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Kreissporttag: Handballer, Tennisspieler und Fußballer informieren

„Mutmachende Äußerungen“ Kreissporttag: Handballer, Tennisspieler und Fußballer informieren

Die Landkreise Göttingen und Osterode wollen am 1. November 2016 fusionieren, die jeweiligen Kreistage haben darüber bereits abgestimmt. Sie warten noch auf die Zustimmung des Landes Niedersachsen. Nicht zwangsläufig müssen dies dann auch die Sportbünde der beiden Kreise tun.

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KSB-Vorstand: Frank Tannhoff, Klaus Dressler, Willi Ballhausen, Michael Heil und Hans-Werner Lüther (v.l.).

Quelle: Lienig

Ebergötzen.  „Natürlich wäre es besser, wenn die Verwaltung nur einen Ansprechpartner hat“, sagte Landrat Bernhard Reuter (SPD) beim Kreissporttag des Kreissportbundes (KSB) Göttingen vor knapp 100 Delegierten in der Ebergötzer Sporthalle. Dass der Sport – neben der Schulverwaltung und dem Gebäude-Management – seinen Sitz im zukünftigen Kreis Göttingen/Osterode in der Universitätsstadt haben werde, sei schon beschlossene Sache.

Der Landrat war als Gastredner eingeladen worden und veranschaulichte in einem Kurzreferat noch einmal die Beweggründe für die Fusion aus kommunaler Sicht und beschrieb auch die Konsequenzen für die Sportorganisationen. Dabei sprach er die „freiwilligen Leistungen“ an, von denen der Sport (und auch die Kultur) in beiden Kreisen profitiere und dies auch weiterhin tun solle.

Allen voran stellte er die unentgeltliche Nutzung der Sportstätten, die es auch weiterhin geben solle. Abstriche müssten Vereine zukünftig bei der Förderung der Sportstätten machen. Alle bislang vorliegenden Anträge für 2013 könnten bewilligt werden, die finanziellen Mittel dafür kommen aus Haushaltsrücklagen.

Wie es 2014 weitergeht, stehe noch nicht fest. „Das Förderungsprogramm soll fortgesetzt werden, es hängt aber von den Rahmendaten ab. Wir müssen im Dialog bleiben“, blieb Reuter eine eindeutige Aussage schuldig.

15 ehrenamtliche Vorstandsmitglieder eingespart

„Mutmachende Äußerungen“ nannte KSB-Vorstandssprecher Willi Ballhausen die Statements, die von den Vorsitzenden der Fachverbände Tennis, Handball und Fußball zum Thema Fusion gekommen sind. Während die Tennisspieler und Handballer seit fast einem Jahrzehnt als Südregion in Niedersachsen sogar die Sportler aus den Kreisen Göttingen, Osterode und Northeim unter einem Dach vereinen, haben die Fußballer im März zunächst die Zweier-Konstellation Göttingen/Osterode gewählt.

Ob Holger Lapschies (Bovenden/Handball), Steffen Rauch (Osterode/Tennis) oder Hans-Jürgen Lotz (Münden/Fußball) – sie alle führten den demografischen Wandel (weniger Nachwuchs, weniger Mannschaften) als wichtigsten Grund für die Zusammenschlüsse an. Hinzu kamen Veränderungen in den Organisationsstrukturen der jeweiligen Landesverbände, die allesamt eine „Verschlankung“ an der Basis gefordert haben.

Auch die abnehmende Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, führten die drei Vorsitzenden an. „Wir haben bei unserer Fusion 15 ehrenamtliche Vorstandsmitglieder eingespart“, sagte der Fußballer Lotz. Vorausgegangen war den Zusammenschlüssen aber oft schon eine enge Zusammenarbeit  in ausgewählten Bereichen.

Norbert Engelhardt, Geschäftsführer des Landessportbundes (LSB), forderte die Delegierten auf, das LSB-Förderungsprogramm für das Ehrenamt zu nutzen. „Wir wissen, wo der Schuh drückt, können aber keine Patentlösungen bieten.“ Immerhin 550000 Euro jährlich stehen Niedersachsens Vereinen bis 2020 zur Verfügung, um auch die Vereine im ländlichen Raum zu unterstützen.

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