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19:12 21.01.2018
Der dreifache Torschütze für den MTV Geismar, Pascal Rohde, setzt sich gegen die Soltauer Deckung durch. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Als Spieler des Tages ließ sich der junge Philipp Nörtemann feiern, der mit zwölf Treffern deutliche Akzente setzte und sein Konto auf 68 Tore hochschraubte. „Das ist einfach nur geil“, zeigte sich der Matchwinner in echter Feierlaune. Seine Wurfqualitäten krönte das 20-jährige Eigengewächs beim „MTV-Schützenfest“ in der Schlusssekunde mit dem Tor Nummer 40. „Wir waren alle gut drauf“, nahm Rückraumspieler Fabian Teune einen Tag nach seinem 22. Geburtstag alle Teamkameraden mit ins Boot. „Der Gegner hat es uns aber auch leicht gemacht“, relativierte Geismars Jannis Schliesing – trotz überschäumender Freude – den Kantersieg.

Gästetrainer Thorsten Lippert fehlten nach dem Debakel die Worte. Dafür entschuldigte sich der Soltauer Feldspieler Eric Burmester für den über weite Strecken unterirdischen Auftritt seine Mannschaft. „Bei uns hat in diesem Spiel einfach die Einstellung gefehlt. Wir haben zu schnell die Köpfe hängengelassen.“

Beeindruckende Paraden

Im Gegensatz zu den mit nur zehn Spielern angereisten Soltauern, konnte Geismars Trainer Yunus Boyraz auf 14 Akteure zurückgreifen. Jannis Schliesing eröffnete nach 92 Sekunden den Torreigen gegen die Heidestädter. Bis zum 3:3 (6.) hielt Soltau mit, doch dann verschärften die Göttinger Südstädter merklich das Tempo und fuhren über 7:3 (11.), 10:4 (17) und 20:7 (30.) zur Pause einen schon uneinholbaren Vorsprung ein. Während das Torfestival fast um Minutentakt nie Langweile aufkommen ließ, rückte Rainer Schmidt seine Keeper-Qualitäten mit beeindruckenden Paraden ins rechte Licht.

Der Handball-Verbandsligist MTV Geismar hat sich am 13. Spieltag in einen wahren Rausch gespielt. Mit einem deutlichen 40:17 (20:7) gegen den Oberliga-Absteiger MTV Soltau haben die Göttinger Südstädter mit dem siebten Saisonsieg ihren Heimnimbus gewahrt.

Auch im zweiten Durchgang drängte der MTV Geismar den Oberliga-Absteiger aus der Lüneburger Heide zusehends in die Rolle eines gelehrigen Schülers. Über 24:7 (35.) und 34:11 (50.) raste der MTV-Express im ICE-Tempo fast unaufhaltsam seinem Ziel entgegen.

Der MTV-Vorsitzender Erwin Heil sprach „von einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Wir haben den Schwung aus dem jüngsten Auswärtssieg in das erste Heimspiel des neuen Jahres mitgenommen.“ Klar, dass auch Trainer Boyraz in die Lobeshymnen einstimmte: „Das Team hat einen guten Lauf. Bei uns hat einfach alles gestimmt. Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“

MTV-Tore: Nörtemann (12/4), Kempernolte (5), Kaufmann (4), Rohde, Schliesing (je 3), Achsel, Kupsch, Kusterer, Reitz, Tiepner, Teune (je 2), Versemann (1)

Von Ferdinand Jacksch

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