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Regional Kai-Henrik Günther gehört zu den besten Einzelzeitfahrern Deutschlands
Sportbuzzer Sportmix Regional Kai-Henrik Günther gehört zu den besten Einzelzeitfahrern Deutschlands
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17:53 03.07.2014
Will mehr: Kai-Henrik Günther möchte 2015 wieder bei den nationalen Meisterschaften im Einzelzeitfahren starten. Quelle: Theodoro da Silva
Göttingen

Er wurde 19. unter 24 Startern. Erwartungsgemäß die schnellsten Beine hatte der amtierende Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (56:22 Minuten).

„Die DM war eine großartige Erfahrung. Das Starten von der Rampe, die voll gesperrten Straßen, die Stimmung an der Strecke und im Zielbereich – das lässt einen selbst mit 40 Jahren nicht kalt und macht Lust auf mehr“, schwärmte Günther.

Zwar war er mit seinem Endergebnis insgesamt zufrieden, haderte jedoch mit einem „mentalen Bruch“ auf dem Schlussabschnitt. Denn nachdem die ersten beiden Runden á 14,8 Kilometer optimal verlaufen waren, so setzten auf der dritten Runde Unwetter ein: „Die Windböen haben mir ausgerechnet auf einer längeren Abfahrt, die ich zuvor mit fast 70 km/h gefahren war, richtig zugesetzt“, berichtete Günther.

„Ich weiß jetzt, dass meine Zielvorgabe zu vorsichtig war“

„Hinzu kam ein Beinahesturz, als mir in einer Kurve das Hinterrad weggegangen ist.“ In der Folge sei der Tuspo-Fahrer mental gehemmt gewesen, „und nur noch so durch die Kurven geeiert“. Gleichwohl ist der Zeitfahrspezialist realistisch: „Viel mehr hätte ich hinsichtlich der Platzierung trotz aller Widrigkeiten nicht herausholen können“, gesteht er.

Mut für zukünftige Aufgaben mache Günther, dass er besser war, als erwartet: „Ich weiß jetzt, dass meine Zielvorgabe zu vorsichtig war. Die nächste DM ist wohl in Chemnitz – und ich habe Blut geleckt“, verdeutlicht Günther, der sich für die Titelkämpfe 2015 durch einen erneuten Sieg bei den Landesmeisterschaften qualifizieren könnte.

Dass der Zug für den 40-jährigen noch lange nicht abgefahren ist, das bewies in Baunatal Lars Teutenberg: Der 43-Jährige benötigte nur eine gute Minute mehr als Tony Martin, schaffte es somit auf das Podium – und bewies eindrucksvoll, dass in Günthers Paradedisziplin auch der Faktor Erfahrung eine große Rolle spielt.

Von Timo Holloway

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