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Regional Sportliches Feuerwerk in der Gothaer Night
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10:18 27.05.2018
Burgturnier 2018, König-Trophy Quelle: Swen Pförtner
Nörten-Hardenberg

Er hat wieder gezeigt, dass er es kann: Der Ire Denis Lynch, Gewinner der Goldenen Peitsche 2014 und 2015 und damit einer der nur drei Reiter, die die Trophäe mit nach Hause nehmen durften, hat am Sonnabendabend die Gothaer Trophy gewonnen. Das Weltranglistenspringen mit 1,45-Meter-Hindernissen gilt als eines der Highlights des Hardenberger Burgturniers.

Gothaer Trophy

Dabei hatte Lynch es als schnellster Vierfehlerritt mit Pferd Caruso nur gerade so noch mit in die Siegerrunde geschafft – einer Runde, in der die besten zehn Paare aus dem Umlauf, mindestens aber alle Nullfehlerritte, nochmal in einem neuen Parcours gegeneinander antreten. Neun fehlerfreie Ritte gab es im Umlauf, als schnellster Vierfehlerreiter musste Lynch als Erster in der Siegerrunde starten. Und legte eine Zeit vor, die einfach nicht mehr zu schlagen war.

Er war bereits der zweite Sieger der Gothaer Night, die traditionell mit der König Trophy, einer Internationalen Springprüfung der Klasse S für siebenjährige Nachwuchspferde, eröffnet wird. Ob der Parcours hier zu leicht oder die Nachwuchspferde einfach zu gut waren, darüber lässt sich streiten: Jedenfalls schafften es von den 30 Startern ganze 13 in das Stechen. Normalerweise peilten die Parcourschefs an, dass ein Viertel des Starterfelds fehlerfrei bleibe und so in das Stechen dürfe, wie der Parcourschef des Burgturniers, Frank Rothenberger, in einem Interview erklärte.

König Trophy

Da hieß es dann im Stechen ebenfalls fehlerfrei bleiben und vor allem schnell sein. Das schaffte Tim Rieskamp-Goedeking mit seinem niederländisch gezogenen Wallach Special Envoy. „Das schwerste war heute im Stechen zu bestehen und bei den vielen Nullfehlerritten der schnellste zu sein“, sagte der Sieger. „Hier und da ein paar Galoppsprünge einsparen, enge Wendungen, dann klappt das schon“, sprach er über sein Vorgehen – dass es geklappt hat, konnten die Zuschauer auf den vollen Rängen in dieser lauen Sommernacht selbst sehen.

Unterbrochen wurden die beiden Prüfungen durch ein Showprogramm, das in diesem Jahr vor allem auf die vertrauensvolle Kommunikation mit dem Pferd setzte. Die 22-jährige Sportstudentin Lisa Röckener zeigte mit ihrem erst sechsjährigen Vite Valoo, mit dem sie auch erfolgreich im Vielseitigkeitssport unterwegs ist, was alles möglich ist. Ganz ohne Zaumzeug ritt sie nicht nur in ihrem weißen Tüllkleid durch die Bahn, sondern sprang auch über Sprünge, ließ ihr Pferd steigen, sich hinlegen und wieder aufstehen.

Ihren Bruder hat sie mit ihren Shows auch schon angesteckt: Der zeigte zuvor mit einem kleinen schwarzen Pony verschiedene Übungen am Boden. Nicht nur die Seitengänge und dass das Pony seinem Herrchen so lieb hinterher galoppierte, brachten das Publikum zum Applaudieren – auch der Niedlichkeitsfaktor spielte eine große Rolle.

Show-Programm

Ein bisschen Nordseeküste auf den Hardenberg brachten anschließend die Wellenreiter um Ina Krüger-Oesert. Auf einem riesigen blauen Tuch, das durch Helfer an den Seiten wellenförmig in Bewegung gebracht wurde, zeigten sie ihre Tricks.

Wem dieses Feuerwerk aus Hochleistungssport und Show noch nicht reichte, bekam ein echtes hinterher: Nach Mitternacht wurde die Arena am Fuße des Hardenbergs nochmal richtig voll. Statt Pferden und Hindernissen durften nun alle Zuschauer in die Bahn, um zu bestaunen, was die Hardenberger Pyrotechniker sich zum 40-jährigen Jubiläum des Turniers ausgedacht hatten. Nach einer musikalischen Einleitung durch die Percussion-Band Drum Stars waren alle Blicke auf die Burgruine gerichtet: Bunte Knalleffekte, Goldregen, der die Burgmauern hinunterzutropfen scheint, und ein leuchtender Keilerkopf. Ein strahlendes Ende dieser Gothaer Night.

Weitere Ergebnisse:

König Trophy:

2. Sören Pedersen (Dänemark) mit Tailormade Diarca PS

3. Toni Haßmann (Deutschland) mit Pepita Con Spita

4. Tobias Meyer (Deutschland) mit Stargold

5. Johannes Ehning (Deutschland) mit Marseille 7

Gothaer Trophy:

2. Michael Hughes (USA) mit F

3. Tobias Meyer (Deutschland) mit C.D.2

4. Johannes Ehning (Deutschland) mit Con Pleasure

5. Werner Muff (Schweiz) mit Pollendr

Von Hannah Scheiwe

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