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Regional Hunderte Mädchen beim Girls Kick Göttingen
Sportbuzzer Sportmix Regional Hunderte Mädchen beim Girls Kick Göttingen
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19:50 30.05.2018
Mädchenteams der Klassen 5 bis 8 aus den Schulen von Stadt und Landkreis Göttingen waren auf dem Außengelände des Sportinstituts am Sprangerweg. Quelle: hinzmann_c
Göttingen

Bei schweißtreibenden Temperaturen ging das Turnier der Fünft- bis Achtklässlerinnen in diesem Jahr bereits in die dreizehnte Runde. Die Begeisterung und Nachfrage ist weiterhin ungebrochen, die Atmosphäre ohnehin gut.

„Wenn mich jemand fragt, wann der beste Moment für einen Besuch ist, schlage ich immer den absoluten Beginn vor“, berichtet Helga Steininger vom Fachdienst Jugendarbeit im Kreis. Dann nämlich, wenn die Teams ihre Zelte bevölkern und liebevoll-ernsthaft das Training starteten, sei die größte Spannung auf dem Platz zu spüren.

Fester Bestandteil des Sportunterrichts

Eine Spannung, die seit Jahren zahlreiche Schulen zum Wiederkommen animiert und das Event zu einem festen Bestandteil des sommerlichen Sportunterrichts gemacht hat. Der Blick richtet sich inzwischen auch auf Osterode. Dabei stellt die weite Anreise immer ein gewisses Hindernis dar, sagt Peter Dzimalle vom Fachdienst Jugendarbeit des Landkreises. „

In diesem Jahr sind vier Teams aus drei Schulen am Start. Dass einige sogar mit dem Taxi anreisen ist dabei allerdings rein finanziell nicht Sinn der Sache. Wir sind aber bestrebt, Lösungen zu finden, um die Teilnahme möglichst unkompliziert zu gestalten.“

Ab 10 Uhr standen sich am Dienstag 48 Teams aus 17 Schulen der Stadt und des Landkreises Göttingen gegenüber. Nachdem im vergangenen Jahren aufgrund der hohen Temperaturen ein vorzeitiger Turnierabbruch nötig geworden war, hat sich derweil die Spieldauer verkürzt. In zehnminütigen Begegnungen waren in zwei parallelen Turnieren zunächst die Vorrunden gespielt und von zahlreichen Sprechchören und Anfeuerungsrufen begleitet worden.

„Die Stimmung im Team ist super und wir unterstützen uns gegenseitig. Gemeinsam haben wir uns sogar von Spiel zu Spiel gesteigert und genießen die schöne Atmosphäre“, berichtete etwa Emilia, Fünftklässlerin des Hainberg Gymnasiums und erhielt Unterstützung von ihrem Lehrer, David Lee: „Das Turnier ist absolut professionell organisiert und bietet allen Schülerinnen die Chance, ihr Können auf dem Feld zu zeigen. Es ist bei dem tollen Wetter für alle eine willkommene Abwechslung zum grauen Unterrichtsalltag.“

Gewinnen manchmal zweitrangig

An manchen Stellen war das Gewinnen gar nicht mehr so wichtig. Vielmehr rückte das Miteinander in den Fokus und die Freude über kleine Gesten. „Unsere Stutzen hatten Löcher und die älteren Mädchen unserer Schule haben uns direkt welche geliehen“, berichteten vier Schülerinnen der KGS Moringen.

Der Aspekt der Fairness war an diesem Tag ohnehin der Leitgedanke, erklärte Helga Steininger: „Wir haben noch kein einziges böses Wort wahrgenommen und auch sonst gab es keine größeren Diskussionen. Es ist natürlich so, dass immer nur ein Team gewinnen kann, aber das gegenseitige Anfeuern und einander Helfen ist eine viel wichtigere Grundtugend.“

Fußballturnier: Mehr als 500 Mädchen beim Girls Kick Göttingen

Neben dem sportlichen Treiben auf den Kleinfeldern bot das bunte Drumherum genug Möglichkeiten zum Abkühlen und Entspannen. Bei hohen Temperaturen war immer wieder darauf hingewiesen worden, dass möglichst viel getrunken und der Schatten aufgesucht werden soll. Neben Fußball-Dart und Team-Foto-Shooting war die kalte Dusche daher besonders beliebt und sorgte für die ein oder andere Wasserschlacht.

Am Ende gab es dann aber doch einige strahlende Sieger: In der Altersklasse der Fünft- und Sechstklässler siegte das Team Lila der IGS Geismar. Zweiter wurde die Geschwister Scholl Gesamtschule und Dritter das Team „Girls2Kick Theo3“ des Theodor-Heuss-Gymnasiums Göttingen.

Bei den Siebt- und Achtklässlerinnen setzte sich derweil das „HSR DreamTeam“ der Heinz Sielmann Realschule vor der KGS Bad Lauterberg durch. Über einen guten dritten Platz freute sich der „TSV Eichsfeld“ der EGG Duderstadt.

Umfangreiches Rahmenprogramm

Während auf den Fußballfeldern bei schweißtreibenden Temperaturen der Ball rollte, gab es rundherum viel Programm für die Teilnehmerinnen des 13. Girls Kick in Göttingen. Neben sportlichen Aktivitäten konnten sich die Mädchen im Chill-out Zelt entspannen und mit der kalten Dusche abkühlen.

Kam auch gut an: Das Rahmenprogramm neben den Spielfeldern. Quelle: hinzmann_c

Das Motto Fairness stand in diesem Jahr als Leitgedanke über dem Mädchen-Fußballsportfest und fand sich an vielen Ständen und auch auf dem Fußballfeld wieder. „Die Mädchen, die im Verein spielen, nehmen die Amateure mit, alle Mannschaften beklatschen sich gegenseitig und keiner ist grummelig über eine Niederlage. Das ist auch ein Gesicht von Fairness“, schilderte Britta Thür vom Göttinger Frauenbüro ihre Beobachtungen.

Bei strahlendem Sonnenschein war wie schon in den vergangenen Jahren die Pestalozzi-Schule Duderstadt für die Verpflegung verantwortlich und hatte Brötchen, Brezeln und Waffeln vorbereitet. „Für uns war wichtig, dass auch die Essensangebote von Schulteams organisiert werden und nicht an wirtschaftliche Unternehmen vergeben werden“, erklärte Helga Steiniger, Fachdezernentin für Jugendarbeit im Kreis.

Sport und Informationen

Fair blieb es auch am Stand des Epiz, an dem im Rahmen des „FitforFair“-Programms über fair gehandelte Sportprodukte informiert wurde. Während sich an der Torwand eine lange Schlange bildete, bot ein kleines Quiz mit anschließender Verlosung die Chance, einen Fußball zu gewinnen.

Sportlich blieb es auch an der Fußball-Dartscheibe, die von Sportstudentinnen betreut wurde. Auch wenn nicht alle Bälle im Ziel landeten, war die Stimmung gut, wie Laurin Lux und Lynna Held berichteten: „Die Kids haben trotz des richtig warmen Wetters einfach gute Laune und sind hoch motiviert“

Pause auf dem Sportplatz. Quelle: hinzmann_c

Für Entspannung sorgte derweil die mit Kissen und Matratzen ausgelegte Ruheoase im Chill-out-Zelt. Immer wieder suchten die sportlich aktiven Schülerinnen Zuflucht im Schatten oder nutzten die beliebte kalte Dusche, um sich Abkühlung zu verschaffen. Gleich zwei Stände boten die Chance kleine und größere Erinnerungen mitzunehmen.

Während die Kinder und Jugendberatung „Phoenix“ eine Buttonmaschine bereitstellte, zog es die vor allem die Mannschaften zum Team-Fotoshooting des Mädchenarbeitskreises. Dort galt es zunächst ein Plakat zu gestalten, ehe ein Mannschaftsfoto mit sämtlichen Namen versehen wurde. Am Ende gab es dann aber doch noch für jede Teilnehmerin eine Urkunde und ein kleines Give-away, um den sportlich-schönen Tag abzurunden.

Von Tobias Schreiber

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