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Manuel und André Kopp holen sich Bronze

Deutsche Meisterschaften Manuel und André Kopp holen sich Bronze

Endlich, endlich Edelmetall: Eine Medaille bei einer deutschen Meisterschaft. Nach zweimal Rang vier und einmal Platz fünf stand das Radball-Duo André Kopp und Manuel Kopp vom RV Stahlross Obernfeld nun erstmals auf einem DM-Siegerpodest.

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Gegenseitiges Belauern: Obernfelds ballführender André Kopp (Mitte) wird von seinem Partner Manuel (li.) und dem Steiner Kontrahenten beobachtet.

Quelle: M. Thomé

Kamp-Lintfort. Im Kamp-Lintfort (Nordrhein-Westfalen) durften sie sich Bronze umhängen lassen. Meister wurde der SV Eberstadt (Marco Rossmann/Jens Krichbaum) vor dem SV Ehrenberg (Rico Rademann/Mike Schroeter).

Dabei waren die Vorzeichen bei Obernfeld nicht unbedingt die besten. Tormann André hatte sich beim zweiten Final-Five-Turnier am 3. Oktober eine Daumenverletzung zugezogen, die ihm dort zur Aufgabe zwang. „Ich habe Schmerztabletten genommen“, sagte André Kopp. Das sei natürlich mit dem Verbandsarzt bezüglich Doping abgeklärt gewesen. Viel anzumerken war ihm von außen aber nicht.

Obernfeld wurde trotz des Handicaps von Experten zum Favoritenkreis gezählt. Nicht zuletzt, weil die Kopps das erste Final-Five gewonnen hatten. Gegen Ehrenberg starteten die Eichsfelder mit einem 3:3. Dem folgte eine 3:6-Niederlage gegen den späteren Meister Eberstadt. Gegen RMC Stein (Bernd und Gerhard Mlady) überstand André dann eine Schwächephase. „Ich habe mit einmal meinen Puls extrem stark gespürt. Das lag vielleicht an den Schmerztabletten“, vermutete er. Trotzdem gelang ein 2:0-Erfolg.

„Der Turnierbeginn war schon eher enttäuschend“, meinte Keeper André. Manuel Kopp begründete: „Gegen Eberstadt hätten wir gewinnen können. Aber nach dem schnellen 0:2-Rückstand konnten wir unser gewohntes Spiel nicht aufziehen und kassierten stattdessen weitere unnötige Tore, während wir vorn selbst vorbeischossen oder nur den Pfosten trafen.“ Am Ende verpasste Obernfeld nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter den punktgleichen Eberstädtern den Sprung ins Finale.

In der letzten Vorrunden-Begegnung gegen Ex-Weltmeister RV Gärtringen (Matthias König/Uwe Berner) gelang Kopp/Kopp noch ein Coup. Die Baden-Württemberger, klarer Anführer der deutschen Weltmeisterschafts-Qualifikation, hatten bis dahin nur einen Sieg eingefahren und mussten gewinnen, um nicht Letzter zu werden. Denn genau das würde ihnen das schon sicher geglaubte WM-Ticket kosten. „Das war ein klasse Spiel“, fanden beide Kopps. Obernfeld setzte sich auf 3:1 ab und musste dann nur noch den Gärtringer Anschlusstreffer hinnehmen.

Ihren Sieg im Spiel um Platz drei gegen den bayerischen RMC Stein, feierten André und Manuel dann beinahe wie die Meisterschaft. Nach zweimal sieben Minuten regulärer Spielzeit stand es 3:3. Die erste Halbzeit war ebenso unentschieden ausgegangen: 1:1. Es folgte ein Vier-Meter-Schießen, bei dem zunächst jeder Spieler zweimal antrat. Nach jeweils einem Treffer sowie parierten und verschossenen Versuchen stand es nach dem ersten Durchgang 4:4. Dann war es André, der mit seinem rechten Unterarm den Schuss seines Steiner Kontrahenten aus dem oberen Eck abwehrte.

Und Manuel Kopp gelang schließlich der 5:4-Siegtreffer. „Wir sind mit einem guten Gefühl ins Viermeterschießen gegangen“, sagte André Kopp, „denn nachdem wir in solchen Entscheidungen bisher immer verloren hatten, gingen wir zuletzt zweimal erfolgreich daraus hervor.“ Manuel ergänzte abschließend: „Jetzt sind wir einfach nur total glücklich, dass es endlich zur Medaille gereicht hat.“

Von Stefan Thomé

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Radball

Als frischgebackene Bronzemedaillen-Gewinner der Deutschen Meisterschaften reisen Manuel und André Kopp am morgigen Sonnabend zum Radball-Weltcup nach St. Gallen in der Schweiz. Einen Tag später geht es für die beiden Eichsfelder weiter ins benachbarte Österreich, wo sie am Drei-Nationen-Cup teilnehmen.

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