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Regional Martin Post steht wieder zwischen den Pfosten
Sportbuzzer Sportmix Regional Martin Post steht wieder zwischen den Pfosten
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16:31 15.09.2017
Von seiner Tankstelle in Duderstadt ins Tor des TV Jahn: Martin Post hilft seinem Heimatklub mal wieder als Torhüter aus. Quelle: Hinzmann
Duderstadt

Seit Freitag tut sich am Eichsfelder Horizont ein Licht auf: Die mittlerweile 51-jährige Duderstädter Handball-Ikone Martin Post wird anstelle des verletzten Torwarts Tymon Trojanski am Sonntag wohl noch einmal die Handballschuhe schnüren: „Ich muss an meiner Tankstelle noch etwas beruflich regeln. Dann werde ich wohl hinterherfahren“, sagt Post, der Schlussmann Julian Zwengel unterstützen will: „Ich sehe ja, dass Not am Mann ist. Die Mannschaft braucht jetzt einfach Rückdeckung“, bekundet Post seine alte Verbundenheit zum TV Jahn. „Vor dieser Entscheidung kann man einfach nur den Hut ziehen“, bedankt sich Trainer Artur Mikolajczyk. „Das ist toll, dass Martin mitkommt. Das stärkt mein Selbstvertrauen“, sagt Schlussmann Zwengel erleichtert.

Vor drei Jahren hatte der damals bereits 48-jährige Routinier Post nach insgesamt 34 Jahren eigentlich schon seine Laufbahn beendet. Doch er sprang in der Folge immer dann ein, wenn „die Hütte brannte.“ Zum Beispiel im Dezember 2015, als ebenfalls mit Tymon Trojanski und Magnus Gebhardt gleich zwei Keeper verletzungsbedingt fehlten und sich für das Verbandsliga-Heimmatch gegen die Sportfreunde Söhre lediglich noch Falko Behre als Torwart einsatzbereit gemeldet hatte. Der Routinier kam rund eine Viertelstunde vor Schluss bei einem 13:16-Rückstand und mit ihm die Wende. Als ob er nie weggewesen wäre, parierte Post mehrfach glänzend und war damit ein maßgeblicher Faktor für die Aufholjagd und den späteren 22:21-Sieg.

So darf es am Sonntag gern weitergehen. Im zweiten Punktspiel setzt will der TV Jahn Duderstadt trotz der Personalprobleme den ersten Sieg. Die Burgdorfer Oberligavertretung beschreibt Artur Mikolajczyk als „Wundertüte.“ Man wisse als Gegner nie, was tatsächlich drinsteckt. Soll heißen: Die Aufstellung der Burgdorfer variiert von Woche zu Woche stark. Zum Team gehören mitunter talentierte Bundesliga-A-Jugendspieler des Vereins, womöglich aber auch im Seniorenbereich höherklassig erprobte Akteure. So tauchte vor Wochenfrist bei der Burgdorfer 23:29-Heimniederlage gegen den MTV Großenheidorn der 43-jährige Andrius Stelmokas im TSV-Kader auf, der es im Laufe seiner Karriere auf 142 Länderspiele für sein Heimatland Litauen brachte und seine Schuhe vor zwei Jahren eigentlich schon an den Nagel gehängt hatte.

„Der Spielplan dieses Wochenendes lässt erahnen, dass Burgdorf mit allem was sie haben gegen uns antreten werden. Sie können die Jungs aus dem Drittligakader und die A-Jugendlichen einsetzen“, weiß Torwart Zwengel: „Das wird jedenfalls eine ganz schwere Nummer für uns.“ Aus gutem Grunde: Neben Trojanskis Ausfall hatte sich der ungarische Neuzugang Laszlo Ujvari am Donnerstag mit einem Magen-Darm-Infekt vom Training abgemeldet, und auch Til Winkler plagt sich mit einer Grippe herum: „Ich hoffe, dass beide bis Sonntag wieder einigermaßen fit sind“, seufzt Mikolajczyk.

„Es wäre jedenfalls schön, wenn wir etwas Zählbares mitbringen“, zeigt sich TVJ-Geschäftsführer Bernd nach dieser turbulenten Woche ein Stück optimistisch.

Von Ferdinand Jacksch

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