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Handball: TV Jahn siegt gegen Titelaspirant VfL Hameln

Duderstädter präsentieren sich als Team Handball: TV Jahn siegt gegen Titelaspirant VfL Hameln

So kann es aussehen und ausgehen, wenn eine Mannschaft als Mannschaft auftritt. Mit 25:24 (13:14) bezwang Handball-Oberligist TV Jahn Duderstadt den bis dahin in der Tabelle nach Minuspunkten führenden VfL Hameln vor gut 400 Zuschauern.

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Frech und effektiv: Duderstadts Mittelmann Jan Knöchel (li.), vorn Daniel Müller (Nr. 8).

Quelle: Walliser

Duderstadt. Bis in die Haarspitzen motiviert präsentierten sich beide Teams, agierten ausgesprochen aggressiv und aufmerksam in der Abwehr.

Dies führte dazu, dass die Fans bis zur vierten Minute warten mussten, ehe der erste Treffer des Abends durch den Hamelner Oliver Glatz fiel. Es sollte bis zur 23. Minute dauern, ehe die Gäste aus der Rattenfängerstadt wieder in den Genuss einer Führung kamen. Mit 11:10 lagen die Schützlinge von VfL-Coach Sönke Koß in Front. Bis dahin lieferten sich die Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch.

Auf Seiten des TV Jahn hatte sich besonders der auf der Mittelposition frech agierende Jan Knöchel in den Vordergrund gespielt. Völlig unerschrocken setzte er den einen oder anderen wichtigen Akzent zum richtigen Zeitpunkt. Einen sehr guten Tag hatte auch Kreisläufer Daniel Müller erwischt.

Es schien, als wollte er seinem Trainer Frank Mai beweisen, dass er die unumstrittene Nummer eins auf dieser Position ist, saß doch mit dem für diese Partie reaktivierten Spielertrainer der Jahn-Reserve, Nerijus Kesilis, eine Alternative auf der Bank. Der Litauer bekam ebenfalls Einsatzzeiten, beschränkte sich aber ansonsten darauf, das Team von der Bank aus begeistert anzufeuern, lebte den Teamgeist, den der Jahn-Coach immer wieder beschwört, vor.

„Ich bin einfach nur glücklich und zufrieden. Der TV Jahn hat sich als Mannschaft präsentiert“, so Frank Mai. Anders hätte man den Gast aus Hameln allerdings auch nicht bezwingen können. Denn der Titelanwärter trumpfte besonders in der ersten Halbzeit mit einem unglaublich agilen Heiko Heemann auf, der in diesen 30 Minuten allein sechs Tore markierte.

Ihm in nichts nach stand Mittelmann Torben Höltje, der ebenfalls sechsmal traf. In dieser Phase noch nicht so in Erscheinung trat Thorben Kanngiesser auf der rechten Rückraumposition. Er hatte im zweiten Spielabschnitt seinen großen Auftritt, war von den Jahnern nicht in den Griff zu bekommen. „Mir ist es lieber, Kanngiesser wirft zehn Tore, aber wir gewinnen das Spiel“, erklärte Mai.

Letztlich waren es neun „Raketen“, die der wurfgewaltige Hamelner zündete. Doch dafür leistete der Mittelblock der Duderstädter ausgezeichnete Arbeit, so ließ er beispielsweise keinen einzigen Treffer des Kreisläufers Heiko Heemann im zweiten Abschnitt mehr zu.

Eine Schrecksekunde hatten die Duderstädter dann in der 47. Minute zu überstehen, als die Unparteiischen Matthias Heim die Rote Karte zeigten. Viele Zuschauer waren mit der Entscheidung nicht einverstanden, doch der Jahn-Coach wollte darüber nicht diskutieren. „Es war rot.“ Seine Jungs ließen sich davon aber nicht aus der Fassung bringen, verloren nicht die Linie und versuchten, den knappen Vorsprung (21:20) auszubauen. In dieser Phase fasste sich ein Spieler ein Herz, von dem man das aufgrund seines Alters nicht unbedingt erwarten kann.

Nachwuchsspieler Valentin Grolig traf in einer immer hektischer werdenden Partie zum wichtigen 23:21 (51.), war darüber hinaus immer eine verlässliche Anspielstation. Und auch Torwart Christian Wedemeyer-Kuhlenkamp zeigte jetzt, dass er  an diesem Tag den entscheidenden Tick besser war als sein Gegegnüber Frank Rosenthal, trug maßgeblich zum Sieg bei.

TV Jahn Duderstadt : Wedemeyer-Kuhlenkamp – V. Grolig (2), Artmann, Sereicikas (2), Grisanovs (4), Swoboda (4), Müller (5), Heim (4/2), Knöchel (3/1), Nass (1).

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