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Regional Veilchen Ladies sind erstklassig
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23:34 22.04.2017
Quelle: Harald Kuhl
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Göttingen/Wolfenbüttel

Die BGerinnen gewannen am Sonnabend in der komplett ausverkauften Lindenhalle in Wolfenbüttel beim Finalgegner Wolfpack Wolfenbüttel mit 56:46 (27:23). Weil sich die Veilchen Ladies auch im ersten Duell vor Wochenfrist in Göttingen durchgesetzt hatten, spielen sie nun in der kommenden Saison erstklassig. Damit ist Göttingen die einzige Stadt Deutschlands, die zwei Basketball-Bundesligateams beherbergt.

"Am Ende war es für uns leicht", sagte BG-Trainer Giannis Koukos nach Spielende. "Man braucht nicht fünf Spielerinnen, sondern fünf Teamkameradinnen. Und die hatten wir in dieser Saison." Dass sie sich gut verstehen, bewiesen die BGerinnen einmal mehr auf dem Parkett, vor allem aber auch danach: Die Lindenhalle war nach den 40 Minuten fest in Göttinger Hand, zumal auch noch mehr als 100 Göttinger Fans mitgereist waren.

Die Spielerinnen jubelten überschwänglich, tanzten mit den Fans ausgelassen Humba und schnitten sich als Souvenier ein Korbnetz ab. Jennifer Crowder, beste Spielerin am Sonnabend, betätigte sich schließlich noch als Hausmeisterin und beseitigte die Überreste der Feier wie Korken, Sekt- und Wasserflaschen.

Veilchen Ladies gegen Wolfenbüttel

"Mir war schon beim Warm-Up klar, dass wir das packen", sagte Crowder. Zwischendurch war es freilich durchaus eng zugegangen. Die Göttingerinnen waren auf 21:7 (12.) und 25:12 (14.) davongefegt, bevor plötzlich der Motor stotterte. Einer der Gründe war, dass Centerin Verdine Warner, sonst Punktegarantin, nicht ihren besten Tag erwischt hatte und kaum mal einen Ball sicher machen konnte. Das Resultat war der Ausgleich zum 27:27 im dritten Viertel (22.).

Was danach kam, beschrieb Crowder wie folgt: "Wir haben das erfahren ausgespielt, sind zum Korb gezogen, haben uns foulen lassen und uns so abgesetzt. So etwas zeichnet eine erfahrene Mannschaft aus." Alissa Pierce machte die starke Defensive für den letztlich noch klaren Erfolg verantwortlich.

Richard Crowder, Vater von Jennifer und BG-Geschäftsführer, dämmerte fünf Minuten vor dem Ende, dass es doch noch reicht. "Da fingen wir an, wieder Punkte zu machen. Aber das ist Basketball: So ein Spiel verläuft wellenmäßig, da geht man nicht mit 30 Punkten Vorsprung vom Platz." Beste BG-Werferin war letztlich Flasarova mit 15 Punkten vor Warner, die sich nach einer zornigen Zurechtweisung von Koukos vor versammeltem Publikum doch noch fing und auf zwölf Zähler kam.

Am Ende war die Achterbahnfahrt vergessen: Die Mädchen und ihr Trainer wollten nur noch feiern, ab 23 Uhr ist das P3 (ehemals Café Kreuzgang) am Marktplatz reserviert, und dort wird voraussichtlich bis zum Morgengrauen Party gemacht. Wie lange genau? "Theoretisch könnten wir bis zum ersten Spieltag der nächsten Saison feiern", erläuterte Trainer Koukos, der sich damit um eine Antwort herumdrückte.

Aber egal wie lange: Verdient haben es seine Spielerinnen in jedem Fall. Göttingen ist seit Sonnabend die einzige deutsche Stadt mit zwei Basketball-Bundesligisten!

Das sagt die Mannschaft:

Der Liveticker von Rupert Fabig und Eduard Warda zum Nachlesen:

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