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Im Kraftsparmodus über Weißenfels nach Russland

Basketball-Bundesliga Im Kraftsparmodus über Weißenfels nach Russland

Die Göttinger Erstliga-Basketballer reisen gut gerüstet und mit einer gehörigen Portion Optimismus zu ihrer Europa-Cup-Premiere am Dienstag, 24. November, ins russische Krasnodar. Mit einer eindrucksvollen Leistung haben die Veilchen am Sonnabend endlich den Auswärtsfluch verbannt und im vierten Spiel in der Fremde den ersten Triumph gefeiert. In der Weißenfelser Wolfshöhle machten die Göttinger vor 2500 Zuschauern beim ungefährdeten, bisweilen brillanten 95:71 (80:58, 60:42, 34:26)-Erfolg aus den wilden Wölfen des Mitteldeutschen BC niedliche und verspielte Welpen. 200 mitgereiste Fans feierten ihr Team frenetisch.
„Spielt ruhiger, nehmt ein wenig das Tempo heraus“, dirigiert MEG-Headcoach John Patrick in der hektischen Phase zu Beginn des letzten Viertels. Die Veilchen führen mit 22 Punkten, und der gewiefte Taktiker weiß, dass das Weißenfelser Wölfe-Rudel ohne ihr Alpha-Männchen Radenko Pilcevic eher eine Gruppierung herrenloser Straßenhunde ist und dem starken Veilchen-Kollektiv nicht gefährlich wird. So dürfen die Veilchen im Schlussviertel im Kraftsparmodus den ersten Auswärtssieg verwalten und Energie für die Europa-Pokal-Premiere sparen.

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Lässt sich feiern: MEG-Head-Coach John Patrick nach dem gewonnen Spiel

Quelle: Theodoro da Silva

Wieder einmal haben die Göttinger ein Spiel gewonnen, weil sie die gegnerischen Guards (Außenspieler) kontrolliert haben. Dieses Mal durften sich die Veilchen allerdings auch der freundlichen Unterstützung der Weißenfelser erfreuen – besonders der des MBC-Führungsspielers Pilcevic. Mit einem unnötigen Foul am starken Ben Jacobson kassierte er in der 16. Minute sein drittes Foul. Sein heftiger Protest brachte ihm von Schiedsrichter Rucht – der ihn zuvor schon ermahnt hatte – ein zusätzliches Technisches Foul ein. Mit vier Fouls durfte er vorerst auf der Bank Platz nehmen. Auch wenn der gebürtig aus Göttingen stammende, erst 27 Jahre alte MBC-Coach Björn Harmsen die Szene als „nicht spielentscheidend“ einstufte, ging er mit seinem Führungsspieler hart ins Gericht: „Es ist völlig blödsinnig, an der Mittellinie zu foulen und sich dann auch noch zu beschweren.“
Rochestie frech und eiskalt
Es war jedoch die entscheidende Phase, denn die MEG hielt im zweiten Viertel die starke Offensiv-Leistung konstant und verteidigte nun extrem couragiert und hart. In der Offensive zeigte Taylor Rochestie einmal mehr, welch ein Talent er ist. Mit acht Punkten hatte er maßgeblichen Anteil am 13:3-Lauf der Veilchen, der ihnen eine 17-Punkte-Führung brachte (14.). In der Verteidigung agiert er auch verbessert, hat aber weiterhin noch Raum zur Verbesserung. Eiskalt und abgezockt präsentiert er sich jedoch in der Offense. Mit frechen Dreiern, egal ob aus dem Dribbling heraus oder mitten ins Gesicht von MBC-Guard Gamqrelidze, sorgte er für die sehenswerten Höhepunkte.
Für die Nerven der Wölfe-Fans war diese Gala gepaart mit strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen (allerdings auf beiden Seiten und eher zum Nachteil der Veilchen) zu viel. Die wütenden Schieber-Rufe in Richtung der Referees ließ der Hallensprecher durchgehen, erst als eine Flasche aus den Zuschauerrängen auf dem Parkett landete, bat er nachdrücklich um Besonnenheit und Fair-Play – es zeigte Wirkung. Vielleicht blieb es in der Folge aber auch deshalb ruhig, da das Spiel zur Pause bereits entschieden war (60:42).
„Wir haben auswärts das erste Mal mit der nötigen Intensität gespielt. Der MBC hat ein starkes Team, das intensiv spielen kann. Doch wir haben es kontrolliert. Dieser Sieg gibt uns Selbstvertrauen für unser Euro-Challenge-Spiel am Dienstag bei Lokomotiv Kuban“, bilanzierte Patrick.

Von Mark Bambey

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