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Knappes Finale: Johannes Schneider siegt auf Orlanda

Duderstädter Reit - und Springturnier Knappes Finale: Johannes Schneider siegt auf Orlanda

Ganz im Zeichen des Reitsports stand das vergangene Wochenende aus Duderstädter Sicht. Beim Reit- und Springturnier des Duderstädter Reitclubs bekamen die Zuschauer quantitativ und qualitativ hochwertigen Sport geboten. Insgesamt gingen 375 Reiter und 450 Pferde an den Start.       

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Heimspiel: Lena Fredershausen vom Duderstädter Reitclub setzt auf Cute Missy über das Hindernis.

Quelle: Schneemann

Duderstadt. Drei Tage Reitsport mit vier M-Springen und insgesamt etwa 770 Starts von 375 Reitern und 450 Pferden, das sind die Zahlen für das spannende Reit- und Springturnier des Duderstädter Reitclubs am Wochenende. Von immer wiederkehrenden Schauern ließen sich die meisten Teilnehmer und Zuschauer nicht stören.

Allerdings wurde die letzte Siegerehrung des Turniers ohne Pferde im Richterhaus vollzogen. Um weniger als eine Sekunde hatte Johannes Schneider auf Orlanda (RV Dingelstädt) bei der Siegerrunde des M*-Springens Söhnke Wenzel auf Lausebub (RG Pegasus Göttingen) geschlagen und sicherte sich den ersten Platz. 

Dabei hatte Wenzel das Kunststück vollbracht, alle drei Pferde, mit denen er angetreten war - Coolboy, Lausebub und Renny Benny - in der Siegerrunde zu platzieren, lobte Moderator Kai-Christian Warnecke den Reiter beim Reinhard-Kraft-Gedächtnisspringen der Klasse M*. Doch mit Coolboy passierte ihm in der stark verkürzten Siegerrunde mit vielen Wendungen ein Abwurf. Bei seiner dritten Runde auf dem siebenjährigen Hannoveraner Renny Benny machte Wenzel das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Die Schauer hatten sich zum Stechen zu einem Dauerregen entwickelt. Bis zu Wenzels Ritt am Schluss war ein starker Regen daraus geworden. Der störte den siebenjährigen Hannoveraner sichtlich. Die Sieges-Sekunde hatte Schneider mit der Wendung gleich nach dem ersten Hindernis gewonnen. „Ich kann nicht mehr laufen“, scherzte Wenzel bei der Siegerehrung ohne Pferde.

Eine besondere Springprüfung, leider mit sehr geringer Teilnahme, war für Junioren und Junge Reiter bereits am Nachmittag ausgetragen worden. In Gedenken an den erfolgreichen Springreiter und Bundestrainer Hermann Schridde (gestorben 1985) und seinen herausragenden Reitstil hatte der Duderstädter Reitclub eine Stilspringprüfung der Klasse M* angesetzt. Beim Stilspringen mit Wertnoten von 0 bis 10 wird besonders auf den Sitz des Reiters geachtet und darauf, wie das Pferd im Sprung den Rücken aufwölbt (Bascule). Abwürfe und einmalige Verweigerungen oder sonstiger Ungehorsam werden mit jeweils mit einem halben Fehler gewertet.

Mit 7,8 bekam Karolin Borchert auf Capitana die beste Wertnote der fünf Reiterpaare, die zu der Prüfung angetreten waren. Gut habe sie ihr Pferd über den Sprung begleitet, so lautete der Kommentar aus dem Richterhaus. Auf den zweiten Platz ritt Lisa Isensse auf ihrem Schecken Skuby Doo (Pony-Reitclub Volkmarode u.U.). Honoriert wurde, wie Isensee ihr Pferd in der Wendung mit dem Schenkel führte. Sowohl Borchert als auch Isensee haben sich mit dieser Platzierung einen Startplatz für die German Classics, die im Oktober in Hannover stattfinden werden, gesichert. Bei zwei Abwürfen, einer Verweigerung und Zeitüberschreitung war Lena Fredershausen vom Duderstädter Reitclub auf ihrem Pferd Cute Missy bei ihrem Heimspiel nicht sehr erfolgreich.

Drei Tage Reitsport mit vier M-Springen und insgesamt etwa 770 Starts von 375 Reitern und 450 Pferden, das sind die Zahlen für das Reit- und Springturnier des Duderstädter Reitclubs.

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Zwischen den M-Springen am Sonntagnachmittag war ein Führzügelklassen-Wettbewerb angesetzt. Dafür hatten sich die jungen Reiter mit ihren Pferden extra schick gemacht. Eines der Kinder trug eine passende Jacke zur lilafarbenen Satteldecke. Blumen waren in die Mähne eines anderen Pferdes geflochten. Vor dem Wettbewerb zeichnete der stellvertretende Vorsitzende des Reitclubs, Gregor Senge, Birgit Becker sowie Martina und Herbert Müller für besondere Verdienste um den Reitsport mit der bronzenen Ehrennadel des Niedersächsischen Reiterverbands aus. Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte als Schirmherr dankte allen Ehrenamtlichen, die das Turnier in Duderstadt vorbereitet hatten. „Ich gehöre zu denen, die von der Diskussion über eine Pferdesteuer nichts, aber auch gar nichts halten“, nutzte er die Gelegenheit gleich für seinen Beitrag zu dieser Diskussion.

Die Prüfung solle den Jüngsten im Reitsport den Einstieg ins Turniergeschehen öffnen, eröffnete Richter Peter Scharff den Führzügel-Wettbewerb. Die Nachwuchsreiter sollten im Schritt und Trab einen gewissen unabhängigen Grundsitz und die beginnende Einwirkung auf das Pferd erkennen lassen. Nur zur Absicherung sei die Begleitperson gedacht.  „Macht so weiter“, gab der Richter den neun Paaren zum Abschluss mit. „Ich bin sicher, dass wir euch alle in größeren Prüfungen wiedersehen werden.“

enz

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