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12:32 24.05.2018
Individualtraining mit A-Lizenzinhaber Frank Nörenberg (Mitte) mit den Kindern und Jugendlichen des MTV Geismar Quelle: Peter Heller
Göttingen

So, oder zumindest so ähnlich, stellt sich die Szenerie beim „Individualtraining“ des MTV Geismar dar. Seit mittlerweile fast einem Jahr bietet der Verein seinen Jugendhandballern jeden Donnerstagnachmittag die Möglichkeit, sich über die Trainingseinheiten mit ihren jeweiligen Mannschaften hinaus, individuell zu verbessern.

Geleitet werden die Einheiten von Trainer Frank Nörenberg, der neben dem Besitz von zwei A-Lizenzen, einer in Deutschland und einer Spanien, eine beachtliche Vita vorzuweisen hat. So war Nörenberg beispielsweise jahrelang für den Welthandballverband IHF tätig, bot als Lektor Handballkurse in Europa, Afrika und Amerika an. Darüber hinaus wirkte Nörenberg in der Trainings- und Methodikkommission des Verbandes mit.

Interessante Herausforderung“

Die Zusammenarbeit mit dem MTV Geismar, die Nörenberg als „interessante Herausforderung“ bezeichnet, sei aus der Idee entsprungen, dass Jugendtraining im Verein zu verbessern. Dafür gebe es, so Nörenberg, einen simplen Grund: „Für gutes Jugendtraining gibt es keinen Ersatz!“ Auch bei internationalen Trainer-Seminaren lande man immer bei dem selben Ziel: der Verbesserung der Jugendspieler. Dies liege daran, da das Handballspiel immer komplexer und schneller werde, berichtet der Trainer. „Das sogenannte Technik-Erwerbs-Training in den Mannschaften ist dafür oft, auch aus Zeitmangel, zu unvollständig und deshalb ergibt sich das Problem, dass weiterführende Technik-Varianten aufgrund nicht vorhandener Grundtechniken schwerer zu erlernen sind.“ Sprich: Das „normale“ Training reicht oft schlicht nicht mehr aus.

Förderangebot für Talente und Quereinsteiger

Hier soll das Individualtraining ansetzen. Das Training sei ein Förder-Angebot sowohl für Quereinsteiger, die noch nicht lange dabei sind, als auch für Talente mit Perspektive, die den nächsten Schritt machen und sich verbessern wollen, sagt MTV-Jugendwart Jens Schwerdt. Ganz individuell eben.

Kindern und Jugendlichen mache es Spaß, neue Dinge zu entdecken und auszuprobieren, davon ist Nörenberg überzeugt: „Deshalb findet das Training unabhängig von Wettbewerb statt und ist stattdessen langfristig ausgelegt.“ Gutes Training orientiere sich gewissermaßen an gutem Schulunterricht: „Kreative Lösungen suchen und finden und diese spielerisch ausprobieren.“ Deshalb gelte beim Individualtraining: „Mehr spielen als üben“, erklärt Nörenberg.

A-Lizenz-Trainer Frank Nörenberg gibt den Nachwuchshandballern in einer zusätzlichen wöchentlichen Trainingseinheit Tipps

Aus Sicht des Vereins war es rückblickend eine goldrichtige Entscheidung, das Individualtraining und die Kooperation mit Frank Nörenberg vor nun knapp einem Jahr ins Leben gerufen zu haben. „Es hebt uns von der Masse ab“, sagt Jugendwart Schwerdt. Zudem wolle man die Jugendspieler langfristig auf den Herren-Bereich vorbereiten. Immerhin geht der MTV in der kommenden Saison mit ein bis zwei Jugendmannschaften in jeder Altersklasse an den Start – an potenziellen Teilnehmern für die freiwillige Extra-Einheit scheitert es also nicht. „In Zukunft wollen wir die Zusammenarbeit mit Frank und das Individualtraining weiter vertiefen“, blickt Schwerdt voraus. Ein weiterer Schritt könnte beispielsweise eine Ausweitung auf den weiblichen Bereich sein.

Die Perspektive für den Jugendhandball in Geismar sieht somit in jedem Fall gut aus. Das Individualtraining – ein Modell, das Schule machen könnte.

Von Filip Donth

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