Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Kiel gegen Essen: Die Firnhaber-Brüder treffen sich in Göttingen
Sportbuzzer Sportmix Regional Kiel gegen Essen: Die Firnhaber-Brüder treffen sich in Göttingen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:12 07.08.2018
Sebastian Firnhaber bereitet sich mit dem THW Kiel auf den DHB--Pokal in Göttingen vor. Im Training geht es dabei zur Sache: Miha Zarabec, Marko Vujin, Lukas Nilsson, Sebastian Firnhaber, Patrick Wiencek, Christian Dissinger (v. l.). Quelle: r
Göttingen

Wenige Kilometer von Beckdorf unweit von Hamburg sind die Brüder Sebastian (24) und Lucas Firnhaber (21) aufgewachsen. Mit drei, vier Jahren kamen sie zum Buxtehuder SV. Sie spielten bei den sonntäglichen Kinderturnieren in der Halle Nord mit – und blieben dem Handball treu. Die weiteren Wege führten unter anderem über den MTV Braunschweig oder Eintracht Hildesheim zum deutschen Rekordmeister THW Kiel.

Tickets in den Tageblatt-Geschäftsstellen

Der Northeimer HC strebt für das DHB-Pokalturnier am Wochenende 18./19. August in der Sparkassen-Arena Göttingen ein volles Haus an – schon bald dürfte die Marke von 2000 verkauften Tickets geknackt sein. Alfred Gislason, Trainer des Deutschen Rekordmeisters THW Kiel, freut sich schon auf die Pokalspiele in Göttingen: „Ich hoffe auf eine richtig gute Atmosphäre.“ Neben dem Drittligisten Northeim und dem Bundesligisten Kiel sind die beiden Zweitligisten TUSEM Essen und TSV Bayer Dormagen dabei. Tickets gibt es im Vorverkauf in den Geschäftsstellen des Tageblattes in Göttingen, Weender Straße 44, und in Duderstadt, Marktstraße 9. war

Jetzt haben sich die Wege getrennt: Der Rückraumspieler Sebastian Firnhaber gehört weiterhin zur Stammbesetzung des Rekordmeisters THW Kiel, Lucas ist gerade aus dem Anschlusskader der „Zebras“ zum Zweitligisten TUSEM Essen gewechselt. Beide Spieler treffen in der ersten Runde des DHB-Pokals aufeinander, wenn der THW Kiel am 18. August um 16 Uhr in der Göttinger Sparkassen-Arena gegen TUSEM Essen antritt. Im Doppelinterview stellen sich die Spieler den Tageblatt-Fragen.

Wie gehen zwei Brüder damit um, zukünftig in unterschiedlichen Klassen zu spielen, nachdem sie gemeinsam mit dem Handball groß geworden sind?

Sebastian Firnhaber: Ich freue mich für Lucas, dass er in Essen einen tollen, ambitionierten Verein gefunden hat, der schon viele Spieler stark ausgebildet hat. Lucas kann in der 2. Bundesliga Spielpraxis und in einer jungen Mannschaft Erfahrungen sammeln. Wir stehen in regelmäßigen Kontakt und unterstützen uns, wo wir können.

Lucas Firnhaber: Da ich vorher ja nicht wirklich beim THW Kiel, sondern eher beim Drittligisten und Kieler Kooperationsparner TSV Altenholz gespielt habe, sehe ich den Schritt in die 2. Liga als großen Schritt nach vorn. Mit meinem Bruder in einem Team zu spielen, war immer schön. Ich denke aber, dass es uns beiden gut tut, auch einmal von seinem Bruder wegzukommen und den ständigen Vergleichen aus dem Weg zu gehen. Selbstverständlich vermisse ich ihn, da wir eine sehr gute Beziehung zueinander haben.

Lucas Firnhaber wartet gespannt auf das Wiedersehen mit seinem Bruder Sebastian. Quelle: r

Jetzt gibt es ein Wiedersehen in Göttingen. Bleibt da bei aller sportlicher Rivalität noch etwas Raum für ein privates Wiedersehen?

Sebastian Firnhaber: Ich freue mich auf das Spiel gegen Essen. Wir gehen beide professionell an das Spiel heran. In den 60 Minuten ist Lucas mein Gegenspieler, so wie jeder andere Spieler von Essen auch. Danach hoffe ich, dass wir uns zusammensetzen und ein wenig den Sieg des THW Kiel Revue passieren lassen können.

Lucas Firnhaber: Auf dem Spielfeld zählt nur der Sieg. Schenken werden wir uns beide nichts. Vor und nach dem Spiel sind wir keine Gegner mehr und können ganz normal miteinander umgehen.

Kennen die Firnhaber-Brüder überhaupt Göttingen?

Sebastian Firnhaber: Nein, bis auf den Bahnhof kenne ich leider nichts von Göttingen.

Lucas Firnhaber: Soweit ich mich erinnere, war ich noch nie in Göttingen.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit dem Namen Jens Schuboth, der einst im Handballinternat in Hildesheim als Trainer tätig war?

Sebastian Firnhaber: Jens war immer ein super Typ, mit dem man toll über Handball sprechen konnte. Er hat viel Disziplin von seinen Spielern eingefordert, was im Leistungshandball einfach dazugehört. Dass er jetzt in Northeim Co-Trainer ist, freut mich. Ich hoffe, dass ich mit ihm das ein oder andere Wort während des Wochenendes wechseln kann.

Lucas Firnhaber: Ich habe vielleicht ein paar Trainingseinheiten mitgemacht, aber mehr auch nicht. Ich freue mich jedenfalls, alte Bekannte aus dem Internat wiederzusehen, mit denen ich auf dem Internat war und/oder in einer Mannschaft gespielt habe.

Von Ferdinand Jacksch

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Trotz einer sehr kurzfristigen Ankündigung von nur wenigen Wochen kamen Leichtathleten aus sechs Bundesländern zum Feriensportfest der LG Göttingen ins Jahnstadion. Terminprobleme hatten den Veranstalter bewogen, anders als im Vorjahr, auf eine nationale Ausschreibung zu verzichten.

07.08.2018

Drei ehemalige Kanupolospieler des Göttinger Paddler Club hatten bei der Weltmeisterschaft in Kanada allen Grund zum Jubel: Lukas Richter gewann mit dem Herrenteam, Tonie Lenz und Katharina Kruse holten mit den Damen die Goldmedaille. Alle drei spielen inzwischen beim Alster Canoe Club in Hamburg.

06.08.2018

Die Herren 30 des TSC Göttingen spielen um den Aufstieg in die Tennis-Regionalliga. Nachdem die Mannschaft seit dem Jahr 2015 drei Aufstiege (von der Landesliga bis in die Nordliga) feiern konnte, wurde jetzt mit der Meisterschaft in der Nordliga der Grundstein für den erneuten Aufstieg in die Regionalliga Nord-Ost gelegt.

06.08.2018