannah Scheiwe

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