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Regional HF Springe zeichnet sich durch hohe Spielkultur aus
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19:47 03.12.2009
Jubelstimmung: Im Oktober 2007 hatten die Jahner die Handballfreunde Springe letztmals zu Gast. Damals gewannen sie das Oberliga-Punktspiel mit 32:25. Ob sie sich wieder freuen dürfen, hängt nicht zuletzt von Torwart Christian Wedemeyer (r.) ab. Quelle: Tietzek
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Freudensprünge gab es im Frühjahr in Springe auf halber Strecke zwischen Hannover und Hameln: „Der Meister kommt vom Deister“, war bereits im Mai auf dem T-Shirt zu lesen, das rund um den Titelgewinn auch Mäzen Peter Othmer voller Stolz trug.
Namhafte Verstärkungen
Die Erfolgsgeschichte des niedersächsischen Champions zeichnete sich vor über einem Jahr ab, als Othmer & Co. vom Zweitligisten Eintracht Hildesheim Ex-Nationalspieler Sven Lakenmacher (39) holten. Ihm folgte aus der Domstadt der Zwei-Meter-Riese Viatcheslav Gorpishin, 270-facher russischer Nationalspieler. Als Trainer wurde zu Beginn der Saison 2008/09 Danilo Loncovic verpflichtet, der einst Vizemeister mit dem VfL Hameln war. Doch vom Serben trennten sich die Springer nach der Meisterschaft – nach Vereinsangaben wegen unterschiedlicher Vorstellungen. Dafür wurden die Handballfreunde rasch mit dem neuen Spielertrainer Lakenmacher einig.

Den neuformierten HF-Kader hat Loncovic aber noch selbst zusammengestellt. „Ich habe die ganze Saisonplanung noch gemacht, und die Truppe ist gut“, bekräftigt der Handball-Lehrer, der jetzt den abstiegsgefährdeten Verbandsligisten TSG Emmerthal übernommen hat. Dort erwarte ihn viel Arbeit – ebenso wie den TV Jahn im Heimspiel gegen seine bisherige Mannschaft, sagt Loncovic voraus: „Duderstadt muss schon eine starke defensive Leistung bringen.“

„Lonco“ lotste für das Regionalliga-Unternehmen mit Daniel Deutsch einen weiteren echten Torjäger nach Springe. Deutsch, der wie Fabian Hinz vom Erstliga-Neuling TSV Burgdorf wechselte, ist bislang mit 90 Treffern noch vor Lakenmacher (84) der beste Werfer des Aufsteigers. Außerdem kamen Milan Djuric vom West-Regionalligisten TuS Spenge und Thorben Kanngießer aus der A-Jugend des TSV Anderten an den Deister – und zudem mit Andreas Stange ein weiterer Hildesheimer und zugleich äußerst starker Schlussmann.

Das Duell der Torhüter, vermutet Loncovic, werde im morgigen Match besondere Bedeutung besitzen: „Zwischen Stange und Christian Wedemeyer kann sich das ganze Spiel entscheiden.“ Außerdem hänge viel davon ab, welches Team mehr Ballgewinne verzeichnen und mehr Tempogegenstöße erfolgreich abschließen werde.

Neuzugang Bätjer verletzt

Dass Loncovic dem HF-Aufgebot „hohe Spielkultur“ bescheinigen kann, liegt auch an einem Neuzugang, der erst nach dem Ausscheiden des Meistertrainers dazu stieß. Aus Rosdorf kam Anfang November der Ex-Hildesheimer Jürgen Bätjer. Der 33-jährige Kreisläufer erlitt bei seinem ersten Einsatz in Bremervörde einen Innenbandriss im Knie und wird auch in Duderstadt fehlen. Bätjers Ausfall veranlasste Springes Jungmanager Dennis Melching dazu, für einige Zeit selbst das Trikot überzustreifen, um mit Gorpishin den Mittelblock zu bilden.

Als Saisonziel hat Melching einen einstelligen Tabellenplatz ausgegeben, den seine Sieben als Achter auch einnimmt. Der Rückstand auf den TV Jahn beträgt nur zwei Punkte: „Das unterstreicht die Ausgeglichenheit der Liga“, meint Lakenmacher, der nach dem 30:27-Heimsieg über die HSG Barnstorf-Diepholz jetzt auch in Duderstadt etwas reißen will.

Von Ferdinand Jacksch und Michael Bohl

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