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Regional Matheklausur während des Länderspiels
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00:17 03.06.2016
Anna Riedel. Quelle: Richter (Archiv)
Rollshausen

„Die Nominierung hat mich total überrascht“, sprudelte es aus der am 13. Juni 16 Jahre alt werdenden Eichsfelderin heraus. Im vergangenen Jahr wechselte sie zum FF USV Jena, spielt dort in der U 17 Bundesliga und lebt dort im Internat. „Es ist alles nach wie vor super hier. Ich habe es nicht bereut, gewechselt zu sein“, erzählte Riedel, die gerade einen anstrengenden Prüfungsmarathon hinter sich hat, denn in Thüringen herrschen andere Schulreformen als in Niedersachsen. „Um einen Realschulabschluss zu bekommen, muss man eine Prüfung ablegen. Und, wenn man die besteht, dann geht es weiter“, erklärt die Nachwuchsspielerin.

Für sie gab es sogar eine Sonderregelung für die Mathe-Klausur. „Die habe ich während des Lehrgangs in Traunstein schreiben müssen, drei Stunden lang ganz allein in einem Raum“, berichtet sie über die ungewöhnliche Situation. Mathe ist zwar nicht ihr Paradefach, aber sie geht trotzdem davon aus, bestanden zu haben.

Was sie in den Sommerferien macht, weiß sie auch schon, denn Bundestrainerin Ulrike Ballweg war von ihrer Leistung offensichtlich überzeugt, lud das Talent zum Nordic Cup im Juli in Norwegen ein. Dan wird es durchaus sein können, dass Anna Riedel wieder hinten links in der Abwehr spielen muss. „Eigentlich spiele ich lieber weiter vorne“, verrät die Eichsfelderin. So wie in Jena, wo sie im rechten Mittelfeld eingesetzt wird. „Aber Hauptsache ist, ich spiele überhaupt“, meint Riedel. Denn ihren Traum hat sie nach wie vor deutlich vor Augen: Sie möchte einmal in der Frauen-Nationalmannschaft stehen, wie es bereits die Göttingerin Pauline Bremer geschafft hat.

Die wichtigste Voraussetzung dabei ist natürlich, dass sie weiter unverletzt bleibt. Die Meisterschaft mit Jena hat Anna ganz knapp verpasst. Mit einem Punkt Vorsprung ging Turbine Potsdam am letzten Spieltag über die Zielgerade. In Anwesenheit ihrer Familie, die versucht, schon des öfteren vor Ort zu sein. Und die Eichsfelderinnen zieht es auch noch häufig in die Heimat. „Alle zwei Wochen versuche ich schon nach Hause zu fahren“, erzählt sie. Wobei Heimweh hat sie nach wie vor nicht, genießt aber die Aussicht, in den Sommerferien ein wenig länger Zeit mit Freunden und Familie verbringen zu können. Ehe dann die nächste sportliche Herausforderung in Norwegen mit dem Nordic Cup wartet. „Die Atmosphäre bei einem Länderspiel ist schon unglaublich“, hofft Anna Lena Riedel noch viele dieser Momente erleben zu können.

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