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Neuer Ungar mit wuchtigem Wurf

Laszlo Ujvari Neuer Ungar mit wuchtigem Wurf

Der Einstand verlief nicht gerade glücklich. Kaum in Duderstadt angekommen, schloss sich Laszlo Ujvari prompt aus seiner neu bezogenen Wohnung aus. Bei brütender Hitze musste der Neuzugang des Handball-Oberligisten TV Jahn Duderstadt anschließend stundenlang auf den Schlüsseldienst warten.

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Handballer und Hobby-Rapper: Laszlo Ujvari will beim TV Jahn Duderstadt zukünftig den Takt vorgeben.

Quelle: Arne Bänsch

Duderstadt. „Das war ein perfekter Start“, sagt der Ungar lachend. Es war zum Glück das einzige Malheur, das Ujvari bisher in seiner neuen Umgebung passiert ist. Sportlich soll der wurfgewaltige Rückraumspieler für die Jahner bei den anstehenden sportlichen Aufgaben zum Türöffner werden. Dass der 21-Jährige dazu das nötige Talent und die Klasse besitzt, deutete er bei seinen ersten Einsätzen an.

Gegen den MTV Geismar gelangen dem 1,96 Meter-Mann, der im Handball-Internat des europäischen Topklubs MKB Veszprem sieben Jahre lang ausgebildet wurde, sieben Tore. Beim 33:28 gegen die HSG Rhumetal war er mit elf Treffern - alle aus dem Spiel heraus erzielt - bester Schütze der Partie. Ujvari, der zuletzt beim SV Grün-Weiß Werder in der dritten Liga gespielt hat, überzeugte mit seiner Athletik, wuchtigen Abschlüssen aus der Distanz und enormem Sprungvermögen.

Ausfall wegen Knieverletzung

„Laszlo ist ein sehr dynamischer Spieler mit einer guten handballerischen Ausbildung“, lobt sein Trainer Artur Mikolajczyk. Axel Klingebiel, Vorsitzender des TV Jahn, bezeichnet die Würfe des Neuen als „echte Fackeln. Es ist schön, dass es uns gelungen ist, Spieler wie ihn oder seinen Landsmann Dávid Dénes zu verpflichten.“ Der 23-jährige Dénes droht mit einer Knieverletzung - am Freitag stand eine weitere Untersuchung an - jedoch im schlimmsten Fall längerfristig auszufallen.

Ujvari wohnt mit seinem derzeit lädierten ungarischen Mitspieler zusammen. Beide haben bereits in ihrem Heimatland in der 1. Liga zusammengespielt. Das, bestätigt der Rückraumspieler, der mit elf Jahren mit dem Handball begann, hat die Eingewöhnung erleichtert. Wohl gefühlt hat sich Ujvari bei seinem neuen Verein und in seiner neuen Stadt jedoch ohnehin sehr schnell. „Meine Mitspieler und die Leute hier sind generell sehr freundlich. Ich mag auch die Stadt, sie ist nicht so groß. In solchen Städten fühle ich mich wohl.“

Das soll sich auch weiterhin auf dem Platz bemerkbar machen. So selbstbewusst, wie der im April 21 Jahre jung gewordene Ungar im Spiel den Abschluss sucht, gibt er sich auch außerhalb des Spielfeldes. „Ich bin flexibel einsetzbar, habe einen guten Wurf, kann aber auch Vorlagen geben“, unterstreicht Ujvari, der einen jüngeren Bruder hat. Mit Rückkehrer Justin Brand klappt das Zusammenspiel schon ordentlich. „Wir haben eine gute Mannschaft mit vielen jungen Spielern, mit denen man Tempohandball spielen kann. Ich mag unseren Stil, das ist der Handball der Zukunft. Ich habe ein gutes Gefühl“, unterstreicht er.

Irgendwann in die zweite Liga

Eine ähnliche Platzierung wie zuletzt - die vergangene Saison schlossen die Jahner als Vierte ab - hält Ujvari für möglich, mittelfristig sogar den Sprung in die dritte Liga, auch wenn man die ersten Spiele abwarten müsse, um eine Tendenz erkennen zu können.

Um bestens vorbereitet zu sein, legt der Basketball-Fan („Wäre ich in den USA geboren, wäre ich Basketballer geworden“) auch an trainingsfreien Tagen Fitness-Sonderschichten ein. „Ich muss noch mehr Muskeln aufbauen, am besten noch zehn Kilo schwerer werden“, erklärt der 91-Kilogramm-Mann. Um das zu erreichen, gibt es nicht nur jede Menge Sport und Stretching, sondern auch Hähnchen und Reis: „Das ist dazu perfekt.“ Schließlich hat Ujvari, der als handballerisches Vorbild Uwe Gensheimer (Paris St. Germain) angibt, auch sportlichen Heißhunger: „Mein persönliches Ziel ist es, irgendwann in der zweiten Liga zu spielen. Ich bin jung und bisher zum Glück von Verletzungen verschont geblieben.“

Klasse und Kraft sollen Ujvari, der ab dem 1. August bei der „Daume GmbH Heizung Sanitär“ einen Job anfängt, dazu prädestinieren, schnell ein sportliches Schwergewicht beim TV Jahn zu werden. Den Takt vorzugeben, dürfte für ihn nicht schwierig sein. Rhythmusgefühl hat er als Hobby-Rapper jedenfalls.

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