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17:25 14.02.2018
Reflektoren und Kopflampen sorgen für bessere Sichtbarkeit. Quelle: Foto: Lieske
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Göttingen

Inzwischen werden die Tage wieder ein wenig länger, aber trotzdem wird es immer noch früh dunkel. Wer also nach der Arbeit noch einen Runde joggen will, wird das meistens nicht vor der Dämmerung schaffen. Umso wichtiger, dass Läufer sich gut vorbereiten. Ida-Sophie Hegemann, gebürtig aus dem Eichsfeld, startet bei internationalen Bergläufen. Bei gelegentlich über hundert Trainingskilometern in der Woche fällt auch der eine oder andere Lauf in die Dunkelheit. Laufjacken und -Hosen mit Reflektoren am Rücken und am besten auch noch an den Ärmeln anziehen, lautet einer ihrer Tipps. Schuhe mit reflektierenden Elementen sorgen für zusätzliche Sichtbarkeit.

Das sagt auch Jörg Arnecke, Verkehrssicherheitsberater der Polizei Göttingen. „Möglichst eine helle oder reflektierende Kleidung wählen“, sagt er. „Sichtbarkeit ist Sicherheit“, lautet sein wichtigster Rat für Läufer.

„Sonst ist es total wichtig, sich schnell an die Dunkelheit zu gewöhnen“, sagt Hegemann. Vor allem aber: „Am besten nur gewohnte Wege laufen.“ Sonst bestehe die Gefahr, dass man sich vertrete oder umknicke. So sieht es auch Arnecke, der außerdem dazu rät, bei der Streckenlänge auf die eigene Kondition zu achten, damit die Konzentration nicht unter der Anstrengung leide. Grundsätzlich seien seiner Meinung nach aber alle nicht zu unebenen Strecken abseits des Straßenverkehrs geeignet.

In der dunklen Zeit sieht man zum Beispiel am Göttinger Kiessee auch immer wieder zittrige Lichtkegel in der Dunkelheit: Einige Läufer setzen für bessere Sicht auf Stirnlampen. Für Hegemann ist das allerdings keine Option: „Ich laufe nicht gern mit Stirnlampe“, sagt Hegemann. Der Grund: Bei schnellen Läufen sei ihr die Lampe einfach nicht stabil genug. Wen das nicht stört, dem bietet eine Stirnlampe eine gute Möglichkeit, den Weg besser zu sehen. Ein weiterer Vorteil: Das Licht ist immer dort, wo man hinschaut. Wilhelm Graebel, Trainer des Running Team der LG Göttingen, rät dazu, schon „bei der Wahl der Strecke und des Tempos Risiken zu minimieren“. Also lieber dort zu laufen, wo es durch Laternen oder ähnliche Lichtquellen einigermaßen hell ist und bei schlechter Sicht lieber etwas langsamer zu joggen.

Um in Sachen Sichtbarkeit nicht nur auf Reflektoren angewiesen zu sein, gibt es zudem die Möglichkeit, ein kleines Rücklicht, ähnlich wie für Fahrräder, an Hose oder Jacke zu klemmen. Vor allem, wenn man von nachfolgenden Radfahrern und anderen Verkehrsteilnehmer gesehen werden muss, hält Graeber das für ein Plus an Sicherheit.

Zudem seien Laufgruppen besonders für Frauen und Mädchen, die sich allein im Dunkeln unsicher fühlen, eine gute Option. Arnecke formuliert es deutlicher: „Nicht allein laufen.“ Vor allem, wenn es doch zum Sturz oder ähnlichem komme, sei es wichtig jemanden dabei zu haben, der Hilfe holen könne. Wer vor allem allein unterwegs ist, sollte sein Handy mitnehmen, um im Notfall selbst Hilfe rufen zu können.

In der dunklen Jahreszeit zahlt sich zudem ein Trend der vergangenen Jahre aus: Bei Sportschuhen und -Bekleidung überwiegen grelle Neonfarben, ein weiterer Pluspunkt in Sachen Verkehrssicherheit - ganz unabhängig vom Modebewusstsein des Läufers. „Ruhig investieren und dem modischen Trend folgen“, sagt auch Arnecke.

Graeber bringt es auf den Punkt: „Dunkelheit ist kein Grund, nicht zu laufen, irgendwo geht’s immer.“

Eine zweite Info-Veranstaltung ist für Donnerstag, 22. Februar, geplant. Einlass ist ab 18.30 Uhr in der GT-Townhall.

Mehr Informationen unter gt-laufgehts.de

Von Finn Lieske

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