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Regional John Patrick geht zu Ludwigsburg
Sportbuzzer Sportmix Regional John Patrick geht zu Ludwigsburg
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00:17 09.01.2013
Job als Feuerwehrmann oder langfristige Lösung: John Patrick soll Ludwigsburg mit seiner Energie und Fachkompetenz vor dem Abstieg retten. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Der Klub hatte sich am Sonntag nicht überraschend von Trainer Steven Key getrennt. Patricks heikle Mission beim Tabellenvorletzten ist vorerst bis Saisonende befristet. Bei Erfolg sei eine Vertragsverlängerung nicht ausgeschlossen.

„Ludwigsburg ist eine gute Adresse und eine interessante Aufgabe. Das Team hat Potenzial, die Infrastruktur wie Halle und Trainingsmöglichkeiten sind super, und es gibt ein gutes Jugendprogramm“, sagt Patrick. Er freue sich auf diese „neue Herausforderung“. Bereits am morgigen Mittwoch wird es ernst für Patrick, der Ludwigsburg erstmals in Trier coachen wird. Am Sonnabend steht dann das emotionsgeladene Heim-Debüt an – dann tritt Patrick gegen seinen Ex-Klub Würzburg an. 

Die s.Oliver Baskets Würzburg hatte Patrick in der vergangenen Saison als Aufsteiger bis ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft geführt. Die Mainfranken waren die große Überraschung der Saison. Dennoch musste Patrick gehen. Es gab einen Gesellschafter-Beschluss, es habe erhebliche Probleme im zwischenmenschlichen Bereich gegeben.

Und ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub bestreitet Patrick am Sonnabend sein erstes Heimspiel in der 5300 Zuschauer fassenden Arena Ludwigsburg. Im Dress der Mainfranken sind dabei gleich fünf Akteure, die Patrick in Göttingen oder Würzburg trainiert hat. Mit Ex-BG-Kapitän John Little, Jason Boone, Dwayne Anderson, Christopher McNaughton und Ben Jacobson hat Patrick 2010 die Euro-Challenge-Trophäe nach Göttingen geholt.

Hinzu kommt Ex-Veilchen und Europapokalgewinner Michael Meeks, der als Co-Trainer Würzburgs Headcoach Marcel Schröder (Patricks ehemaliger Assistent) an der Linie zur Seite steht. Patrick schüttet kein zusätzliches Öl ins Feuer. „Das Duell hat natürlich eine Geschichte, aber das passiert in der Basketball-Bundesliga, dass Trainer auf ihr Ex-Team treffen.

Es ist jetzt eine Situation, in der es für beide Klubs ein wichtiges Spiel ist, in dem es gilt, nicht zu verlieren“, so Patrick. Der Fokus liege jedoch zuerst auf dem Duell in Trier.

„Ich habe mich hier gut eingelebt"

„Johns Aufgabe ist klar definiert. Er soll uns schnellstmöglich aus dem Tabellenkeller in sichere Gefilde führen“, sagt Ludwigsburgs Pressesprecher Björn-Lars Blank. Der gebürtige Duderstädter arbeitete bereits drei Jahre mit John Patrick bei der BG Göttingen zusammen und ist seit Beginn dieser Saison bei den Schwaben für die Pressearbeit verantwortlich.

„Ich habe mich hier gut eingelebt. Die Stimmung ist zurzeit aber der sportlichen Situation entsprechend sehr angespannt“, so Blank. Noch einmal deutlich verschärft habe sich die Situation nach der 73:78-Derby-Niederlage am Sonnabend vor heimischem Publikum gegen die Walter Tigers Tübingen. „Das ist schon ein krasses Duell, da gönnt man sich nichts. Das ist viel emotionaler als etwa das Derby zwischen der BG Göttingen und Braunschweig“, beschreibt der 31-Jährige.

Der Kontakt zu Patrick sei erst vor ein paar Tagen aufgenommen worden, versichert Blank: „Die Gespräche hat unser Vorsitzender Alexander Reil geführt. John hat sportlich freie Hand, vielleicht reagieren wir auch noch einmal personell.“ Patrick konnte sich über eventuelle Nachverpflichtungen noch nicht äußern.

„Ich bin erst seit Sonntagnachmittag in Ludwigsburg. Ich muss jetzt erst einmal die Mannschaft kennenlernen und sehen, welche Stärken das Team hat“, so Patrick. Erst dann werde er auch den Spielstil festlegen. Es müsse nicht unbedingt der guard-dominierte „Small-Ball“-Stil sein, sein System passe er „den Fähigkeiten des Teams an“, sagt Patrick, der in Ludwigsburg in einem Hotel wohnt. 

„Ich freue mich, dass sich John Patrick für uns entschieden hat. Einerseits resultiert daraus ein Neuanfang, andererseits müssen die Spieler selbst aus der Vergangenheit ihre Lehren ziehen. John Patrick hat mehrfach seine Qualität als Trainer unter Beweis gestellt. In den persönlichen Gesprächen haben uns seine Kompetenz und sein Ehrgeiz überzeugt“, sagte Alexander Reil, 1. Vorsitzender der „Neckar Riesen“, zur Einstellung des neues Cheftrainers während der Pressekonferenz.

Der Artikel wurde aktualisiert.

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