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Göttinger Stadtmeisterschaften: Viel Tennis und ein Hauch Satire

Lokalmatador im Finale Göttinger Stadtmeisterschaften: Viel Tennis und ein Hauch Satire

In kaum einer anderen Sportart liegen Jubel und Frust so nah beieinander wie beim Tennis. Ein vergebener Volley, ein ungenutzter Schmetterball – Kleinigkeiten, die ausreichen, den Glauben an die eigene Stärke zunichte zu machen und die einen schon sicher geglaubten Sieg noch in eine Niederlage verwandeln.

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Quelle: afp (Symbolbild)

Göttingen. Gleichzeitig kann ein erfolgreicher Passierschlag dem Selbstvertrauen neuen Auftrieb geben. Big points werden solche Punkte bezeichnet, die über Sieg und Niederlage entscheiden.

Es macht den Reiz des Tennissport aus, dass sich die Spieler fast immer zwei Widersachern gegenübersehen: dem Kontrahenten auf der anderen Netzseite und dem Fehlerteufel im eigenen Spiel. Manch ein Teilnehmer der 37. Göttinger Tennismeisterschaften hatte vor allem mit letzterem zu kämpfen.

103 Spieler traten am Pfingstwochenende in drei Konkurrenzen (Damen, Herren und Herren -30) gegeneinander an und boten auf dem Vereinsgelände des Tennis-und Ski-Clubs (TSC) in der Calsowstraße gutklassigen Sport.

Bei den Damen setzte sich die Bielefelderin Jana Wachaczyk durch. Die 19-Jährige, gestartet als Nummer zwei der Setzliste, ließ mit ihrem präzisen und facettenreichen Spiel keine Zweifel am Sieg und bezwang im Endspiel Carina Liftin (Rot Weiß Bremen) mit 6:0, 6:2.

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Intelligenz eines Tennisballs

Bei den Herren trafen der an eins gesetzte Florian Barth (Holstein Quickborn) und der in Göttingen bestens bekannte Christian Höppner (Braunschweiger THC) im Endspiel aufeinander – und die bereits erwähnten Fehlerteufel.

So sahen die rund 100 Zuschauer einen zerfahrenen ersten Satz, bestimmt von vermeidbaren Fehlen auf beiden Seiten, der mehr einer Tennis-Satire als einem Finale glich. Höppner unterhielt das Publikum mit seinen Zwischenrufen: „Not gegen Elend ist das hier. Wer reinspielt gewinnt.“

Währenddessen bezichtigte sich Barth der Intelligenz eines Tennisballs. Schlussendlich konnte Höppner mit 7:6 den ersten Satz für sich entscheiden. Im zweiten Durchgang besann sich Barth auf sein druckvolles Grundlinienspiel und schaffte klare Verhältnisse: 6:0.

Mit einem 10:6 im entscheidenden Match-Tiebreak sicherte sich der 24-jährige endgültig den Turniersieg und jubelte im Anschluss ausgelassen. „Es war für mich etwas Besonderes hier zu gewinnen“, verriet der Holsteiner während der Siegerehrung.

Besetzten Göttinger Tennissportler in der Damen- und Herrenkonkurrenz nur Nebenrollen, drängten sich gleich zwei Akteure im Feld der Herren-30 ins Scheinwerferlicht.

Vom Niveau her sehr zufrieden

Turnierorganisator Kai Dietrich und Sven Pabel (beide TSC) lieferten sich ein intensives Match um den Finaleinzug, in welchem Dietrich die Oberhand behielt.

„Es hat Spaß gemacht, aber auch Kraft gekostet“, sagte der Sieger. Diese Kraft fehlte ihm im Endspiel, in dem er mit 6:7, 1:6 gegen Jochen Arnold (ST Lohfelden) unterlag.

Die Turnierleitung zog indes ein insgesamt positives Fazit. „Wir sind vom Niveau her sehr zufrieden. Grundsätzlich war das Feld in der Masse in diesem Jahr besser besetzt“, befand Dietrich. Zudem sei alles sehr fair abgelaufen.

„Einzig der Regen-Samstag hat die Stimmung etwas gedrückt.“ Doch diesen Fehlerteufel darf man den Organisatoren nicht anlasten.

Von Marc Strotmann

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Titelverteidiger wird es bei den 37. Göttinger Stadtmeisterschaften des Tennis- und Skiclubs (TSC) nicht geben, denn die Vorjahressieger haben für das dreitägige Tennis-Turnier am Pfingstwochenende nicht gemeldet. 103 Spieler treten am Sonnabend ab 9 Uhr an, um in den Konkurrenzen Damen, Herren und Herren 30 ihre Sieger auf der Anlage an der Calsowstraße auszuspielen.

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