Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Kein Konzept: TV Jahn kassiert Heimniederlage

Handball-Regionalliga Kein Konzept: TV Jahn kassiert Heimniederlage

Mit einer 27:34 (13:13)-Heimpleite gegen HG Köthen hat Neuling TV Jahn Duderstadt die Saison 2008/09 in der Handball-Regionalliga Nord abgeschlossen. Die Niederlage war jedoch fast Nebensache: Beim Saisonfinale stand der Abschied von Torjäger Stefan Pietsch sowie seiner Mannschaftskameraden Benjamin Artmann und Benjamin Möller im Blickpunkt.

Voriger Artikel
HG verliert den roten Faden
Nächster Artikel
LGG-Schüler holen 13 Bezirkstitel

 Mit stehenden Ovationen bedankten sich die Jahn-Fans bei Pietsch für sechs Jahre mit über 160 Einsätzen und mehr als 700 Toren im Jahn-Trikot. Während der 34-Jährige wegen Beruf und Familie seine Karriere beendete, schied Artmann aus Studiengründen („Ich weiß noch nicht, wo ich hinkomme“) und Möller gegen seinen Wunsch aus dem Kader aus. Möller („Man hat mir gesagt, man braucht mich nicht mehr“) will sich mit guten Leistungen in der Jahn-Reserve für eine Rückkehr in die „Erste“ empfehlen. Die durch die Abgänge entstandenen Lücken, kündigte Trainer Stephan Albrecht, würden geschlossen und die neuen Spieler in Kürze vorgestellt.

Albrechts aktuelle Formation war in ihrem letzten Saisonspiel derweil nicht in der Lage, den Ausfall ihres verletzten Mittelmanns Mark Tetzlaff zu kompensieren. Im ersten Abschnitt lebte das Eichsfeldteam ein letztes Mal von der Wurfkraft von Stefan Pietsch, der seinem Ex-Verein sieben Treffer einschenkte. Trotz des vielversprechenden Beginns gelang es den Gastgebern einfach nicht, dauerhaft ein druckvolles Offensivkonzept umzusetzen. 

Torwartwechsel bringt Wende

Das Ende der guten Anfangsphase wurde durch einen Wechsel im HG-Gehäuse eingeläutet: Sebastian Loske löste in der 18. Minute seinen Kollegen Patrik Tuchen ab und ließ bis zur Pause nur vier weitere Treffer der Hausherren zu. Auch einen Strafwurf von Marco Krist wehrte Loske ab (26.).

Auch in der Duderstädter Deckung stimmte es nicht. Die Abwehrschwäche wurde augenscheinlich, als die Jahn-Sieben in doppelter Überzahl den 12:12-Ausgleich zuließ (28.), und nach dem Seitenwechsel fiel die Defensive dann auseinander: Mit ihrem Laufspiel düpierten die Gäste die Jahn-Deckung ein ums andere Mal. Hinzu kam, dass der eingewechselte Torhüter Christian Schmidt in den zweiten 30 Minuten nahezu keinen Ball anfasste und nur ganze zwei Würfe parierte. 

„Die zweite Halbzeit interessiert mich in fünf Minuten nicht mehr“, hakte Albrecht die Heimniederlage fast schon mit dem Abpfiff des Spiels und der Saison ab. „Köthen war besser – das muss man anerkennen“, betonte der Coach. HG-Interimstrainer Marco Schimmelpfennig führte die Wiederholung des Hinspielsieges  auf die aggressive 5:1-Deckung zurück, die auch Kreisläufer Nerijus Kesilis lange Zeit erfolgreich ausschaltete. In Köthen hatte der TV Jahn ebenfalls mit sieben Toren Differenz (23:30) das Nachsehen gehabt.

TV Jahn: Wedemeyer, Schmidt – Wengler (4/2), Kesilis (4), Loest, Artmann (4), Thormann (1), Krist (2), Möller (1), Heim (4), Pietsch (7), Maaß, Bogott.

Beste HG-Werfer: Bruchno (9), Retting (6). 

Stationen: 4:2 (7.), 4:4 (9.), 7:4 (12.), 10:8 (17.), 11:9 (21.), 11:11 (25.), 13:13 (30.); 13:17 (35.), 14:20 (38.), 16:22 (40.), 19:26 (44.), 21:29 (49.), 23:31 (53.), 25:33 (57.), 27:33 (58.), 27:34 (60., Endstand).

Von Michael Bohl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regional
Alle Verein der 1. Bundesliga im Quotenvergleich von SmartBets.
17.12.2017 - 21:44 Uhr

Interessante Teilnehmer, spannende Fußballpartien und strahlende Sieger: Die 28. Auflage des Günther-Brosenne-Turniers hat auch in diesem Jahr viele Sportfreunde nach Adelebsen gelockt. Den begehrten Wanderpokal sicherte sich am Sonntagabend der FC Grone.

mehr
Burgturnier 2017: Highlights aus drei Tagen