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Regional Mieczkowski führt Nationalteam zu Medaillen
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20:14 04.11.2009
Vorführung: Tadeusz Mieczkowski legt in seiner Göttinger Sportschule Sohn Roman aufs Kreuz. Quelle: Vetter
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Die Nominierung zum Nationaltrainer des DDK im vergangenen September war ein Höhepunkt im Leben des Diplom-Sport- und Judolehrers. „Wenn wir schon zur WM fahren, wollen wir auch vom Besten im Judo darauf vorbereitet werden“, zitiert der Nationaltrainer stolz einen seiner Schützlinge. Nachdem Mieczkowski, geboren 1955 in Gleiwitz, im September berufen wurde, standen jedes Wochenende neben Trainingseinheiten in der Göttinger Sportschule Übungseinheiten mit der Nationalmannschaft in Norddeutschland auf dem Programm.

Variantenreiche Sportart

Der gebürtige Polen, der 1985 nach Deutschland kam, hatte sich nach seiner zehnjährigen aktiven Karriere als Judo- und Sambokämpfer zur Trainer-Laufbahn entschlossen. Zunächst wurde Mieczkowski, der als Judoka in der Nationalmannschaft stand, als Ausbilder in seinem Heimatland tätig. „Ich habe mich irgendwann für Sambo entschieden, weil es mehrere Kampfsporttechniken vereint, was die Vielfalt an Angriffs- und Verteidigungsvariationen wesentlich erweitert“, sagt er.

In 27 Jahren als Trainer arbeitete der Träger des fünften Dan im Judo und fünften Meistergrades im Sambo mit der Judo-Bundesligamannschaft des VfL Wolfsburg zusammen und sammelte unter anderem Erfahrungen als Trainer des Olympiastützpunktes des Deutschen Judo-Bundes in Niedersachsen. Vor einem Jahr gründetet er mit seinem Sohn Roman die Göttinger Sportschule TM. „In unserer Sportschule bieten wir die Kampfsportkurse auch als präventive Sportkurse, also Judo als Rehabilitationssport an“ unterstreicht Vater Mieczkowski.

Einer der Schwerpunkte ist die Arbeit mit jungen Menschen, die geistig oder körperlich beeinträchtigt sind. „Gerade bei dieser Arbeit ist es wichtig, dass die Gruppen der Schüler nicht zu groß sind“, sagt er. Neben Kursen für Kinder führte der Diplompädadoge in den vergangenen Jahren immer wieder Selbstverteidigungskurse und Veranstaltungen zur Gewaltprävention an Wolfsburger Schulen durch. Sein Wunsch für die Zukunft bezieht sich jedoch ganz auf seine neue Wahlheimat Göttingen. „Ich möchte Sportler in Göttingen trainieren, die das Talent und den Willen besitzen irgendwann mal bei einer WM mitkämpfen zu können“, unterstreicht Mieczkowski.

Sambo

Die Kampfsportart Sambo ist eine Mischung aus volkstümlichen Ringkampfarten und hat vor allem in den Ländern der ehemaligen UdSSR eine lange Tradition. Dort führte man sie offiziell in den 30er Jahren ein. Der Namen „Sambo“ entstand erst 1946 aus den ersten Buchstaben der Worte Samosaschtito (Selbstschutz) und bes oruschija (ohne Waffen). Der „Selbstschutz ohne Waffen“ besteht zum größten Anteil aus Judo. Daneben spielen unter anderem Ringen, Boxen und Karate eine Rolle. Als Form des Freistilringens mit unbewaffnetem Wettkampf- und Verteidigungssystem und verschiedenen Griffarten kann sich einerseits sportlich betätigt werden, indem wie beim Judo Falltechniken angewandt werden. In seiner Form als Selbstverteidigung wird mit Alltagskleidung gekämpft. Man kann Sambo auch in den Kampfsport und die Militär- beziehungsweise Selbstverteidigung einteilen. Die Einteilung der Gürtelfarben hat im Sambo eine ähnliche Bedeutung wie im Judo. Der schwarze Gürtel weist dabei auf den Meisterrang hin.

Von Ria Menz

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