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In Wolfsburg sitzt Curcic erstmals auf der SVG-Bank

Fußball-Oberliga In Wolfsburg sitzt Curcic erstmals auf der SVG-Bank

Es ging schneller als erwartet: Die Führung von Fußball-Oberligist SVG hat sich nicht lange bitten lassen und mit der Verpflichtung von Trainer-Routinier Djordje Curcic ein Zeichen gesetzt. Erfahrung soll den Schwarz-Weißen nun dabei helfen, die Qualifikation für die eingleisige Oberliga zu schaffen.

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So soll es wieder sein: Jubel über den Torerfolg, wie hier von Philipp Hilleke, niedergeschlagene Gegner, wie hier Cuxhavener Spieler, und den Sponsor im Rücken.

Quelle: Theodoro da Silva

Schenkt man der Pressemitteilung der SVG Glauben, dann befindet sich die Mannschaft momentan in einem katastrophalen Zustand. Abteilungsleiter Thorsten Tunkel habe am vergangenen Montag den „derzeitigen Sachstand der Oberligamannschaft vorgetragen“, heißt es in der Mitteilung. „Aufgrund dieser Ausführung waren wir gezwungen, sofort zu handeln“, wird der Vorsitzende Franz Gulz zitiert – kein Ruhmesblatt für Christian Constein, der nach dem Rauswurf von Knut Nolte vom Assistenten zum Interims-Chef befördert worden war. Ihren wahren Leistungsstand kann die Mannschaft nun im ersten Spiel unter Curcic am Sonntag um 14 Uhr beim Mitaufsteiger Lupo Martini Wolfsburg demonstrieren.

Er habe niemanden angreifen und wegmobben wollen, stellte Tunkel gestern auf Tageblatt-Nachfrage klar. „Ich bin lediglich vom Vorstand gebeten worden, die Situation der Mannschaft zu schildern, und das habe ich getan.“ Es seien Beobachtungen der vergangenen drei Wochen gewesen, aber „durchaus nichts gegen Christian Constein“. Der habe zwar enttäuscht reagiert, „aber nicht dergestalt, dass er gesagt hat: Ich hau’ ab“, stellte Gulz gestern nach einem laut eigener Aussage langen Gespräch klar. Die Mannschaft befinde sich nach seiner Kenntnis weniger in einem katastrophalen Zustand, sondern in einem „ungeordneten“ Zustand. „Es ist nicht klar, wo die Führung liegt, vielleicht kann man das Führungsschwäche nennen.“

Von Curcic erwartet Gulz nun, dass er ein Konzept vorlegt, seinen Assistenten bestimmt und auch den Teammanager, einen Posten, den momentan Tunkel ausfüllt. „Trainer, Manager und Betreuer müssen eng zusammenarbeiten. Das war bei uns zuletzt nicht der Fall.“ Nichts weniger als den achten Platz und damit die Oberliga-Qualifikation erwartet auch Reinhold Napp, 2. Vorsitzender der SVG, vom neuen Trainer. „Sein Job ist, aus dieser Mannschaft eine Einheit zu formen.“ Davon, dass es innerhalb des Teams nicht stimme, dass es Grüppchenbildung gebe, wisse er nichts. Der 26-jährige Constein wiederum sei ein Trainer, der noch lerne und dem noch die Erfahrung fehle.

Ob Constein und Tunkel Assistent und Teammanager bleiben, oder ob diese Positionen neu besetzt werden, darüber hat sich Curcic noch keine Gedanken gemacht, wie er gestern betonte. Die Mannschaft tue sich schwer, in Drucksituationen zu bestehen, hat er beobachtet. „Und kannst du nicht dagegen halten, bist du nicht fit“, unterstreicht der Inhaber einer jugoslawischen Trainer-Lizenz. Dabei spiele er gern „kontrolliert offensiv“ mit einem starken Mittelfeld und viel Laufbereitschaft. „Da muss die Mannschaft fit sein.“ Im taktischen Bereich sei das Team gut ausgebildet, „realistisch braucht man nicht viel zu ändern“. Den achten Platz halte er für „absolut machbar“. Christian Constein war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Von Eduard Warda

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Überraschend kam die Entscheidung nicht. Dass sich die SVG-Führung allerdings so schnell auf einen neuen Trainer verständigt, war nicht unbedingt zu erwarten, galt doch bis dato die Maßgabe, dem Interimstrainer Christian Constein eine Bewährungsfrist einzuräumen.

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