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Regional Kanupolo: Göttinger Damen Zweiter beim 27. Niedersachsen-Pokal
Sportbuzzer Sportmix Regional Kanupolo: Göttinger Damen Zweiter beim 27. Niedersachsen-Pokal
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17:01 27.04.2015
Boot, Ball und Paddel unter Kontrolle: Eike Müller vom Göttinger Paddler-Club in Aktion. Quelle: Pförtner
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Göttingen

 Beim Internationalen Niedersachsenpokal des Göttinger Paddler-Clubs (GPC) vergisst man ganz schnell, dass man sich dort befindet, wo für gewöhnlich bei Sonnenschein geplanscht oder auf dem Rasen entspannt wird: im Freibad am Brauweg.

„In einem Freibad zu spielen, das ist schon eine Besonderheit. Aber es ist ganz nett“, sagt Tim Hemmingsen, der Nationalspieler für Dänemark ist in Göttingen für das Team Neptun antritt. „Normalerweise spielen wir auf Seen“, verdeutlicht er. Was für ihn das Außergewöhnliche am Kanupolo sei? „Nun: Es ist der einzige Kanusport, der ein Teamsport ist“, sagt Hemmingsen.

Mit der nunmehr 27. Austragung des Niedersachsen-Pokals  sind die Ausrichter des GPC vollauf zufrieden: „Alle sind begeistert vom Wochenende. Und vor allem am Sonnabend hatten wir tolles Wetter“, blickt Melanie Schreiner vom Organisationsteam auf das zweitägige Event zurück. Nur auf sportlicher Ebene  hatte sich der GPC mehr erhofft.

So muss sich das Bundesliga-Team der Männer gegen starke und internationale Konkurrenz mit Platz 13 unter 18 Teams begnügen. Das umkämpfte Finale gewinnt schließlich der WSF Liblar mit 6:3 gegen den Pokalsieger der vergangenen beiden Jahre, ACC Hamburg.

Die Damen des GPC, die amtierender Deutscher Vizemeister sind, schaffen zwar souverän den Sprung ins Endspiel. Dort unterliegt das Team um die Nationalspielerin und Weltmeisterin Margret Neher jedoch mit 1:4, nachdem es zur Halbzeit bereits 0:3 zurückliegt. Den Treffer für die Gastgeberinnen erzielt mit Cecile Weinreich ein Neuzugang der GPC-Damen.

Jeweils den dritten Rang erspielen sich die Schüler- und Jugendmannschaft des GPC. Wobei die Wettkämpfe der Jüngsten für Schreiner das Highlights der Veranstaltung sind. „Es ist toll, wenn man am Spaß der Kinder teilhaben kann“, so Schreiner, die selbst Nachwuchstrainerin ist und in der Bundesliga-Mannschaft der Damen spielt.

Der zweitjüngste aller Teilnehmer, Finn Crone vom KC Wetter II, empfindet es als angenehm, nach dem Winter „endlich wieder draußen spielen“ zu können. Er verdeutlicht: „Insgesamt ist Kanupolo viel komplizierter als Fußball oder Handball. Man muss nämlich auf ganz vieles gleichzeitig achten: auf das Boot, das Paddel, den Ball und die Gegner“, so der Neunjährige. Das alles mit dem Ziel, den Ball ins gegnerische Tor zu befördern, das zumeist ziemlich gut bewacht ist.

Für den Dänen Hemmingsen wiederum ist beim Kanupolo die Kombination aus physischer und mentaler Ebene reizvoll: „Man muss schnell im Kopf sein, um mit verschiedenen Situationen möglichst schnell und möglichst gut klar zu kommen. Gleichzeitig ist aber auch eine gute körperliche Verfassung nötig.“ Wobei vor allem letzteres im Freibad am Brauweg immer wieder deutlich wurde, wenn die Spieler der insgesamt 36 Mannschaften mit Boot-, Paddel- und Körpereinsatz um jeden Meter kämpften.

Von Timo Holloway

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