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Regional HSG Plesse-Hardenberg unterliegt Fritzlar und bleibt Schlusslicht
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17:54 14.01.2018
Isabel Marienfeld von der HSG Plesse-Hardenberg (Mitte) versucht sich in dieser Szene gegen Lorena Lorenz (links) und Xenia Ahrend durchzusetzen. Quelle: Bänsch
Göttingen

„Ich weiß nicht, ob ich mich freuen oder mich ärgern soll“, tat sich Trainer Tim Becker schwer, das Spiel einzuordnen. „Es war viel Licht, aber auch viel Schatten.“ Am Anfang gab es eher Licht: In einer zähen Anfangsphase führte die HSG nach einem erfolgreichen Gegenstoß von Celina Kunze mit 3:2. Carolin Menn hatte bereits ihren ersten Siebenmeter pariert, die Abwehr arbeitete aggressiv. Fehler gab es allerdings in der Offensive, sodass ein höherer Vorsprung vergeben wurde. So kam Fritzlar, das von der Form der vergangenen Jahre weit entfernt ist, zurück ins Spiel und zog dank schneller Gegenstöße und schnellem Passspiel davon (6:3, 11:5).

Während die Gäste nun ihre Klasse ansatzweise zeigten, gab es bei der Heimsieben Schatten. Aus dem Rückraum kam zu wenig, über den Kreis ging kaum etwas, die Außen wurden selten mit eingebunden. Einzig Alena Breiding, die in der kommende Saison für den Zweitligisten SG Kirchhof 09 spielen wird, war jetzt ein Lichtblick. Mit einem abgefangenen Gegenstoß, einem Schlagwurf aus der Mitte und einem Tor in Unterzahl hielt sie ihr Team im Spiel. Ihre Auswechslung drei Minuten vor dem Pausenpfiff sorgte dann für Unmut auf den Rängen.

HSG Plesse-Hardenberg – SV Germania Fritzlar

Der Pausenstand von 7:12 gab Stoff zum diskutieren, ob in diesem Spiel noch etwas geht. Tim Becker trauerte etwas dem zu schnell hergegebenen Vorsprung nach. „Einen Rückstand holst du gegen Fritzlar nicht auf“, so der Trainer.

Aufgeben stand für die HSG aber nicht zur Debatte. Ein verwandelter Siebenmeter von Meike Rombach, zwei Tore von Marilena Henne über die Rechtsaußenposition, und schon war die Heimsieben wieder im Spiel (10:13, 37.). Und es war sogar mehr möglich: Erst traf Isabel Marienfeld nur den Pfosten, dann, nach einer weiteren Parade von Menn, vertändelte die glücklose Charlotte Schob den Ball. Vier Minuten später hatte Fritzlar den Vorsprung auf sechs Treffer erhöht.

Es war ein Auf und Ab, gute Phasen und schlechte Phasen wechselten sich ab. Beim 14:20 (50.) war die Partie scheinbar entschieden, beim 18:21 (55.) keimte wieder Hoffnung auf. „Für die Wende machen wir aber zu viele Eigenfehler“, erklärte Becker nach dem Spiel. In dieser Phase war es einmal die Abwehr, die in Überzahl ein Kreisanspiel nicht verhindern konnte, und Rombach, die einen Siebenmeter nicht verwandelte. Auf der Gegenseite machte es Duknauskaite besser, und das Spiel war entschieden. „Ich bin wirklich zwiegespalten. Mit so einer Leistung gewinnen wir gegen unsere Konkurrenten im Abstiegskampf. Es sind Kleinigkeiten, über die ich mich ärgere“, so der Trainer.

Fehlende Geschwindigkeit, überhastete Abschlüsse und Passivität in der Deckung stehen einem guten Überzahlspiel, einer aggressiven Abwehr und einem guten Torwartspiel gegenüber.

Alles in allem war der Gesamteindruck eher negativ, was aber nur bedingt an der HSG lag: Auch Fritzlar spielte sehr fehlerhaft, und auch die nicht vorhandene Linie des jungen Schiedsrichtergespanns aus Wiesbaden und Offenbach trug zum schwachen Spiel bei. Nun hat die HSG zwei Wochen Zeit, die Eigenfehler zu minimieren. Dann muss der Aufsteiger in Chemnitz antreten, einem direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. – HSG: Menn, Röhrs – Breiding (4), Rombach (4/2), Henne (3), Marienfeld (2), Loest (2), Kunze (2), Hille (1), Strahlke (1), Hemke, Schob, Herale.

Von Denise Kricheldorf-Mai

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