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Identifikation schaffen und Generation Hainberg gründen

Fußball Identifikation schaffen und Generation Hainberg gründen

Zufrieden und ein ganz klein wenig stolz sitzt Roman Müller im weitläufigen Wohnbereich seines Reihenhäuschens unterhalb der Zietenterrassen. Freundlich, modern mit leuchtenden Farben ist sein helles Zuhause eingerichtet. „Ich fühl mich hier mit meiner Frau Claudia sehr wohl“, betont der gebürtige Ahrbergener. Es sollte das einzige Ich bleiben, das dem bekennenden Team-Player im gut 60-minütigen Gespräch über die Lippen kommt. „Roman ist für uns ein absoluter Glücksfall. Er ist nicht nur mit Herz und Seele, sondern auch mit seinem Sachverstand im Verein“, lobt Martin Burkert, 1. Vorsitzender des SC Hainberg.

Aufgewachsen vor den Toren Hildesheims, ist der 44-jährige Müller mittlerweile in Göttingen heimisch geworden. „Es ist schön, hier alles in kürzester Entfernung erreichen zu können“, sagt der passionierte Sportler. Seinen Verein, der SC Hainberg, erreicht er notfalls ebenso fußläufig wie seine Arbeitsstelle – die Berufsbildende Schule II am Friedländer Weg. Doch meistens sieht man den Fachbereichsleiter Sport der BBS II auf dem Rad.

Seit 2002 ist Müller Jugendleiter des SC. Mit ihm erlebt der Nachwuchsfußball einen enormen Aufschwung. „Als wir hier angefangen haben, hatte Hainberg zwei Jugendteams. Jetzt sind alleAltersklassen besetzt, mehr als 160 Jugendliche spielen bei uns“ sagt Müller.
Erstmals misst sich Hainberg mit seinem Nachwuchs auf Bezirksebene. „Die B-Junioren schlagen sich ordentlich“, sagt Müller, dem das Erreichte aber nicht verführt, die Ziele als erreicht zu proklamieren. „Wir haben hier etwas aufgebaut. Haben 15 Trainer, die viel Zeit und Engagement in den Verein investieren. Doch das soll nur die Basis sein. Jetzt wollen wir daran arbeiten,dass wir uns qualitativ noch steigern“, unterstreicht Müller. Mittelfristig sollen sowohl die B- als auch die A-Junioren auf Bezirksebene etabliert werden. So soll der nötige Unterbau für die in der Bezirksliga derzeit zu den Top-Teams gehörende 1. Herrenmannschaft geschaffen werden. „Wir sind sehr stolz darauf, dass bei uns im Verein für Spieler kein Geld bezahlt wird. Wir wollen den jungen Spielern zeigen,dass es sich lohnt, in ihrem Stadtteilverein zu spielen. Wir wollen ihnen Halt geben und Identifikation ermöglichen“, betont Müller.

Neben all den Erfolgen verschweigt Müller Probleme und Misserfolge nicht. „Leider ist es uns nicht gelungen, Eltern und Sponsoren für einen Förderkreis zu gewinnen“, sagt Müller. Ein weiteres Problem stelle der „absolut überbeanspruchte“ Sportplatz dar. Bis 2012, dann will er eine Pause einlegen, steht neben der Qualitätsoffensive ein weiterer Punkt weit oben auf seiner Liste: „Wir müssen die Eltern für den Sportverein ihrer Kinder begeistern.“ Von der nahenden Pause will Burkert nichts wissen: „Da höre ich immer weg“, sagt er schmunzelnd.

Glücklich ist Müller darüber, im eigenen Verein ein prominentes Vorbild zu haben,dass andere Eltern zum Mitmachen bewegen könnte: Basketball-Erstliga-Trainer John Patrick. „Johns Sohn Johannes spielt bei unseren F-Junioren. John ist oft dabei und hilft gern beim Training – vor allem im Fitness-Bereich“, sagt Müller, der sich sicher ist, „dass wir mit solchen Vorbildern die Generation Hainberg leben können“.

Von Mark Bambey

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