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HSG Plesse-Hardenberg unterliegt Badenstedt klar

Frauenhandball-Oberliga HSG Plesse-Hardenberg unterliegt Badenstedt klar

Auch wenn es mit einer Niederlage zu Ende geht, kann die HSG Plesse-Hardenberg stolz auf ihr erstes Halbjahr in der Handball-Oberliga zurückblicken und überwintert als Vierter. Gegen die HSG Badenstedt waren die Damen aber chancenlos und kassierten mit 25:33 (13:17) die zweite Heimniederlage der Saison.

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Stark: Plesses Lisa Sander (r.) erzielt eines ihrer acht Tore gegen Badenstedts Kathrin Pichlmeier.

Quelle: Pförtner

Bovenden. Mit reichlich Vorschusslorbeeren war Badenstedt nach Bovenden gekommen. Sie wurden zurecht verliehen, wie die Gäste schnell unter Beweis stellten.  Schon die Startphase gehörte den Gästen, die ein 3:0 vorlegten, noch bevor der Minutenzeiger dreimal rum war. Mit ihrem ersten von insgesamt acht Treffern eröffnete Lisa Sander dann den Torreigen der HSG, die in der Folge mutig mitspielte. Zwar behauptete Badenstedt stets eine knappe Führung (5:3, 8:6), doch das Team von Trainer Artur Mikolajczyk blieb dran.

Nach 17 Minuten bot sich gar die Gelegenheit zum Ausgleich, doch Sanders Tor zum 9:9 wurde wegen Betretens des Kreises abgepfiffen. Im Gegenzug traf Jugendnationalspielerin Saskia Rast zum 10:8, und die Gäste bekamen wieder Oberwasser. Plesse-Hardenberg lief sich ein ums andere Mal in den schnellen Abwehrbeinen der Hannoveranerinnen fest, offenbarte selbst das ein oder andere Defensivproblem. „In den 1:1-Situationen waren wir nicht konsequent genug, besonders gegen die Außenangreifer“, monierte Mikolajczyk.

Sowohl Anja Becker auf links als auch Franziska Lath auf der rechten Seite spielten vorne solide, hatten gegen ihre quirligen Gegenspielerinnen defensiv aber oft das Nachsehen. So wuchs der Rückstand der Burgfrauen an (10:14, 24.), die wenig später Glück hatten, dass Sander für eine ungestüme Abwehraktion nur eine Zeitstrafe bekam. Das Schiedsrichtergespann hätte durchaus auch Rot ziehen können. Ihr Ausscheiden hätte bei Mikolajczyk wohl einige Sorgenfalten hervorgerufen. „Durch die Verletzungen fehlen uns Alternativen, auch wenn die angeschlagenen Spielerinnen sich mit vollem Einsatz zur Verfügung stellen“, sagte der Trainer.

Doch noch reichten die Kräfte der Heimsieben, die mit neuem Schwung aus der Pause kam, und in nur fünf Minuten auf 18:19 verkürzte. „Dann sind wir in Überzahl, schließen aber zu schnell ab. Da fehlt uns die Cleverness“, gestand Mikolajczyk angesichts der Tatsache, dass seine Spielerinnen immer hektischer wurden. Das nutzte Badenstedt in beeindruckender Weise aus, zehn Minuten später war der Vorsprung der Gäste auf 27:19 angewachsen.

„Wir müssen anerkennen, dass Badenstedt besser war“, so der Pole. „Wir können aber mit unserer Einstellung zufrieden sein, haben uns nicht aufgegeben, immer weiter gekämpft.“ Das honorierten auch die zahlreichen Zuschauer mit wohlwollendem Applaus. Badenstedt erfreute seine mitgereisten Fans und die neutralen Beobachter mit tollen Szenen, wie dem Einlaufen beider Außenspieler in Unterzahl oder den tollen Rückraumtoren der erst 16-jährigen Kathrin Pichlmeier. Und so waren am Ende wohl alle zufrieden.

HSG: Bühn, Teuchert – Sander (8 Tore), Lapschies (6/5 Siebenmeter), Rettberg (4), Lath (3), Becker (3), Reimann (1), Herale, Strahlke, Nustede, Dötsch.

Von Denise Kricheldorf-Mai

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