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Regional SB Freiheit kehrt als Deutscher Meister in den Landkreis Göttingen zurück
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15:15 07.02.2018
Die Luftgewehr-Mannschaft der SB Freiheit bejubelt in Paderborn die Deutsche Meisterschaft. Quelle: SB Freiheit
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Göttingen

Es war nur eine Winzigkeit von einem Zehntel-Ring, die den Unterschied ausmachte – letztlich aber war es dieser Unterschied, der den Freiheiter Traum vom ersten Meistertitel am Leben erhielt. Mit 10,0 zu 9,9 hatte Sebastian Höfs im Halbfinale das entscheidende Stechen für sich entschieden und damit seine Mannschaft in das große Finale gebracht.

„Dieses Glück muss man sich auch erarbeiten“, berichtete SB-Trainer Christian Pinno später, als er auf die für sein Team so erfolgreiche Endrunde der Luftgewehr-Bundesliga in Paderborn zurückblickte. Nach einem 3:2-Erfolg über Der Bund München im Viertelfinale setzten sich die Freiheiter im Halbfinale nach einer Nervenschlacht ebenfalls mit 3:2 gegen SV Pfeil Vöhringen durch. Im Finale gegen Eichenlaub Saltendorf ließen die Harzer dann eine Gala folgen und holten sich souverän mit 4:0 die Meisterschaft.

Im Viertelfinale gegen München war Jolyn Beer an Position zwei mit drei 100-Serien gestartet, nur in der letzten Serie verfehlte ein Schuss das Zentrum (399). So hatte Gegnerin Lisa Haensch trotz starker 396 Ringe keine Chance. Auch Michaela Thöle (395:391) und Höfs (391:387) ließen keine Zweifel aufkommen. „Wir haben unser Niveau bis zum 40. Schuss gehalten“, sagte Pinno mit Blick auf die Mannschaftsleistung von 1974 Ringen.

SB-Trainer Christian Pinno. Quelle: SB Freiheit

Ganz anders entwickelte sich das Halbfinale gegen Vöhringen. „Das war ein Duell auf Messers Schneide“, gab Pinno zu. Die Freiheiter gerieten diesmal ins Hintertreffen, Alin Moldoveanu (395:398) sowie Beer (394:397) hatten an den Spitzenpositionen das Nachsehen. An Position drei und vier schossen Martina Prekel (395:393) und Thöhle (394:392) dagegen äußerst konstant und ließen sich auch von Rückständen nicht irritieren. So kam es letztlich auf Höfs an, der sich gegen Andreas Renz ins Stechen kämpfte. Dort behielt der Hitman die Nerven und sicherte den umjubelten Finaleinzug.

Im finalen Duell gaben die Freiheiter sofort den Ton an und setzten Saltendorf unter Druck. Prekel sammelte den ersten Punkt ein (395:390), dann legte Beer nach (395:393). Als schließlich auch Thöhle mit zwei Zehnen ihren Vorsprung nach Hause brachte, war der Titelgewinn schon sicher (397:395). Daher wurde bei Höfs an Position fünf auch auf das Stechen verzichtet (388:388), während Moldoveanu seine letzten Schüsse regelrecht genießen konnte (398:396).

„Ich bin einfach nur sprachlos, dieser Spirit im Team ist unglaublich“, sagte Prekel. Die 38-Jährige stand auch als Erste dem Hallensprecher Rede und Antwort. „Ein großes Danke an unsere Fans, ihr seid Wahnsinn!“, rief die erfahrene Schützin, die schon zu Beginn des Jahrtausends ihre ersten internationalen Medaillen gewonnen ha.

Seit der Saison 2012/13 schießt Prekel für die LG-Mannschaft der Freiheiter und ist als Leistungsträgerin kaum aus dem Team wegzudenken. Bei der Endrunde in Paderborn musste sie sich nur im Viertelfinale geschlagen geben, obwohl sie herausragende 396 Ringe geschossen hatte.

„Jeder bei uns im Team gibt bis zum letzten Schuss für den anderen alles“, sagte Trainer Pinno, der die Freiheiter 2013 in die erste Liga geführt hatte. Zusammen mit seinem Co-Trainer Christian Klees, Olympiasieger von Atlanta, hat er seitdem eine eingeschworene Gemeinschaft geformt und die SB Freiheit in der Spitzengruppe der Bundesliga etabliert.

Von Robert Koch

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