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Herberhäuser feiern ihren EM-Goldschützen

Alexander Bederke Herberhäuser feiern ihren EM-Goldschützen

Sie haben nichts verraten. Weder bei der Abfahrt in Italien noch kurz vor der Ankunft in der Heimat. Als der Wagen der Bederkes mit ihrem Sohn und EM-Helden Alexander an Bord dann um die Ecke bog und in der Nähe des Herberhäuser Dorfladens anhielt, machte der jugendliche Sportschütze große Augen: Herberhausen bereitete ihm einen fürstlichen Empfang. Bei seinen ersten Europameisterschaften im Luftgewehrschießen hatte er im italienischen Brescia Mannschafts-Gold in der Juniorenklasse geholt.

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Erste EM, erstes Gold: der Herberhäuser Alexander Bederke.

Quelle: Heller

Unterwegs sei er von seinem 15-jährigen Bruder angerufen worden, der sich erkundigt habe, wann die Reisegesellschaft denn in Herberhausen eintrifft. Doch an einen Empfang dachte der 17-jährige Alexander Bederke, der von seinen Eltern gefahren wurde, nicht in den kühnsten Träumen. Seine Gedanken kreisten vielmehr um einen äußerst erfolgreichen Wettkampf.

Mit 1773 Ringen waren die deutschen Schützen Bederke, Andreas Geuther und Lars Walker nur einen Ring unter dem Weltrekord geblieben und hatten sich allesamt für das Finale der besten Acht qualifiziert. Im Einzel, in dem Bederke Fünfter und Walker Vierter wurde, holte sich Geuther zudem die Bronzemedaille.

„Das war eine wunderbare Mannschaftsleistung. Alle drei einer Nation im Finale, das hat es fast noch nie gegeben“, sagt Bederke, der sich keineswegs grämt, beim EM-Debüt hinter seinen beiden Teamkollegen eine Einzelmedaille verpasst zu haben. „Man muss sich das vorstellen: das erste Mal bei einer EM. Man weiß gar nicht, wie man mit dem Druck umgehen soll.“ Wertvolle Tipps gab es von Landestrainer Norbert Poltermann. Der habe ihm in einer kritischen Situation etwa geraten, wieder besser nachzuhalten, also noch einmal zu zielen.

Beeindruckt war Bederke, der die elfte Klasse der Göttinger BBS I, der Arnoldi-Schule, mit Schwerpunkt Mathematik besucht, außerdem von der Wettkampfstätte. Geschossen wurde in einer 300 Meter langen und 50 Meter breiten umgebauten Messehalle – Dimensionen, die der 17-Jährige bis dato noch nicht kennengelernt hatte. „Es war ein ganz anderer Wettkampf als sonst“, sagt er.

In den Wettkampfpausen verfolgte Bederke zusammen mit seinen Teamkameraden andere Entscheidungen der EM für Druckluftwaffen. Außerdem gab es für die Teilnehmer Relax-Zonen und Internet-Zugänge. Kontakte knüpfte er unter anderem zu Österreichern und Italienern, gegen die er schoss. „Wir haben uns über irgendwelche Geschichten unterhalten, Witze gemacht, nicht nur übers Schießen gesprochen“, sagt Bederke.

Seine Eltern hatten sich nach der Hinfahrt, auf der sie in Franken und bei München die beiden anderen deutschen Schützen eingeladen hatten, für zwei Tage an den Gardasee verabschiedet. Erst am Wettkampftag waren sie wieder in Brescia zugegen – und auf ihren Sohn schließlich mindestens ebenso stolz wie die Herberhäuser bei ihrem Empfang auf einen der größten Söhne des Ortes.

Auch wenn ihm jetzt die Luftgewehr-Welt offen steht und er mit der Sparkasse Göttingen einen Sponsor hat, will Bederke „erstmal ganz ruhig bleiben und nicht abheben“. Das habe ihm auch der Trainer geraten. Und dann werde er „mal weitersehen“.

Von Eduard Warda

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