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Great Barrier Run zieht Tausende zum Uni-Sportzentrum

Extrem-Hindernislauf Great Barrier Run zieht Tausende zum Uni-Sportzentrum

„Das war eine fantastische Erfahrung. Es war mein erster Hindernislauf. Ich habe mich gefühlt wie ein kleines Kind. Wenn wir früher draußen mit den Freunden unterwegs waren, dann war uns auch egal, wie wir hinterher aussehen“, sagt Frank Reese.

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Hindernisse aller Art fordern die Teilnehmer.

Quelle: Arne Bänsch

Göttingen. Wie alle anderen Finisher der 2000 „Great Barrier Run“ (GBR)-Teilnehmer ist sein Sport-Dress triefend nass und von Schlamm und Sand gesprenkelt. Der Göttinger, der sich sonst beim Triathlon alleine über verschiedene Distanzen quält, war besonders vom Team-Gedanke des Göttinger Extrem-Hindernislaufs begeistert. „Einige der Hindernisse hätte ich ohne Hilfe gar nicht geschafft. Da kommen aber auch die verschiedenen Charaktere zum Vorschein. Während viele Hilfestellungen geben, gibt es aber auch jene, die einen am Hindernis noch zur Seite schieben, um zu überholen“, sagt Reese.

Doch die eindeutige Mehrheit der Teilnehmer will sich offensichtlich mit reichlich viel Spaß einfach mal richtig auspowern. Wie sonst lässt sich erklären, dass Schneewittchen nicht nur mit den sieben Zwergen um die Wette rennt, robbt und rutscht, sondern eben auch mit Weihnachtsmännern oder den Blues Brothers. Der Ideen-Reichtum der oftmals kostümiert an den Start gehenden Teams ist grenzenlos.

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Tausende Sportler sind beim Great Barrier Run 2017 beim Uni-Sportzentrum auf die Strecke gegangen.

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Ganz nah an die eigenen Grenzen sind die Läufer jedoch an den 21 zu bewältigenden Hindernissen gebracht worden. Die mussten überwunden werden, wenn die Fünf-Kilometer-Strecke in Angriff genommen worden war. Der Rundkurs konnte jedoch auch zweimal oder dreimal absolviert werden. „Ich war ganz schön erschrocken, wie anstrengend das ist. Zwischendurch ist meine Pumpe schon ganz schön gegangen, und dabei bin ich sehr gut trainiert“, sagt Frieder Uflacker. Das Göttinger Radsport-Ass hat erstmals einen Hindernislauf absolviert. „Ich kann das aber wirklich jedem nur empfehlen. Das hier ist super organisiert und macht mächtig viel Spaß. Ein wenig Training ist im Vorfeld aber nötig“, sagt Uflacker.

Pünktlich um 10 Uhr waren die ersten 50 Teilnehmer auf die Strecken geschickt worden. Bis um 15 Uhr folgten 1950 weitere waghalsige Lauf-Enthusiasten, die den Göttinger Extrem-Hindernislauf am Uni-Sportzentrum in 50er-Startblöcken in Angriff nahmen. Eine erste Prüfung hatte das Moderatoren-Duo Nils Leunig/Jan Fragel in der sogenannten Warmup Area für die Teilnehmer parat. Leunig, Trainer der U19-Niedersachsenliga-Fußballer des 1. SC 05, gab den Drill-Instructor und brachte die Gruppen mit Knie-Hebe-Übungen und Liegestütz zum Anschwitzen. Mit einem lautstarken AHU-Schlachtruf – unter anderem bekannt aus dem Sparta-Epos 300 – machten sich die Startblöcke dann zum Start auf.

GoPro immer dabei

Der GBR ist jedoch weit mehr als eine Laufveranstaltung. Eine riesige Food-Meile und ein Biergarten luden zum Verweilen ein. Das Gelände des Uni-Sportzentrums am Sprangerweg war gefüllt mit Familien und Freunden der Läufer. Für zahlreiche Teilnehmer ist der Hindernislauf ein Event, bei dem es gilt, sich passend zu inszenieren. Das Triumph-Foto auf dem letzten Hindernis, beim Zieleinlauf oder auf der extra zur Verfügung gestellten Tribüne im Zielbereich ist eine Selbstverständlichkeit. Gefühlt klickten und blitzten mehr Kameras auf, als es Teilnehmer auf der Strecke gab. Die Go-Pro am Kopf oder vor der Brust gehörte bei vielen Startern wie selbstverständlich zum Outfit. Und auch der oft als Deppen-Zepter verschrieene Selfie-Stick kam allgegenwärtig ganz selbstverständlich zum Einsatz.

„Wir sind total happy. Alles hat wunderbar gepasst. Dieses Jahr hat sogar das Wetter mitgespielt. Ich sehe nur schmutzige, aber dafür extrem glückliche Gesichter hier oben“, resümierte Mischa Lumme. Dabei strahlte der Cheforganisator des vom Hochschulsport der Georg-August-Universität ausgerichteten Hindernislaufs mit der Sonne um die Wette. Mit 2000 Teilnehmern sieht er trotz einer enorm fordernden Vorbereitung die Teilnehmerzahl des GBR noch nicht an der oberen Grenze. „Beim Universitätssporttag haben wir 8000 Menschen hier oben. Wir wollen uns langsam an das bestmögliche Optimum heranarbeiten“, sagte Lumme. Klingt danach, dass am 15. September 2018 ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt werden wird.

 

Von Mark Bambey

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