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Kleine Basketballer mit großen Vorbildern

Mini-Basketball Kleine Basketballer mit großen Vorbildern

Mit Sprechchören feuert die Bank der BG 74 ihre Spieler an. Selbst nach missglückten Freiwürfen wird abgeklatscht. Und auch in anderen Situationen stehen die Nachwuchs-Veilchen bei den Mini-Bestenspielen des Niedersächsischen Basketball-Verbandes den Profis der BG Göttingen in kaum etwas nach. Den Größenunterschied von vier bis fünf Köpfen mal ausgeklammert.

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Kampfgeist auch bei den kleinen Basketballern.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. „Mein Lieblingsspieler ist Robert Kulawick. Der kann einfach alle Würfe - vom Freiwurf bis zum Dreier“, sagt der achtjährige Mats Töllner über den Helden des letzten Bundesliga-Saisonspiels. Auch Töllner selbst habe beim U9-Turnier in der FKG-Halle schon von jenseits der - etwas näher am Korb gelegenen - Drei-Punkte-Linie getroffen. Während andere BGer für Kapitän David Godbold schwärmen, will Arne Graeber später unbedingt das Veilchen-Trikot tragen: „Entweder bei den Profis - oder, falls das nicht klappt, bei den Nichtprofis.“

Die Technik zählt

Souveräner Sieger der zweitägigen Landesbestenspiele wurde MTV/BG Wolfenbüttel. Aufsehen erregten die Wolfenbütteler nicht nur durch eine imposante Korbleger-Quote. Sondern auch, weil einige Akteure enorm großgewachsen waren, wohingegen bei anderen Spielern die Hose fast bis an die Fußknöchel reichte. „Die Größe ist nicht entscheidend, sondern die Technik“, betont Wessel Lücke von der BG 74.

Der 78-Jährige Coach habe im Spiel seiner Veilchen gegen den ASC 46 Derbystimmung erlebt. „Wir haben mit 17 Punkten geführt, aber uns Unentschieden getrennt“, erzählt er. Overtime gab es im Gegensatz zu Profi-Spielen nicht. Denn zum Schutz der Kinder dürfen diese maximal zwei 40-minütige Partien pro Tag bestreiten. „Das war natürlich ärgerlich“, kommentierte Lücke das 59:59.

Die einzige reine Mädchen-Mannschaft bei dem Mixed-Turnier war TV Vörden. „Wir können gut zusammen spielen, weil wir alle Freundinnen sind und uns schon seit dem Kindergarten kennen“, verriet Spielerin Manja-Fee Schwarberg, nachdem sie ihre Enttäuschung über eine knappe 40:43-Niederlage überwunden hatte.

Auf Augenhöhe mit den Idolen

„Manche von uns haben direkt danach geweint, weil wir uns richtig angestrengt haben“, so Schwarberg. Ihre Teamkollegin sorgte für Motivation: „Egal: Nächstes Mal strengen wir uns einfach noch mehr an.“ Möglicherweise erreicht der ein oder andere Nachwuchsspieler in einem guten Jahrzehnt sein Idol.

Die Legende Michael Jordan hat es Curtis Klatt aus Bremen angetan. Als der US-Amerikaner in der NBA für Wirbel sorgte, war Klatt zwar noch nicht geboren. „Ich habe mir aber Videos angeschaut, und seine Dunkings gefallen mir“, verrät er. Aktuell versuche Klatt im Training, mit seinem Vorbild auf Augenhöhe zu springen. Auch wenn dazu noch ein Trampolin nötig ist.

Bereits am ersten Turniertag hatte sich abgezeichnet, dass MTV/BG Wolfenbüttel die Bestenspiele für sich entscheiden würde. So gewann der spätere Turniersieger etwa gegen Bothfeld mit 125:6. Höchstspannung herrschte beim Kampf um die Silbermedaille: Am Ende verwies die BG 74 das zweite Göttinger Team vom ASC 46 allein aufgrund der besseren Korbdifferenz auf Rang drei.

Von Timo Holloway

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