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Regional Handballerinnen des MTV Geismar werden Landesliga-Meister
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00:18 29.04.2013
Glückliche Meistermannschaft 2013: Christa Neppert, Melle Brunke, Amray Habermann, Elli Prüter, Conny Plotzki, Merle Ziegler, Imke Wissing, Dominik Kemke (stehend v.l.). Vordere Reihe: Cucy Brauschke, Britta Frölich, Tina Wienecke, Anni Jakobi, Kiki von Roden, Maxi Neubacher (v.l.). Es fehlen: Mareike Gloth und Betreuer Dieter Jesper. Quelle: Lessmann
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Göttingen

Nach sieben Jahren Landesliga-Zugehörigkeit gelang nun der Sprung in die höchste Spielklasse Niedersachsens. Sowohl an diesem als auch an dem vor sieben Jahren war mit drei weiteren Spielerinnen Amray Habermann beteiligt, mit 31 die Älteste im Kader. „So richtig habe ich das noch nicht realisiert. Es war nie Thema“, sagt Habermann.

Zumindest wohl nicht bei den Spielerinnen. „Ziel war ein Platz im oberen Tabellenfeld“, erklärt Merle Ziegler, die vor der Saison aus Northeim zum MTV wechselte. Beim Trainer hingegen schon. „Ich persönlich habe an den Titel geglaubt“, so Dominik Kemke, seit zwei Jahren Coach des Damenteams. Öffentlich gemacht hat er das nicht, auch im Mannschaftskreis kein Wort darüber verloren.

Der Saisonbeginn verlief auch ganz anders als erwartet, zwei knappen Siegen folgte ein 25:29 in Salzgitter. „Das war ganz bitter, das hätte auch mit 15 Toren verloren gehen können“, erinnert sich Kemke und liefert auch gleich die Gründe für den holprigen Start. „Beide Mittelspielerinnen waren plötzlich weg, quasi über Nacht.

Da mussten wir uns erst einmal finden.“ Das gelang immer besser, auch weil Ziegler, die vorher eher im linken Rückraum zu Hause war, sich mehr und mehr mit der Rolle der Spielmacherin anfreundete. „Noch vor Weihnachten haben wir dann die Kurve gekriegt“, berichtet Kemke, denn von den acht Spielen bis zur Winterpause gewann sein Team sechs, verlor nur bei der HSG Göttingen und spielte Remis bei der HG Rosdorf-Grone.

Im letzten Spiel 2012 feierte der MTV gegen die SG Zweidorf/Bortfeld mit 40:19 den höchsten Sieg. „Da bin ich vom Gegner angesprochen wurden, ob wir denn die Meisterschaft anstreben“, erinnert sich Habermann. Doch noch immer war der Titel kein Thema. Dann kam im Februar die HG Rosdorf-Grone zum Rückspiel in die IGS-Arena, wurde mit einer 18:27-Niederlage wieder nach Hause geschickt, und der MTV war plötzlich Tabellenführer.

"Die beste Entscheidung meines Lebens“

„Da bin ich dann selber drauf gekommen, dass wir wirklich Meister werden können“, so Habermann. Für Ziegler war die nächste Niederlage des Kontrahenten zwei Wochen später entscheidend, für Ann-Kathrin Jakobi der Sieg nach der Osterpause in Braunschweig. „Da wurde es immer wahrscheinlicher und ich immer nervöser“, so die Kreisläuferin, die ihre Freude kaum unterdrücken kann.

„Es ist die erste Meisterschaft in meiner Karriere und die Oberliga ist mein großer Traum“, sprudelt es aus der 26-Jährigen heraus. „Dass ich vor fünf Jahren hierher gewechselt bin, war die beste Entscheidung meines Lebens.“

Was ihr besonders gefällt, ist der Zusammenhalt, im Verein und in der Mannschaft. Die lebt vom Teamgeist, braucht keine überragenden Einzelkönnerinnen. „Der Kader ist sehr ausgeglichen besetzt, breit aufgestellt. Mal war die eine entscheidend, mal die andere“, so Kemke. Bis auf die angekündigten Auslandsaufenthalte von Maxi Neubacher und Imke Wissing bleibt er auch so zusammen. „Wir brauchen also eine Kreisläuferin und eine Torfrau“, startet der Trainer einen kleinen Aufruf.

Bislang ist dies der einzige Bezug zur neuen Saison, beschäftigt hat sich mit dem Abenteuer Oberliga noch niemand. Weder der Trainer noch die Spielerinnen. Auch weil das Erreichte nur schwer zu realisieren ist, weil keiner es geplant, keiner damit gerechnet hat. „Ich muss es erst sacken lassen“, gibt Kemke zu.

Wobei ihm dazu wenig Zeit bleibt, trainiert er doch parallel auch die Landesliga-Herren des MTV. Und die haben drei Spieltage vor Saisonende auch noch Chancen auf den Titel.

Von Denise Kricheldorf-Mai

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