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Mission Gold

Kanupolospielerin Katharina Kruse Mission Gold

Zum zweiten Mal die Weltbeste zu sein, zum zweiten Mal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen - das ist das Ziel der Göttinger Kanupolospielerin Katharina Kruse. Von Freitag an tritt sie mit der deutschen Nationalmannschaft bei den World Games im polnischen Wroclaw an und ist Titelverteidigerin.

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Quelle: Heller (Symbolbild)

Göttingen. „Ich bin etwas nervös, aber ich freue mich auch drauf“, sagt Kruse im Trainingslager in Berlin, wo sie sich mit der Nationalmannschaft auf die World Games vorbereitet hat. Vor vier Jahren in Kolumbien, als Deutschland Gold holte, sei sie schlichtweg überfordert gewesen. Das sei bei ihrer zweiten Teilnahme etwas anders - doch nervös ist sie trotzdem.

Die Erfahrungen in Kolumbien seien aber auch überwältigend gewesen: „Wir wurden wie Stars gefeiert und mussten Autogramme geben. Das war der Hammer“, sagt die hochaufgeschossene 26-Jährige. Andererseits ist sie durchaus auf den Geschmack gekommen: „So toll kann es ruhig noch mal werden.“

Damit es genauso toll wird, wäre allerdings die Goldmedaille nötig. Vor vier Jahren hat sie noch für den Göttinger Paddler-Club (GPC) gespielt. Nun ist sie zum Alster-Canoe-Club in Hamburg zurückgekehrt, studiert aber weiterhin in Göttingen Sport und Geografie auf Lehramt und trainiert auch beim GPC mit.

Die Rückkehr zum Alster-Canoe-Club hat mit einer waschechten Göttingerin zu tun, die ihrerseits wegen des Studiums nach Hamburg gewechselt ist: Tonie Lenz, langjährige Mitspielerin von Kruse beim GPC - und erfolgreichste Kanupolospielerin aller Zeiten. „Von ihr kann ich noch viel lernen“, begründete Kruse im Frühjahr am Rande des Traditionsturniers im Freibad am Brauweg ihren Wechsel.

Lenz, 28 Jahre alt, gehört in Wroclaw ebenfalls zur deutschen Mannschaft. Die World-Games-Siegerin, Welt- und Europameisterin, ist mit ihrer Erfahrung so etwas wie die Mutter der Kompanie. Sie kann mehrere Positionen spielen und hütet bisweilen auch das Tor - genauso wie Kruse, die ebenfalls flexibel einzusetzen ist. In der Abwehr spielt sie am Pfosten und in der Mitte, offensiv „draußen oder als Center“.

Ein Selbstläufer werden die World Games für Kruse und Lenz aber mitnichten. Bei der Weltmeisterschaft in Italien musste sich das Team im vergangenen Jahr Neuseeland geschlagen geben und holte Silber. „Da haben wir ein bisschen Pech gehabt“, berichtet Kruse. Auch der Vergleich mit den anderen Nationalteams beim ECA-Cup 2017 lief nicht ganz nach Wunsch. Die Formkurve zeige aber nach oben, ist der Eindruck des blonden Muskelpakets, für die Neuseeland und Frankreich die schärfsten Konkurrenten sind.

Die Vorbereitung in Berlin lief gut. Es wurde viel gespielt, auf dem Programm standen unter anderem Spiele gegen ein Juniorenteam und eine gemischte Männermannschaft - „Reizpunkte setzen“, nennt man das wohl. Die Anreise nach Wroclaw erfolgte am Dienstag. Am Freitag um 8.35 Uhr wird es für die deutsche Mannschaft im Orbita Outdoor Swimming Pool ernst. Dann steht das erste Spiel gegen Kanada auf dem Programm.

Es folgen Begegnungen mit dem Gastgeber Polen (12.15 Uhr), mit den Niederlanden (15.45 Uhr), und Italien (19.15 Uhr). Am Sonnabend um 9.45 Uhr kommt es zum mit Spannung erwarteten Vergleich mit Weltmeister Neuseeland, nicht minder schwer dürfte die Partie gegen Frankreich am Sonnabend um 16.45 Uhr werden. Die Halbfinalspiele stehen am Sonntagmorgen ab 9 Uhr auf dem Programm, gegen 15 Uhr steht der neue World-Games-Sieger fest. Sport1 berichtet täglich live von den Spielen.

„Wir sind ein gutes, harmonisches Team. Der Druck ist zu spüren, aber ich bin optimistisch, dass wir sehr gute Chancen haben, wenn wir unsere Leistung zeigen“, sagt Kruse über die Aussichten in Wroclaw. Eigentlich ist es nicht möglich, Kolumbien 2013 zu toppen. Davon, dass die Euphorie wieder mal riesig ist, haben Kruse und Co. allerdings schon einen Vorgeschmack bekommen: Das Finale ist bereits seit langem ausverkauft.

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