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Handball-Oberliga: Derby zwischen TV Jahn Duderstadt und Northeimer HC

Abwehrschlacht Handball-Oberliga: Derby zwischen TV Jahn Duderstadt und Northeimer HC

Zu einer gemütlichen Kaffeestunde stellt man sich im Regelfall ruhige, dezente Musik vor. Das war am Sonnabend im Vorfeld des Derbys zwischen Gastgeber TV Jahn Duderstadt und dem Northeimer HC ganz anders.

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Hart attackiert: Duderstadts Grazyvdas Sereicikas (am Ball) muss sich gegen den Northeimer Kai Kühn (l.) zur Wehr setzen.

Quelle: Pförtner

Duderstadt. Kaffee gab es für die Eichsfelder, aber ruhige Musik – Fehlanzeige. „T.N.T. I‘m dynamite. T.N.T. and I‘ll will win the Fight“ von AC/DC schickte Duderstadts Trainer Frank Mai seinen Jungs auf die Ohren, visuell unterlegt mit gelungenen Szenen aus vergangenen Spielen.

Zum Sieg reichte es für die Jahner beim 22:22 (9:12) vor 450 Zuschauern nicht ganz, aber das Unentschieden war gefühlt ein Erfolg gegen die aufstiegswilligen Mannen aus der Northeimer Kreisstadt, die drei Spieltage vor Saisonende in ihren Bemühungen zurückgeworfen wurden.

Dementsprechend sauer war NHC-Coach Carsten Barnkothe,  der im Kabinengang schimpfte wie ein Rohrspatz, dabei vor allem das Schiedsrichtergespann Christian Petersen/Cord Mägde aus Winsen im Visier hatte. „Die Schiedsrichter waren heute Duderstädter“, war Northeims Torhüter, Marc-Oliver Wode, früher selbst im Eichsfeld aktiv, der gleichen Ansicht wie sein Trainer.

Im Gegensatz zu Jahn-Coach Frank Mai. „Wir haben heute gegen neun Northeimer gespielt“, lautete sein Eindruck. Egal, wer von den Protagonisten letztlich recht haben sollte. Fest steht: Das Gespann hatte nicht einen seiner Glanztage erwischt, nahm dem spannungsgeladenen Match fast komplett den Spielfluss.

Mehr als nur Prestige

Bereits in der Anfangsphase war ganz deutlich zu spüren, unter welchen Anspannung beide Mannschaften standen. Wobei es für die Northeimer natürlich um viel mehr ging als nur ums Prestige. Sie wollten dieses Spiel gewinnen, waren bereit, dafür alles zu riskieren. Wobei alles nach dem Geschmack der Duderstädter ein wenig zu viel war.

Bis zur 20. Minute blieb es relativ friedlich auf der Tribüne. Als dann allerdings Jahn-Keeper Christian Wedemeyer-Kuhlenkamp, der eine überragende Leistung zeigte, unter anderem vier Siebenmeter hielt, von NHC-Rückraumriese Kai Effler gefoult wurde, da kochten die Emotionen das erste Mal hoch.

Fortan gehörte Effler für das heimische Publikum nicht mehr zu den Sympathieträgern im Gäste-Team. Was ihn allerdings völlig unbeeindruckt ließ, er weiter zuverlässig wie ein Uhrwerk seine Treffer erzielte.

Dies änderte sich allerdings ab der 45. Minute. Jahn-Coach Frank Mai ließ den hochgewachsenen Northeimer durch Benjamin Artmann in Manndeckung nehmen („vielleicht hätte ich es schon eher machen sollen, aber ich hatte Angst, dass Northeim uns im Fünf-gegen-Fünf mit Leuten wie Seekamp und Falkenhain erschießt“).

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Duderstädter noch mit 17:19 zurück. Doch die Maßnahme zog hundertprozentig, Effler warf bis zur Schlusssirene nicht ein Tor mehr.

"Eine sehr gute Moral gezeigt“

Und die Duderstädter hatten sogar noch die Chance, das Spiel für sich zu entscheiden. Nicht zuletzt deswegen, weil Janis Grisanovs endlich traf und seinen Frust vergessen zu haben schien. Frust, der nur zu verständlich war, denn der Rückraumschütze musste an diesem Abend extrem viel einstecken.

Die Fouls gegen ihn wurden allerdings in den seltensten Fällen geahndet. Letztlich behielt Grisanovs die Nerven, markierte per Siebenmeter wenige Sekunden vor dem Ende das umjubelte 22:22.

Feiern lassen durfte sich auch Valentin Grolig. Der Nachwuchsspieler bot auf der rechten Rückraumposition eine bemerkenswerte Leistung. Er traute sich ganz viel zu und warf sechs blitzsaubere Tore aus dem Rückraum. „Die Mannschaft hat heute eine sehr gute Moral gezeigt“, lobte Frank Mai seine Jungs.

Die auch Jahn-Manager Ekkehard Loest natürlich anerkannte, dennoch war er nicht ganz zufrieden. „Ich wollte unbedingt gewinnen“, so sein Kommentar.

TV Jahn: Wedemeyer-Kuhlenkamp – N. Grolig (2), V. Grolig (6), Artmann, Loest, Sereicikas (2), Grisanovs (3/1), Swoboda, Müller, Heim (7), Nass (2). – Stationen: 2:2 (4.), 3:4 (11.), 6:8 (16.), 8:8 (19.), 9:12 (30./Halbzeit) – 14:17 (40.), 16:17 (43.), 19:19 (53.), 20:21 (57.), 22:22 (60./Endstand).

Von Vicki Schwarze

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