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Regional Julius Wolf glänzt als bester deutscher Rebounder
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19:11 14.07.2010

Den achten Rang der DBB-Auswahl – beste Platzierung eines deutschen Jugendteams seit mehr als 20 Jahren – werteten Menz und Herren-Bundestrainer Dirk Bauermann als Erfolg – trotz der Erkenntnis, dass der deutsche Nachwuchs mit der Weltspitze körperlich noch nicht ganz mithalten konnte. Souveräner Weltmeister wurde Topfavorit USA mit einem überlegenen 111:80-Finalerfolg gegen das Überraschungsteam aus Polen. Das kleine Finale gewann Kanada mit 83:81 gegen Litauen, das Spiel um Rang fünf Serbien mit 74:64 gegen Australien.

Als Elfter der U-16-Europameisterschaft nur wegen des Gastgeber-Status‘ bei der WM teilnahmeberechtigt, war die DBB-Auswahl mit zwei Paukenschlägen ins Turnier gestartet: den Überraschungserfolgen gegen den späteren WM-Dritten Kanada (69:68) und Europameister Spanien (74:64). Nach herbem Rückschlag gegen Polen (35:79) und einer 58:62-Niederlage gegen Australien sicherten sich die Menz-Schützlinge mit 78:68 Platz drei ihrer Vorrundengruppe und damit den Einzug ins Viertelfinale. In den Finalrunden-Partien gegen Litauen, Serbien und China hielten die Deutschen lange mit, ehe ihnen jeweils kurz vor Schluss die Kräfte schwanden.

Hoch zufrieden mit seiner Turnierleistung kann Julius Wolf sein. Der Sohn des früheren Nationalmannschaft-Centers Horst Wolf, der seit knapp zwei Jahren das Basketball-Internat Urspringschule in Baden-Württemberg besucht, glänzte als bester Rebounder des deutschen Teams (7,0 im Schnitt) und viertbester Werfer (7,8). Überragend agierte der Göttinger im Viertelfinale gegen Litauen, war Topscorer (14) und Toprebounder (14) der Partie.

„Schade, dass es trotzdem nicht zum Sieg gereicht hat“, trauert Wolf dem verpassten Halbfinal-Einzug nach. „Wir waren nah dran, aber gegen die acht von zehn Dreier, die Litauen in der zweiten Halbzeit getroffen hat, waren wir machtlos.“ Der 17-Jährige zeigt sich vorsichtig optimistisch, beim DBB-Lehrgang am 31. Oktober, zu dem 40 Spieler eingeladen werden, den Sprung in den 20 Mann starken U-18-Kader zu schaffen. „Ich denke, jeder, der bei der WM mitgespielt hat, hat ein reelle Chance, aber es rücken gute Spieler nach. Ich muss weiter hart arbeiten, um dabei zu sein“, weiß er.

Den Wechsel vom Hainberg-Gymnasium ins Basketball-Internat Urspring hat Wolf, der nach den in einer Woche beginnenden Sommerferien in die zwölfte Klasse kommt, nie bereut. „Am Anfang war es schon ein bisschen schwer, so weit weg von zu Hause zu sein“, gibt er zu. „Aber alle sind super nett hier, und ich habe mich schnell eingewöhnt.“ Als großen Vorteil empfindet er es, dass Schule und Training optimal koordiniert sind und er nicht nur – wie bei der BG 74 – maximal eine Altersklasse höher spielen darf, sondern seit voriger Saison auch fester Bestandteil des Herrenteams der Erdgas Ehingen/Urspring in der 2. Liga Pro B ist.

Ein Zuckerschlecken sei es allerdings nicht, dass er in den letzten zwei Monaten nur fünf Tage in der Schule gewesen und nach seiner Rückkehr von der WM die wichtigen Arbeiten nachschreiben müsse, merkt Wolf an. Sein Ziel nach dem Abitur ist es, zu einem namhaften US-amerikanischen Collegeteam zu wechseln oder gleich in der Bundesliga zu spielen. „Die Chancen stehen nicht schlecht, weil dann ja jeder Bundesligist sechs deutsche Spieler im Kader haben muss“, so Wolf.

mig/end

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