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Kazmierczak sieht Rot, und der RSV 05 siegt 5:0

Fußball-Bezirksoberliga Kazmierczak sieht Rot, und der RSV 05 siegt 5:0

Als die Frau einen Tritt aufs Gesäß bekam, war die Partie gelaufen: Der Weender Kazmierczak war über seine zweite gelbe Karte so erbost, dass er den Platzverweis mit einem Tritt auf eine Bande quittierte, die für den Nachtclub Chateau wirbt. Zu diesem Zeitpunkt waren 16 Minuten gespielt, und der Außenseiter lag bereits mit 0:1 zurück. Folge: Der RSV 05 entschied das Derby der Fußball-Bezirksoberliga vor 482 Zuschauern an der Benzstraße trotz einer schlechten Chancenverwertung mit 5:0 (2:0) für sich.

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Bester RSVer: Robert Huck (M.) tankt sich durch die SCW-Abwehr.

Quelle: Vetter

Nach dem Hin und Her bezüglich des Austragungsortes – der SCW hatte dem RSV-Wunsch, die Partie auf Weender Kunstrasen auszutragen, eine Absage erteilt – wurde das Spiel doch noch auf zwar tiefem, aber recht gut bespielbarem Geläuf an der Benzstraße angepfiffen. Die Weender wurden dabei spätestens von der 16. Minute an vom haushoch überlegenen Gastgeber teilweise so sehr an den eigenen Strafraum gedrückt, dass die SCW-Akteure wirkten wie ein Teil des antifaschistischen Schutzwalls rund um West-Berlin. Gleichwohl kamen die RSVer durch, obwohl sie effektives Angriffsspiel weitgehend vermissen ließen – zu oft wurde noch ein Schnörkel draufgesetzt.
Mit einer hochverdienten 2:0-Führung, die Mehdi Mohebieh per Abstauber besorgt hatte (32.), ging es in die Pause. Auch danach ließen die Weender Engagement erkennen, waren aber rettungslos unterlegen und konnten sich schließlich über 90 Minuten keine einzige Chance herausarbeiten. Auf der Gegenseite verpasste von der Crone in der 58. Minute nach schöner Vorabeit von Splitt seine zigste gute Chance und wurde erlöst: Für ihn kam Kazan, der später mit dem 5:0-Kontertor nach Pass von Rieck den schönsten Treffer das Tages zum Endstand erzielte (84.). Dazwischen lagen das 3:0 durch Theodor Koch nach idealer Vorarbeit von Reinecke (72.) und das 4:0, das wiederum Mohebieh nach präziser Hereingabe des besten RSVers Huck markierte (80.).
„Das frühe Tor war wichtig. Wir haben diesmal nicht denselben Fehler wie gegen Kästorf gemacht und den Sieg nach einer guten ersten Halbzeit nach der Pause noch abgegeben“, bekräftigte der Torschütze Leonhardt. „Unsere Chancenverwertung lag ungefähr bei 50 Prozent. Das ist natürlich zu wenig, aber wir arbeiten dran“, unterstrich wiederum RSV-Coach Holger Koch. „Allerdings musst du fünf Tore auch erstmal schießen.“ SCW-Trainer Marc Zimmermann klagte, die Niederlage sei zu hoch ausgefallen. Der Knackpunkt war auch für ihn die Anfangsphase und die Hinausstellung von Kazmierczak. Auf dessen Wutausbruch, der eine Beule im Po der Dame hinterließ, hatten die RSV-Fans mit Sprechchören reagiert: „Macht sie nieder, schießt sie aus der Liga.“ Viel Hoffnung bleibt dem Schlusslicht nicht mehr.
RSV 05: Doods – Förtsch, Reinecke, Leonhardt, Schneemann – Timucin (82. Rieck), Splitt, Huck – Th. Koch (75. Zekas), v. d. Crone (58. Kazan), Me. Mohebieh. – SCW: Peter – Burkhardt, Scheffer (81. Schiller), König, Schrader – Sumera (78. Jansen), Ziemann, Kazmierczak, Bianco – Kaden, Reinelt (67. Wilm). – Tore: 1:0 Leonhardt (6.), Kopfball nach Eckball von Theodor Koch; 2:0 Me. Mohebieh (32.), staubt nach abgewehrtem Schuss von Theodor Koch ab; 3:0 Theodor Koch (72.), donnert den Ball nach Steilpass von Reinecke in die rechte Ecke; 4:0 Me. Mohebieh (82.), mit rechts nach Pass von Huck; 5:0 Kazan (84.), wird bei Konter von Rieck am zweiten Pfosten bedient. – Bes. Vorkommn.: Gelb-Rot für Kazmierczak (16.).

Von Eduard Warda

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