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Kauz führt German Wunderkind auf NBA-Olymp

Holger Geschwindner: „Nowitzki. Die Geschichte" Kauz führt German Wunderkind auf NBA-Olymp

Holger Geschwindner wird vieles nachgesagt: Er sei ein schrulliger Kauz sagen die einen, ein Genie urteilen die anderen. Nicht wenigen gilt der einstige Point Guard, der von 1979 bis 1981 für den SSC/ASC Göttingen in der Basketball-Bundesliga aufgelaufen ist, als übergeschnappter Guru, als ein Verrückter.

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„Nowitzki. Die Geschichte“ heißt das autobiographische Werk von Holger Geschwindner.

Quelle: Reuters

Göttingen. Wer erfindet und leitet schon ein „Institut für angewandten Unfug“? Eine Institution, die herausfindet, dass ein Ball mindestens einen Einfallswinkel von 17 Grad benötigt, um im Korb zu landen. Vor allem ist Geschwindner aber der Privattrainer von Dirk Nowitzki – des für viele besten weißen Basketballers aller Zeiten. Nun hat der 67-Jährige sein Können um eine Facette erweitert, ist unter die Buch-Autoren gegangen. „Nowitzki. Die Geschichte“ heißt das autobiographische Werk in „82 Brocken und 41 Bildern.“

Sieben Hofmannsbrüder treffen sich in einem alten Schloss am Rande der Fränkischen Schweiz. Hier wohnt Geschwindner, „der Alte vom Schloss“. Große Hände, eckige Schultern und ein kantiges Gesicht. So beschreibt sich der Olympionik von 1972 selbst, um fortan in jedem Kapitel – oder wie er es nennt: Brocken – in die Rolle eines der sieben Freunde zu schlüpfen, um die Geschichte der engen Beziehung zwischen ihm und seinem „German Wunderkind“ zu erzählen.

Abwechselnd kommen der liebenswerte Landmann, der gütige Lehrer Lempl, der emsige Doc vom Lande, der muntere Marktschreier, der agile Anlageberater, der coole Jazzer aus Amiland und der akademische Jungspund, Urenkel eines Indianerhäuptlings, zu Wort. Selbst in Form der Lebensweisheiten des alten Hauskaters Murro gibt der dreimalige Deutsche Meister Einblick in die Welt „seines“ NBA-Champions von den Dallas Mavericks.

Mit 16 Jahren lernt Nowitzki seinen Mentor kennen. „So einen Kerl habe ich Zeit meines Lebens nicht gesehen“, erinnert sich der Häuptlingsenkel an die erste Begegnung in einer Sporthalle in Würzburg. Wenige Tage später sitzt Altmeister Geschwindner bei Kaffee und Kuchen auf der Couch von Familie Nowitzki. „Wenn du in die NBA willst, müssen wir systematisch trainieren. Fangen wir morgen an“, erklärt Lehrer Lempl, bevor der coole Jazzer „nach Ami-Art kräftig das Blech scheppern lässt“, und Anekdoten zum Besten gibt.

Darüber, wie Geschwindner seinem Schützling Nachhilfe in der Schule gibt, ihn das Saxofon-Spielen lehrt und philosophische Bücher empfehlt. Die besten Werke finden Einzug in „Aus Dirks Bibliothek“. Darunter solche Meisterwerke wie „Lucky Luke“.

Auch Hobby-Trainer finden Gefallen an der bisher persönlichsten Nowitzki-Biographie, denn im Anhang erläutert Geschwindner einige seiner revolutionären Übungen. Genauso uneindeutig erklärt, wie deren Autor. Das kauzige Genie, das den sympathischen Weltstar formte.

Von Rupert Fabig

Holger Geschwindner: „Nowitzki. Die Geschichte“, Murmann-Verlag, 168 Seiten, 19,90 € (Einnahmen an Dirk Nowitzki Stiftung).
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