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Regional Ju-Jutsu: Sparte des TVG Mingerode richtet Bezirkslehrgang aus
Sportbuzzer Sportmix Regional Ju-Jutsu: Sparte des TVG Mingerode richtet Bezirkslehrgang aus
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00:18 12.04.2013
Hebeltechniken sind das Thema in Mingerode: Antonia Dornieden (li.) und Patrica Nolte (re.) üben mit großem Ehrgeiz. Quelle: Schneemann
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Mingerode

Die Sportler haben den entsprechenden Terminus – sogar auf Japanisch – parat. Das gibt Applaus von den rund 70 Teilnehmern, die aus ganz Niedersachsen angereist waren, und zum Dank eine kleine Verbeugung des Referenten – ein Träger des 5. Dans (fünfte Schwarzgurt-Stufe) weiß eben, was sich gehört, bekommen.

Hebeltechniken sind das Thema des dreistündigen Seminars, das sowohl von Gelb- und auch von Schwarzgurten besucht wird und auch von der Altersspanne ein breites Spektrum aufweist. Die jüngsten Teilnehmer sind gerade mal acht Jahre alt und noch neu, die Älteren haben die 60 bereits überschritten.

„Das ist das Schöne am Ju-Jutsu. Es ist für alle Altersstufen geeignet“, unterstreicht Mingerodes Übungsleiter Dennis Eckermann. Dass der Lehrgang in Mingerode stattfindet, ist für die Teilnehmer aus dem Eichsfeld eine gute Gelegenheit, alte Techniken zu verfeinern und neue kennenzulernen: „Man nimmt sehr viel mit und sieht Neues“, freut sich Norbert Jegerczyk, Übungsleiter beim TSV Nesselröden. 

„Dass es so viele Teilnehmer werden, hätte ich nie gedacht“

Dass auch Sportler aus Rüdershausen, Holzerode, Duderstadt, Herzberg oder Göttingen dabei sind, begeistert Mingerodes Trainer Thomas Linkhorst ungemein. „Das Zusammenspiel zwischen den Vereinen aus dem Eichsfeld klappt sehr gut. Dieses Seminar ist für den Austausch untereinander eine tolle Möglichkeit.“

Referent Uwe Nettlau, der seit 25 Jahren Ju-Jutsu betreibt, ist jedenfalls voll in seinem Element. In die Demonstration seiner Techniken lässt er immer wieder kleine Späße mit einfließen, variiert verschiedene Bewegungsformen auch zu einer neuen Technikkette.

„Ich biete sozusagen einen bunten Strauß an“, lacht der 36-Jährige und lobt die Resonanz und die Trainingsmöglichkeiten: „Die Teilnehmerzahl ist wesentlich höher als sonst und auch die Halle ist toll, so macht das Spaß.“

Positiv überrascht ist auch Dennis Eckermann, der den jüngeren Teilnehmern immer wieder beratend zur Seite steht und ihnen Tipps gibt. „Dass es so viele Teilnehmer werden, hätte ich nie gedacht“, gibt Eckermann zu.

Die positiven Erfahrungen sollen laut Eckermann, der seit fast 20 Jahren Ju-Jutsu betreibt, dazu genutzt werden, in Zukunft erneut einen Lehrgang im Eichsfeld auszurichten: „Normalerweise finden die immer oberhalb des Harzes statt. Wenn wir daran teilnehmen wollen, ist das immer mit viel Fahrerei verbunden.“

„Der macht das richtig gut"

Patricia Nolte und Antonia Dornieden haben sich derweil eine kleine Verschnauf- und Trinkpause gegönnt. Die beiden Blaugurt-Trägerinnen trainieren in Nesselröden und Mingerode, sind schon seit sieben Jahren dabei und gehen gedanklich gerade die zu übenden Hebelvariationen durch. 

Dass im Ju-Jutsu  auch ein wacher Geist benötigt wird, gefällt den beiden Nachwuchskämpferinnen. „Es macht einfach Spaß, sieht schön aus und man lernt Disziplin“, unterstreicht die 15-jährige Nolte, bevor sie von ihrer ein Jahr älteren Partnerin mit geübtem Griff zu Boden gebracht und dort fixiert wird. 

Vom Dozenten und der Atmosphäre sind beide begeistert: „Der macht das richtig gut. Außerdem ist es toll, dass so viele Leute und Graduierungen dabei sind und man für die Prüfungen neue Sachen lernt.“

Dass Ju-Jutsu, nicht nur bei Kindern, immer regeren Zulauf findet, freut Thomas Linkhorst, überrascht  ihn aber nicht: „Es schult die Koordination und jeder findet einen Partner.“ Die unterstützen sich bei den Übungen selbst, geben untereinander Hilfestellungen und machen auch mal nicht das, was sie eigentlich sollen.

Dozent Uwe Nettlau findet auch das „toll, denn es soll doch Spaß machen.“ Dass sich so viele Ju-Jutsuka am Sonntagmorgen in Mingerode zusammengefunden haben, sei auch aus einem ganz speziellen Grund erstaunlich, sagt der Dan-Träger augenzwinkernd: „Ich habe gehört, dass dann eigentlich Kirchenzeit ist.“

Von Christian Roeben

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