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HG Rosdorf-Grone ergibt sich in ihr Schicksal

Handball-Oberliga HG Rosdorf-Grone ergibt sich in ihr Schicksal

Die Handball-Oberligisten HG Rosdorf-Grone mussten im Kampf gegen den Abstieg eine auch in der Höhe deprimierende 21:39 (6:21)-Niederlage gegen den souveränen Spitzenreiter TS Großburgwedel einstecken.

Dabei fand zumindest die erste Halbzeit so gut wie ohne die HG statt. Sie gab erstmals nach zwölf Minuten durch das Tor zum 1:9 durch Linksaußen Aaron Frölich ein Lebenszeichen von sich. „Das war mehr als eine Katastrophe“, stand nicht nur Trainer Mirko Jaissle kopfschüttelnd am Rande des Geschehens. In der braven Rolle der gelehrigen Schüler boten seine hilflosen Schützlinge dem Spitzenreiter um den Isländer Heidmar Felixson und den Litauer Robertas Pauzuolis eine bessere Trainingseinheit an.

„Da war alles viel einfacher als erwartet. Wir haben vorne doch nichts Besonderes gemacht und hinten nur gut in der 6:0-Deckung gestanden“, bemerkte der sportliche Leiter der TSG, Mirco Hollstein, nach 30 Minuten. Bis dahin hatte sich die HG ohne die studienbedingt verhinderten Gerrit Kupzog und Sebastian Flechter schon ihrem Schicksal fast kampflos ergeben: „Ich kann es mir einfach nicht so richtig erklären“, stand Trainer Jaissle dem Debakel fast hilflos gegenüber. Völlig mutlos, fehlendes Zweikampfverhalten und ohne jegliche Durchsetzungskraft lieferte sich die HG als Spielball des Spitzenreiters aus.

Zwar lief es im zweiten Durchgang etwas besser – „nur“ 18:15 für den Gast – doch die Ergebniskosmetik täuschte nicht über großen Schwächen der HG hinweg. Kein Wunder: „Wir haben einfach keinen Zug nach vorne gehabt“, fehlten im Nachhinein auch HG-Rückraumspieler Niklas Stöber auch fast die Worte: „Wir müssen jetzt daran arbeiten, dass sich so etwas nicht wiederholt.“ Der ebenfalls aus der A-Jugend der HG entwachsene Marlon Krebs suchte bereits nach Auswegen: „Wir kämpfen bis zum Schluss. Ich bin immer noch davon überzeugt, dass wir die Klasse schaffen.“ Mit Marcus Wuttke war ein alter Bekannter zu Besuch, der sich nach reiflicher Überlegung gegen einen Einsatz entschied: „Ich habe nach drei Monaten keine Bindung mehr zur Mannschaft. Außerdem müssen die Leute, die jetzt trainieren, den Karren aus dem Dreck ziehen.“

In dieser Situation fällt auch dem stellvertretenden HG-Vorsitzende Rainer Mündemann kein Allheilmittel ein. „Ich glaube zwar weiterhin an die Mannschaft. Im Moment sehe ich aber noch nicht, wie sie aus dem Tal wieder herauskommt.“ Und so reist die HG mit der vierten Niederlage in Folge, der 13. insgesamt, am kommenden Sonntag zur TSV Burgdorf II.
HG: Büthe, Grundmeier – Falke (1), Herbold (2), Bohnhoff, Frölich (7), Gerstmann, Schulz (6/2), Melle, Krebs (2), Osei-Bonsu (3), Stöber, Ziske.

Von Ferdinand Jacksch

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