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Kein Pardon trotz Finanzkrise

Basketball-Bundesliga Kein Pardon trotz Finanzkrise

„Die Finanzkrise ist für uns kein Anlass, die Regularien zur Lizensierung zu lockern.“ Die Aussage von Jan Pommer, Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga (BBL), ist klar und unmissverständlich. Die Funktionäre wollen sicherstellen, dass Beinahe-Pleiten, die den Ruf der BBL nicht nur bei Sponsoren in Mitleidenschaft ziehen wie in Köln, Gießen und Paderborn, der Vergangenheit angehören. Um das zu erreichen, wurde das Lizensierungsverfahren sogar verschärft und ein Sicherungsfond eingerichtet. 

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Jan Pommer

Quelle: Swen Pförtner

„Wir werden diese Saison noch kritischer in die Unterlagen schauen und Prognosen eher konservativ beurteilen“, betont Pommer. Alle 18 BBL-Vereine sowie die drei Pro-A-Ligisten MBC, Bayreuth und Hagen bewerben sich um Startplätze für die kommende Spielzeit. Alle haben fristgerecht ihre Unterlagen für die Teilnahme am BBL-Lizensierungsverfahren eingereicht. Bevor der BBL-Lizenzligaausschuss am 16. April zusammentritt und die Entscheidung über die Lizenzerteilung trifft, wird der BBL-Gutachterausschuss tätig und prüft die eingereichten Unterlagen auf ihre wirtschaftliche Plausibilität. 

„Wir hoffen, dass wir – wie in der vergangenen Serie – die Lizenz ohne Auflagen erhalten“, sagt Starting-five-Geschäftsführer Marc Franz. Er betonte besonders die Bedeutung guter Zuschauerzahlen. „Wir haben ja quasi nur Einnahmemöglichkeiten durch Sponsoring, Merchandising, ein paar Lizenzen und Zuschauereinnahmen. Gute Besucherzahlen sind wichtig für uns, deswegen hoffen wir, dass es weiter gut läuft“, so Franz. 

Praktikanten fehlt Know-how

Auf die Klubs beziehungsweise deren Lizenzträger kommen ab der kommenden Spielzeit zusätzliche Kosten zu. So gründete die BBL-Geschäftsführung einen Sicherungsfonds, in den jeder BBL-Teilnehmer einzahlen muss. „250000 Euro stehen dann für einen Klub, der in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist, zur Verfügung. Wir haben die Idee von der Deutschen Fußball-Liga DFL übernommen“, sagt Pommer. Jeder Klub muss sich also mit einer Einlage in Höhe von knapp 14000 Euro beteiligen. Teams, die Gelder des Sicherungsfonds in Anspruch nehmen, müssen ihn noch in der laufenden Saison zurückzahlen, sonst stehen sie als erster Absteiger fest. 

Neu ist auch, dass Lizenzinhaber, die als Kapitalgesellschaft organisiert sind, ab dem 30. Juni nachweisen müssen, dass sie über ein Eigenkapital von 100000 Euro (zehn Prozent des Mindestetats, um in der BBL spielen zu dürfen) verfügen. Bisher waren 25000 Euro erforderlich. Diese Aufstockung hat die Starting five schon vor einem Jahr vorgenommen.

Als dritte wesentliche Veränderung wurde den Klubs auferlegt, dass sie einen Marketing-Manager beschäftigen müssen. „Es muss eine Vollzeitstelle sein, wir verlangen einen hauptamtlichen Ansprechpartner“, unterstreicht BBL-Pressesprecher Dirk Kaiser. Die Klubs müssten weiter verstärkt daran arbeiten, Sponsoren zu akquirieren. „Viele Vereine haben diese Stellen mit Praktikanten besetzt. Ihnen fehlt aber das Know-how. Da müssen Spezialisten hin. Es muss in die Köpfe der Geschäftsführer rein, dass das eine Investition in die Zukunft ist und den Klubs eher zugute kommt, als eine Saison lang einen teureren Spieler zu verpflichten“, sagt Kaiser. 

Bei der Starting five soll diese neue Marketing-Position Stephan Karasch bekleiden. Er werde bereites seit November vergangenen Jahres eingearbeitet. „Diese Änderungen sind wichtig. Ebenso von Bedeutung ist die Pressearbeit. Auch da werden wir demnächst eine hauptamtliche Stelle schaffen. Es ist wichtig, dass man gut aufgestellt ist“, betont Franz. 

                                                                                                                   Von Mark Bambey

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