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Mit „Schisshasen-Handball“ Richtung Abgrund

Handball-Oberliga Mit „Schisshasen-Handball“ Richtung Abgrund

Die HG Rosdorf-Grone steht vor dem schwierigsten Jahr ihrer Vereinsgeschichte. Seit vergangenem Sonnabend steht der Abstieg der Frauen aus der Handball-Oberliga fest, und den Herren droht möglicherweise das gleiche Schicksal.

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Ausgebremst: HG-Spieler Marlon Krebs (r.) rennt sich in der gegnerischen Abwehr fest.

Quelle: Theodoro da Silva

Fünf Spieltage vor Saisonschluss kassierten die Jaissle-Schützlinge gegen den MTV Großenheidorn eine deprimierende 24:35 (12:19)-Heimpleite, die 17. Niederlage im 26.Spiel. „Was sich da abgespielt hat, kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin wirklich enttäuscht“, ließ Trainer Mirko Jaissle auch noch lange nach dem Spiel seinem Frust freien Lauf. „Ich übernehme dafür die volle Verantwortung, umsetzen aller-dings müssen es die Spieler.“ Und die taten das im Training und vor der Partie Besprochene nicht. Dafür patzten sie in Angriff und Abwehr gleichermaßen, liefen teilweise herum wie ein wild gewordener Hühnerhaufen und ergaben sich dann mit laufender Spielzeit ihrem Schicksal.

Heraus kam ein indiskutabler Auftritt, den HG-Rückraumspieler Niklas Stöber als „Schisshasen-Handball“ bezeichnete: „Wenn uns in den letzten vier Spielen nicht eine hundertprozentige Leistungssteigerung gelingt, dann war es das“, fügte Stöber zum Thema Klassenverbleib an und verabschiedete sich in eine dreiwöchige Osterpause. Nach dem Debakel gegen Großenheidorn gehört schon ein starker Glauben an den Oberliga-Verbleib.

Unter den Augen von Duderstadts Manager Ekkehard Loest samt Spielern wie Nerijus Kesilis oder Christian Brand sowie Jens Wilfer, Coach des Verbandsligisten HSG Plesse-Hardenberg, glich die HG lediglich zum 1:1 (4.) aus, dann wuchs der Rückstand immer mehr. Daran konnte auch Linksaußen Aaron Frölich nichts ändern, der beim 4:7 (11.) sein 100. Saisontor markierte, später aber auch keine Akzente mehr setzten konnte, ebenso wenig wie Gerrit Kupzog, der in den vergangenen Wochen seinen Möglichkeiten weit hinterher läuft.
So zog Großenheidorn schon vor der Pause von 11:9 (21.) auf 18:11 (28.) davon und spielte mit der HG einfach nur noch Katz und Maus. „Wir sind mit einer hundertprozentigen Einstellung in das Spiel gegangen, haben den Gegner von Anfang an ernst genommen und zu keiner Zeit nachgelassen“, erklärte Gästetrainer Marc Siegesmund das deutliche Resultat. Deutliche Worte fand auch HG-Spielmacher Conrad Melle: „Das war wieder ein Stück einer Achterbahnfahrt. Mal spielen wir recht gut, mal absolute Sch…. – wie an diesem Wochenende.“

HG: Büthe, Grundmeier – Frölich (5), Krebs (4), Kupzog , Schulz (je 3), Osei-Bonsu, Stöber (je 2) Falke (2/1), Melle, Ruck, Herbold (je 1), Bohnhoff.

Von Ferdinand Jacksch

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