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Regional Hamburgerinnen zerschellen am Abwehrbollwerk
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22:21 29.11.2009
Abgehängt: Hamburgs Spielmacherin Sükren Gencay (rechts) kommt zu spät, um den Korbleger von BG-Spielertrainerin Jennifer Kerns zu verhindern. Quelle: Heller
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„Wir hatten befürchtet, dass wir gegen die erfahrenen Hamburgerinnen Lehrgeld zahlen müssten, aber unsere junge Mannschaft hat die Aufgabe hervorragend bewältigt“, freute sich Bettina Bode, die als beste Werferin (20 Punkte) und Rebounderin (17) aus dem kompakten Göttinger Team herausragte. „Betty hat einen prima Job gemacht. Dafür, dass sie nur zweimal in der Woche mittrainieren kann, spielt sie unglaublich“, strich auch Kerns die Leistung der Centerin heraus.

„Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Es war das Duell jung gegen alt, und die Dynamik und der Elan der Jungen haben gewonnen“, strahlte die Spielertrainerin, die sich immer dann einwechselte, wenn die Konzentration im BG-Spiel nachließ, um ihm – stets erfolgreich – wieder Struktur und Durchschlagskraft zu verleihen. Knapp drei Minuten brauchten die Gastgeberinnen, um den Respekt vor den routinierten Hanseatinnen abzulegen und mit einem 8:0-Lauf von 1:3 (2.) auf 9:3 (5.) wegzuziehen. Dank engagierter, teilweise exzellenter Defensivarbeit, mit der sie die Angriffsbemühungen der Gäste schon im Keim erstickten, bauten die Veilchen ihren Vorsprung bis auf 29:15 (18.) aus, obwohl sie sich im Abschluss etliche Schnitzer erlaubten, oftmals völlig unbedrängt einfache Korbleger versiebten und nur sieben von 18 Freiwürfen trafen.

„Von Woche zu Woche besser“

„Wir haben in den letzten Wochen viel Arbeit in die Defensive investiert und hier einen großen Schritt nach vorne gemacht. In der Offensive müssen wir uns allerdings noch steigern und konzentrierter zu Werke gehen“, stellte Kerns klar. „Aber wir werden von Woche zu Woche besser.“ Gegen die Hamburgerinnen, die im zweiten Viertel acht Minuten brauchten, um die ersten Punkte aus dem Feld zu erzielen, reichte die starke Abwehr- und Reboundleistung, dass der Sieg der BG nie in Gefahr geriet.

Bis auf 21 Punkte (54:33; 30.)wuchs der Vorsprung – durch einen Dreier der 17-jährigen Hannah Hemmerlein. Wie sie treten auch die anderen Nachwuchsspielerinnen zunehmend selbstbewusster auf und begeistern mit nie erlahmender Kampfkraft. Erst im letzten Viertel schalteten die Veilchen angesichts der deutlichen Führung in der Abwehr einen Gang zurück und erlaubten den Gästen, das Resultat ein wenig erträglicher zu gestalten.

BG: Kerns (3), Schoen (7/1 Dreier), Pilz (2), Hemmerlein (3/1), Dettbarn (10), Münder, Medina Escolano (2), Krumm (14/1), Bode (20/17 Rebounds), Lücken (2), Klimek.

Von Michael Geisendorf

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