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Regional Los geht's erst nach dem Vet-Check
Sportbuzzer Sportmix Regional Los geht's erst nach dem Vet-Check
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17:45 19.05.2017
Quelle: Archivbild
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Nörten-Hardenberg

Nörten-Hardenberg. Die Stallzelte stehen, die Reiter sind mit LKWs, Pferden und Pflegern angereist – es folgen der Tierarzt-Check und ein Warm-up mit den Pferden im Stadion. Der erste Tag des Hardenberger Burgturniers dient vor allem der Vorbereitung, so dass am Freitag der sportliche Teil starten kann.

Rund 280 Pferde unterzubringen, erfordert Organisation

Dem fiebern manche der Reiter schon seit Mittwochabend auf der Nörten-Hardenberger Anlage entgegen. „Die meisten reisen aber erst Donnerstag an“, erzählt Kaspar Funke vom Veranstalter Escon Marketing. Und rund 280 Pferde in den Stallzelten unterzubringen, erfordert eine gute Organisation.

Neben etwa 120 freiwilligen Helfern seien auch viele „offizielle Funktionsträger“ dabei, wie Funke erklärt. Während der Parcourschef und die Moderatoren erst während der Prüfungen in Aktion treten, sind die sogenannten Stewards schon am Donnerstag eingespannt. „Die Stewards sind hinter den Kulissen aktiv“, sagt Funke. Sie überprüfen während des Turniers unter anderem Stallzelte und Abreiteplatz, „sorgen zum Beispiel dafür, wenn ein Pferd blutet oder lahmt, dass ein Tierarzt kommt“, so Funke.

Der "Vet-Check" ist obligatorisch

Sie sind auch am Donnerstag beim obligatorischen „Vet-Check“, der tierärztlichen Untersuchung der Pferde, dabei. Diese müssen alle Pferde durchlaufen, damit sie in den Springprüfungen starten dürfen. „Dabei wird im Stehen geprüft, ob die Pferde in Ordnung sind, also frei von Wunden, Lahmheit oder Druckempfindlichkeit“, erläutert Funke.

Anschließend müssten sie im Schritt und Trab präsentiert werden. „Wenn sie taktsicher laufen, sind sie fertig“, sagt Funke. Wenn nicht, müssten sie erneut vorgetrabt werden. „Wenn sich der Verdacht erhärtet, bekommen sie keine Zulassung.“ Diejenigen, bei denen die Chance gesehen werde, dass es sich verbessere, dürften am Freitagmorgen nochmal vorgeführt werden. „Dann müssen die Pferde aber über Nacht in einen Aufsichtsstall“, betont Funke. Dort würden sie rund um die Uhr beaufsichtigt.

Die Pferde an die Atmosphäre gewöhnen

Mit den Pferden, die es durch den Vet-Check geschafft haben, dürfen die Reiter ins Stadion, in dem ab Freitag Prüfungen laufen. „Da stehen drei oder vier Sprünge, und die Reiter können ihre Pferde an die Atmosphäre gewöhnen“, sagt Funke. Es sei üblich, dass der Profi ein Pferd trainiere, während sein Pfleger ein weiteres im Schritt durch die Bahn reite, bevor die Pferde über Nacht in ihre Box kommen.

Ein bisschen Entspannung vor den Weltranglistenspringen – fünf an der Zahl sind es am Hardenberg – suchen auch viele Reiter vor dem anstrengenden Wochenende. Sie werden auf unterschiedliche Hotels aufgeteilt, entweder direkt ins Burghotel auf der Anlage oder beispielsweise in Northeim oder Göttingen. „Isabell Werth wollte zum Beispiel nicht ins Burghotel“, verrät Funke, sie wolle lieber mehr Ruhe mit der Familie als den Trubel direkt am Hardenberg mitzuerleben. Davon gibt es schließlich schon genug.

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