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MTV Geismar bejubelt Landesmeisterschaft

Handball-Oberliga MTV Geismar bejubelt Landesmeisterschaft

Es ist vollbracht: Der MTV Geismar verwandelte auch seinen letzten Matchball und ist Niedersachsenmeister der männlichen Handball-A-Jugend. Die letzten Zähler holte das Kemke/Boyraz-Team mit dem 28:23 (12:8) beim VfL Hameln.

Bevor am Sonntag ein mehr als 50 Personen starker MTV-Tross startete, Familie Neuffer und der Förderverein hatten wieder einmal alles bestens organisiert, stand fest, dass in der Rattenfängerstadt mindestens ein Punkt geholt werden musste, sollte der Traum vom Titel nicht wie eine Seifenblase zerplatzen. Während sich die Fans auf der Tribüne ausbreiteten, zeigten sich auf den Gesichtern der Trainer einige Sorgenfalten. Jannik Reitz musste schon beim Aufwärmen passen, eine Knieverletzung verdammte ihn zum Zusehen. Dafür signalisierte Lars Mindermann Einsatzbereitschaft, später wurde der Torhüter zum Fels in der Brandung. Er stand hinter einer Defensive, die von Ole Neuffer hervorragend organisiert wurde und vom Anpfiff weg den VfL-Angriff unter Druck setzte. Der Abwehr war es auch zu verdanken, dass sich der MTV schnell eine Führung erspielen konnte (3:1), denn im Angriff lief es noch nicht rund. Den Spielern war hier die Nervosität deutlich anzumerken. Der besser postierte Mitspieler wurde nicht immer gesehen, nicht jeder Pass kam an, und nicht jeder Ball fand den Weg ins Tor. Trotzdem reichte es zu einer souveränen Pausenführung, auch wenn vier Tore noch kein Ruhekissen sind.

Zumal der MTV nach dem Halbzeitpfiff noch eine Zeitstrafe kassiert hatte und die zweite Hälfte in Unterzahl beginnen musste. Dieser Nachteil brachte die neu motiviert aus der Kabine gekommenen Gastgeber zurück ins Spiel (11:13), sie verkürzten wenig später auf ein Tor Rückstand (13:14). Beim MTV begann das Zittern, wenigsten behielten die Jungen die knappe Führung (16:15). Doch die kleine Schwächephase ging vorbei, die Trainer nahmen einige Umstellungen vor, brachten so wieder Ruhe in das Spiel.

Prompt gelang es den lautstark angefeuerten Gästen, sich wieder abzusetzen (20:16). Und es gelang ihnen, die Gegenwehr des VfL zu brechen, die keine erneute Aufholjagd starteten. Der Vorsprung blieb konstant zwischen vier und fünf Toren, Geismar verwaltete souverän das Ergebnis. Chris Ausburg feierte nach fast einjähriger Pause mit einem Wurf in den Winkel seinen Einstand und auch der lange verletzte Jan Klusmann traf beim Comeback. Minuten vor dem Ende stand der Sieger bereits fest, die Party begann schon vor dem Anpfiff und kannte danach kaum Grenzen. Spieler, Trainer, Fans – alle lagen sich in den Armen, tanzten und stimmten Freudengesänge an. „In den entscheidenden Momenten waren wir zielstrebiger als unsere Konkurrenten und im Kollektiv besser. Die Rückschläge und die vielen Verletzungen kompensierten die Jungen mit Kraftleistungen und enormem Kampfgeist. Dafür können wir sie gar nicht genug loben“, bilanzierte Yunus Boyraz. Ein fast ebenso großes Lob ging an die Eltern, die vielen Helfer und Fans, ohne die der größte Erfolg der Vereinsgeschichte kaum möglich gewesen wäre. – MTV: Mindermann – Düerkop (8/3), Weber (6), Neuffer (4), Gloth (4), Ausburg (2), Neef (1), Drabesch (1), Kerklau (1), Klusmann (1), König, Vogelsang, Rolf.

Von Denise Kricheldorf-Mai

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17.11.2017 - 18:17 Uhr

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