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Regional Handball-Oberliga: TV Jahn Duderstadt verschenkt den Sieg
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00:17 17.04.2013
Nicht immer so entschlossen im Abschluss wie hier: Jahns Kreisläufer Daniel Müller (r.). Quelle: Pförtner
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Duderstadt

So war es auch gegen den MTV Großenheidorn, der sich in den letzten Sekunden beim 33:33 (14:14) einen Punkt stiebitzte, an den der Gast kaum noch geglaubt hatte, spannend bis zur Schlusssirene.

In den letzten eineinhalb Minuten überschlugen sich die Ereignisse. Mit 32:29 führten die Duderstädter, ehe drei Zwei-Minuten-Strafen in Folge (Matthias Heim, Valentin Grolig und Jan-Philipp Nass) alles auf den Kopf stellte. Zwar gelang Grazyvdas Sereicikas in Unterzahl sogar noch das 33:30, doch als sich dann drei Jahner gegen sechs Großenheidorner behaupten mussten, witterten die MTVer ihre Chance.

Nico Blanke, der zuvor noch nicht großartig in Erscheinung getreten war, verkürzte mit zwei Treffern auf 32:33. Und doch wollten die Jahn-Fans es einfach nicht glauben, dass ihnen der so sicher geglaubte Sieg doch noch durch die Finger rinnen würde. Sieben Sekunden waren noch zu spielen, die Mai-Schützlinge befanden sich in Ballbesitz, genauer gesagt, der Ball befand sich in den Händen von Sereicikas.

Völlig unverständlich der schnelle, in diesem Fall auch noch erfolglose und damit folgenschwere Abschluss des an diesem Tag enttäuschenden Rückraumspielers. Die Großenheidorner kamen in Ballbesitz und wiederum war es der sehr schnelle Nico Blanke, der seinem Team den nicht einmal so unverdienten Punkt bescherte.

"Das ist eine Frechheit"

„So einen Wurf abzugeben, das ist eine Frechheit der Mannschaft und dem Trainer gegenüber“, schäumte Frank Mai am Ende vor Wut. Für ihn fühlte sich das Unentschieden wie eine Niederlage an.

Ein Großteil seines Unmuts richtete sich auch gegen Schiedsrichtergespann Henniges/Aschendorf aus Nörten. Selbst nicht eingefleischte Jahn-Fans mussten zugeben, dass die Unparteiischen es in der Schlussphase mit ihren Zwei-Minuten-Strafen übertrieben. „Mit der Schiedsrichterleistung bin ich nicht einverstanden“, wählte Mai seine Worte angesichts seines Ärgers noch sehr vorsichtig.

Doch die Partie bestand aus mehr als der Schlussphase, und so hatte das Publikum in der ersten Hälfte eine keineswegs souveräne Heimmannschaft erlebt, die bis kurz vor der Pause, als sie den Ausgleich schaffte, stets einem Zwei- beziehungsweise Drei-Tore-Vorsprung hinterhergelaufen war.

Unkonzentriertheiten brachten die Duderstädter immer wieder aus dem Rhythmus. Den hatte auf Seiten der Großenheidorner vor allem Mittelmann Milan Djuric gefunden, der allein sechs Treffer markierte, Dreh- und Angelpunkt war. „Vielleicht hätte ich ihn in Manndeckung nehmen sollen“, hinterfragte Jahn-Coach Mai seine taktische Ausrichtung. Er tat es nicht und Djuric machte im zweiten Abschnitt das Dutzend voll.

Bei allem Frust auf Eichsfelder Seite waren die Leistung von Christian Schmidt (hielt drei Siebenmeter in Folge) zwischen den Pfosten, der den an diesem Tag glücklosen Christian Wedemeyer-Kuhlenkamp ablöste sehr erfreulich. Und auch Carlos Swoboda und Maximillian Loest harmonierten auf der rechten Seite sehr gut.

„Es geht weiter, noch ist nichts verloren“, wollte Mai schon kurz nach dem Spiel die immer noch mögliche gute Endplatzierung nicht aus den Augen verlieren.

TV Jahn: Wedemeyer-Kuhlenkamp, Schmidt – N. Grolig, V. Grolig (1), Artmann (3), Loest (4), Sereicikas (1), Grisanovs (2), Swoboda (5), Müller (5), Heim (3), Knöchel (5/3), Nass (4).

Beste Werfer Großenheidorn: Djuric (12), Blanke (6), Chors (5).

Stationen: 0:2 (4.), 3:5 (10.), 5:8 (14.), 9:10 (18.), 10:12 (21.), 13:13 (26.), 14:14 (30./Halbzeit) - 18:17 (38.), 20:20 (40.), 20:22 (43.), 23:23 (48.), 27:25 (53.), 31:29 (57.), 33:30 (58:56), 33:33 (60./Endstand).

Von Vicki Schwarze

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