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Regional Brandes gesteht Fehler ein
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20:20 16.01.2017
Auch Marcel Effenberger konnte das 27:28 gegen Schaumburg-Nord nicht verhindern. Quelle: Arne Baensch
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Duderstadt

Die Niederlage an sich war kein Beinbruch, die Art und Weise ihres Zustandekommens ließ die Fans aber schon ein wenig ratlos zurück. Von der ersten Minute an war zu spüren, der Funke wollte nicht so richtig überspringen. Dabei gehört das Publikum in der Duderstädter Halle „Auf der Klappe“ nicht zu den leisesten der Liga. Die Mannschaft wirkte verunsichert, teilweise wie gelähmt. Nur so ist es zu erklären, dass selbst den Routiniers im Team ganz wenig gelang.

Und es schien auch, als sollte es niemanden geben, der diesen Dornröschenschlaf ganz schnell beenden könnte. Selbst Trainer Thomas Brandes, auch nicht gerade der Zurückhaltendste seiner Zunft, wirkte ratlos. Sein Gesichtsausdruck dokumentierte phasenweise Ungläubigkeit, gepaart mit ein klein wenig Resignation.

„Ich denke, wir haben in der ersten Halbzeit keinen Zugriff gehabt. Dabei wussten wir, dass Schaumburg viel über den Kreis macht“, sagte der Jahn-Coach. Er ließ in der Anfangsphase eine 5:1-Deckung spielen. „Ich hatte gedacht, dass das richtig war“, gab der Trainer zu und fügte selbstkritisch an: „Ich habe den Fehler gemacht. Ich hätte der Mannschaft mit einer 6:0-Deckung die nötige Sicherheit geben müssen.“

Sicherheit hätte der Crew auch eine gute Torhüterleistung gegeben, doch die war bis weit in die zweite Halbzeit hinein nicht gegeben. „Ich habe immer gesagt, wir haben nur eine Chance, wenn jeder auf seiner Position 100 Prozent bringt“, erklärte Brandes. Doch dies war gegen die HSG nicht der Fall. Selbst Torjäger Hrvoje Batinovic konnte dem Team an diesem Tag nicht helfen. „Er war ein Totalausfall“, ging sein Coach hart mit ihm ins Gericht. Er brachte ihn nach einer schöpferischen Pause zwar noch einmal, doch „Tyson“ fand einfach keine Bindung zum Spiel. „Er hat weiter seine Fehler produziert und deswegen dann auch draußen gesessen“, erklärte Brandes.

Positiv stimmte ihn immerhin der Umstand, dass seine Truppe, wenn auch spät, Moral zeigte. „In den letzten 15 Minuten waren wir unheimlich aggressiv, da hält auch unser Torwart drei Bälle und wir kommen Zug um Zug heran. Allerdings muss man auch fairerweise sagen, dass es total unverdient gewesen wäre, wenn wir noch Unentschieden gespielt hätten. Schaumburg hat sich den Sieg redlich verdient.“

Der Blick von Brandes ist bereits wieder nach vorn gerichtet. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der nächsten Heimpartie am kommenden Sonnabend, 21. Januar, gegen die HF Helmstedt-Büddenstedt. Nach seiner Rechnung benötigen die Jahner noch vier Punkte, um den Klassenverbleib sicher zu haben. Vielleicht sind die ja bereits am Wochenende nach einem Sieg in Burgdorf und gegen die Handball-Freunde unter Dach und Fach.

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