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Regional Jahn Duderstadt auf dem Weg in neue dritte Liga
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20:18 08.01.2010
Will mit dem TV Jahn in der Erfolgsspur bleiben: Dennis Knudsen (links) ist der beste Schütze des Eichsfeldteams. Quelle: Pförtner
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Die zukünftige Verteilung der Teams auf vier Staffeln (Nord, Ost, Süd und West) erfolgt nach geographischen Gesichtspunkten, nicht wie bisher nach Regionalverbandszugehörigkeit. Die Meister aller fünf Ligen steigen in die 2. Bundesliga auf. Die Mannschaften auf den Plätzen zwei bis zehn aller Regionalligen qualifizieren sich für die 3. Liga. Da Duderstadt und Liganachbar Münden geographisch in der Mitte Deutschlands liegen, sind bei der Aufteilung der vier 3. Ligen mit jeweils 18 Vereinen für die beiden heimischen Klubs alle Varianten nicht ausgeschlossen. Experten allerdings verbinden in ihren Planspielen mit Duderstadt und Münden die 3. Liga West inklusiv der nordhessischen Vereine wie Baunatal und Kassel. Endgültiges weiß man erst im Mai.

Bis dahin ist sportlich noch fast alles möglich, gleicht doch die laufende Regionalliga-Saison einer Wundertüte. So kassierte Herbstmeister Aschersleben seine erste Niederlage zu Hause gegen Abstiegskandidat Naumburg-Stößen. Oder: Der zwischenzeitliche Spitzenreiter Duderstadt verlor in Bremervörde, das kurz vor Weihnachten Neuling Neerstedt unterlag.

Spitzenreiter mit Respekt

„In der Liga gibt es keine leichten Gegner“, zeigt Jürgen Arndt, Präsident des Tabellenführers HC Aschersleben großen Respekt vor der Konkurrenz. 23:9-Punkte bedeuten für die „Krokodile“ zwar Platz eins vor dem TV Jahn (20:10), dies ist aber durchaus kein sicheres Polster. Nur sechs Punkte trennen den Spitzenreiter vom Neunten HSG Barnstorf-Diepholz. Und auch der Zehnte HC Einheit Halle meldet nach 9:1-Punkten in Folge seine Anwartschaft für die vierteilige 3. Liga an.
Nur sechs Punkte weniger als die Hallenser hat Schlusslicht Eintracht Glinde auf dem Konto. Vorletzter ist nach dem überraschenden 29:29 zum Jahresauftakt gegen Mitaufsteiger HF Springe (Vierter mit 20:14 Zählern) der HSV Naumburg-Stößen mit Deutschlands einziger Regionalliga-Trainerin im Männerbereich, die bisher elf Niederlagen so umschreibt: „Wir sind so beweglich wie Bahnschranken.“ Das gilt allerdings nicht für Tobias Seyfarth, mit 183 Treffern erfolgreichsten Torjäger der Regionalliga.

Zu den Überraschungen zählt auch der mit dem TV Jahn punktgleiche OHV Aurich, der nach der Insolvenz und dem Abstieg konkurrenzfähig und in der Zuschauergunst gar konkurrenzlos ist. Über 1600 Fans sahen das Spitzenduell gegen Aschersleben. Die TG Münden wurde durch ihre Negativserie von 1:7-Punkten zurückgeworfen. Acht Siege, zwei Unentschieden, sieben Niederlagen, 18:16-Punkte und Platz sieben fasst Trainer Peter Rommel nach der 28:32-Pleite zum Jahresauftakt in Halle so zusammen: „Wir fighten zu wenig, und mit Schönspielerei ist in dieser Liga nichts zu machen.“
Das kann Trainer Stephan Albrecht seinem TV Jahn nicht anlasten. Im Gegenteil: Dem Hoch von 13:1-Punkten in Serie folgte zwar im November ein Tief von 2:6-Zählern, doch liegen die Eichsfelder mit neun Siegen, zwei Unentschieden und vier Niederlagen weit über den Erwartungen und weisen hinter der HG 85 Köthen (400) eine der besten Abwehrreihen (417) der Liga auf.

Von Ferdinand Jacksch

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