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Interview: Markus Zimmermann, Cheftrainer der Göttinger Standardformationen

"Qualitäten weiter entwickeln“ Interview: Markus Zimmermann, Cheftrainer der Göttinger Standardformationen

Höhepunkt der Tanzsportsaison in Göttingen ist am Sonnabend das Erstliga-Turnier mit den besten Standardformationen Deutschlands in der Sparkassen-Arena. Das Tanzsportteam Göttingen, die Standardformationen in der Kooperation aus TSC Schwarz-Gold, ASC 46 und Tanzschule Krebs, erlebt seine erfolgreichste Saison. Was sagt der Trainer dazu?

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Erfolgstrainer: Markus Zimmermann.

Quelle: Theodoro da Silva

Zwei Formationen in der ersten Bundesliga und eine in der zweiten Liga, das hätten Sie vor einigen Jahren sicherlich nicht zu träumen gewagt. Worauf führen Sie die tolle Entwicklung zurück?

Es ist sicher ein Erfolg des Göttinger Konzeptes. Wir setzen hier fast ausschließlich auf Göttinger Tänzer, auf einen konzeptionellen Aufbau mit verschiedenen Entwicklungsstufen, ein Trainerteam, das für jedes Team diese Stufen der Entwicklung begleiten kann, eine große Durchlässigkeit der Mannschaften und ein sehr gut funktionierendes Umfeld, das uns die Möglichkeit gibt, die Teams so professionell wie möglich weiter zu entwickeln.

Sehen Sie noch Potenzial nach oben?

Mit Sicherheit ist das große Ziel, die Teilnahme an EM und WM. Dafür ist weiter eine kontinuierliche Arbeit mit allen Teams notwendig. Wir müssen unseren eigenen Stil und unsere Qualitäten weiter entwickeln und trotzdem im Vergleich zu Mannschaften wie Ludwigsburg und Braunschweig keine Angriffspunkte bieten. Nach den ersten Wertungsturnieren verdichtet sich aber Eindruck, dass sich auch in dieser Saison der ewige Zweikampf zwischen dem amtierenden Weltmeister Braunschweiger TSC und dem Rekord-Titelträger 1. TC Ludwigsburg fortsetzt und somit die Spannung aus dem Wettbewerb genommen ist.

Die Chancen der Göttinger A-Formation, über den bisher erreichten dritten Platz hinauszuwachsen, sind also angesichts der aktuellen Kräfteverhältnisse auch über die Saison hinaus eher gering?

Der bisherige Saisonverlauf hat gezeigt, dass es sehr schwer ist, an diese beiden Mannschaften – immerhin die beiden besten der Welt – heranzukommen. Wir glauben, eine gleichwertige Leistung wird nicht ausreichen, man muss eindeutig besser sein. Das war auf der Deutschen Meisterschaft 2012 schon fast der Fall, bei den beiden Turnieren in 2013 war die eigene Leistung noch nicht so perfekt, dass es hätte reichen müssen. Wir glauben aber, dass auch in dieser Saison noch die eine oder andere Zwei fallen wird.

Wie könnte man aus Ihrer Sicht mehr Spannung in eine Bundesliga-Runde bringen? Wäre zum Beispiel eine sogenannte Playoff-Runde eine geeignete Möglichkeit?

In der Saison der 1. Bundesliga von der DM im November bis zum Saisonende Anfang März ist für deutliche Leistungssprünge nicht genügend Zeit vorhanden. Die Turniere finden im Zwei-Wochen-Rhythmus statt, so dass man zwischen den Turnieren nur Kleinigkeiten bearbeiten und verändern kann. Um mehr Spannung aufkommen zu lassen, also Verschiebungen in der Tabelle möglich zu machen, die nicht von der Tagesform der Teams abhängig sind, wäre ein Abstand von etwa vier bis fünf Wochen zwischen den Turnieren notwendig. Das würde die Saison allerdings sehr strecken und innovative neue Choreografie-Entwicklungen, die zwischen den Saisons erfolgen, sehr hemmen. Eine Neuentwicklung braucht mindestens sechs Monate. Ich denke, das aktuelle System ist das praktikabelste.

Die Hälfte der acht Formationen in der 1. Liga kommt mit jeweils zwei Teams aus Braunschweig und Göttingen. Wäre es aus Ihrer Sicht im Rahmen der Wettbewerbsvielfalt besser, aus jedem Verein nur eine Formation starten zu lassen?

Die Attraktivität des Formationstanzens liegt in den unterschiedlichen Choreografien und weniger in den Duellen verschiedener Städte und Vereine. Wenn das Leistungsniveau entsprechend ist, sollte die Herkunft der Mannschaften keine Rolle spielen. Durch eine  Beschränkung auf eine Formation pro Verein in der 1. Bundesliga würde die Qualität der Liga leiden.

Von Ferdinand Jacksch

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